Aus der Einleitung: Die Diskussion über Werte ist gerade in der letzten Zeit wieder etwas lauter geworden. Fast scheint dieser Begriff „Wert“ schon zu einem Modebegriff geworden zu sein. Es wurde noch nie zuvor so viel über Werte, Werteverlust und Wertewandel nachgesonnen. Überall hört oder liest man darüber. Sei es nun zur Kennzeichnung gesellschaftlicher Grundvorstellungen oder bei Forderung in politischen und/oder pädagogischen Belangen.
Der Zustand des Bildungs- und Erziehungssystems wird immer lauter beklagt. Die Jugend scheint moralisch in schlechter Verfassung. Die „richtigen Werte“ scheinen das Allheilmittel zu sein und werden immer wieder als Lösung der vielfältigsten Probleme heraufbeschworen.
In meiner Arbeit möchte ich mich nun diesem Thema etwas genauer widmen. Zunächst beschäftige ich mich einführend kurz mit dem Phänomen der Rückwärtsgewandtheit („Früher war alles besser“). Anschließend möchte ich etwas genauer auf den Begriff „Wert“ eingehen und dann versuchen, die Wertedebatte etwas genauer zu beleuchten. Im dritten Abschnitt widme ich mich einigen philosophischen „Wertebegründungsfiguren“ und gehe dann zu meinen abschließenden Gedanken über.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Früher war alles besser?!?
- Werte und Wertedebatte
- Werte - Was bedeutet das eigentlich?
- Die Wertedebatte – unterschiedliche Positionen und Herangehensweisen
- Einführendes
- Die Vergangenheit als feste Größe
- Die Vergangenheit als „Steinbruch“
- Die kritische Betrachtungsweise
- Philosophische Ansichten
- Einführendes
- Aristoteles
- Utilitarismus
- Max Scheler
- Kommunitarismus
- Einführendes
- Alasdair MacIntyre
- Wertrelativismus
- Einführendes
- Friedrich Nietzsche
- Fazit
- Abschließende Gedanken
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der Wertedebatte und analysiert dessen Bedeutung in der heutigen Gesellschaft. Die Arbeit untersucht den Begriff „Wert“ selbst und beleuchtet verschiedene Perspektiven auf die Wertedebatte, insbesondere die kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.
- Die Relevanz und Bedeutung der Wertedebatte in der heutigen Zeit
- Die unterschiedlichen Positionen und Herangehensweisen in der Wertedebatte
- Philosophische Ansichten zu Werten und deren Begründungsfiguren
- Die Rolle der Jugend in der Wertedebatte und die Frage nach der Verallgemeinerung von „Jugend“
- Der Wandel von materialistischen zu postmaterialistischen Werten
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Relevanz des Themas der Wertedebatte in der heutigen Zeit dar und erläutert die Zielsetzung der Arbeit. Sie analysiert die verbreitete Einstellung, dass "früher alles besser war", und die damit verbundene Kritik an der heutigen Jugend. Der Abschnitt "Früher war alles besser?!? " beleuchtet die historische Perspektive der Wertedebatte und zeigt, dass die Debatte über den Verfall der Werte so alt ist wie die Menschheit selbst.
Das zweite Kapitel widmet sich dem Begriff "Wert" und analysiert unterschiedliche Positionen und Herangehensweisen in der Wertedebatte. Es werden verschiedene Perspektiven auf die Vergangenheit beleuchtet: als feste Größe, als "Steinbruch" und als Objekt kritischer Betrachtung.
Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit philosophischen Ansichten zu Werten und deren Begründungsfiguren. Es stellt verschiedene Denker vor, darunter Aristoteles, die Utilitaristen, Max Scheler und den Kommunitarismus mit Alasdair MacIntyre. Schließlich beleuchtet das Kapitel den Wertrelativismus und den Einfluss Friedrich Nietzsches.
Schlüsselwörter
Die zentralen Themen dieser Arbeit sind Werte, Wertedebatte, Wertewandel, Jugend, Vergangenheit, Philosophie, Aristoteles, Utilitarismus, Max Scheler, Kommunitarismus, Wertrelativismus, Friedrich Nietzsche.
Häufig gestellte Fragen
Warum wird der Begriff "Wert" heute oft als Modebegriff bezeichnet?
In der heutigen Gesellschaft wird sehr häufig über Werteverlust und Wertewandel diskutiert, oft als vermeintliches Allheilmittel für politische oder pädagogische Probleme.
Was ist das Phänomen der "Rückwärtsgewandtheit" in der Wertedebatte?
Es beschreibt die Einstellung "Früher war alles besser", wobei oft der moralische Zustand der Jugend beklagt wird, ohne zu sehen, dass diese Kritik historisch immer wiederkehrt.
Welche philosophischen Ansichten werden zur Begründung von Werten herangezogen?
Die Arbeit beleuchtet Positionen von Aristoteles, den Utilitarismus, Max Scheler, den Kommunitarismus (z.B. Alasdair MacIntyre) und den Wertrelativismus von Nietzsche.
Was unterscheidet materialistische von postmaterialistischen Werten?
Die Arbeit thematisiert den Wandel hin zu Werten, die weniger auf Besitz und Sicherheit (materialistisch) und mehr auf Selbstverwirklichung und Partizipation (postmaterialistisch) ausgerichtet sind.
Wie wird die Vergangenheit in der Wertedebatte genutzt?
Die Vergangenheit kann als feste Größe zur Orientierung, als "Steinbruch" für selektive Argumente oder als Objekt kritischer Analyse betrachtet werden.
Was bedeutet Wertrelativismus?
Wertrelativismus, oft mit Friedrich Nietzsche assoziiert, geht davon aus, dass Werte nicht objektiv vorgegeben, sondern von Kultur und Perspektive abhängig sind.
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- Maria Reichmann (Author), 2007, Werte und Wertediskurs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173572