Diese Hausarbeit befasst sich mit den von Maria SZUPPE veröffentlichen Artikeln zu ihren Studien über den Einfluss und die Macht von safawidischen Frauen aus der herrschenden Elite des 16. Jahrhunderts. Eine sehr umfangreiche Arbeit wurde in der
Zeitschrift Studia Iranica in zwei Teilen veröffentlicht. Eine weiter Arbeit, welche die Ergebnisse aus Studia Iranica weiterführt und ergänzt, aber auch in Frage stellt, wie wir sehen werden, findet man in dem bereits erwähnten Werk von HAMBLY. Bevor wir uns
den Arbeiten von SZUPPE ausführlich widmen, soll auf die Wurzeln der Safawiden die Grundlagen für den Einfluss und die Macht, die safawidische Frauen der herrschenden Klasse im 16. Jahrhundert erlangen konnten, eingegangen werden. Ferner soll an dieser
Stelle die Problematik der zeitgenössischen Quellen umrissen werden, die für die Erforschung des 16. Jahrhundert bedeutsam sind.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- GESCHICHTSSCHREIBUNG - DAS PROBLEM DES „SICHTBAR WERDENS“
- QUELLENPROBLEMATIK FÜR DAS 16. JAHRHUNDERT.
- GRUNDLAGEN FÜR DIE MACHT VON SAFAWIDISCHEN FRAUEN DER HERRSCHENDEN KLASSE
- FRAUEN IN STAMMESGESELLSCHAFTEN
- URSPRÜNGE DER SAFAWIDEN
- DIE HEIRAT ALS POLITISCHER SCHACHZUG
- SAFAWIDISCHE PRINZESSINNEN UND HERRSCHERFRAUEN
- (AUS-)BILDUNG DER PRINZESSINNEN
- SCHRIFTVERKEHR – PRINZESSINNEN ALS DIPLOMATINNEN.
- MILITÄRISCHE FÄHIGKEITEN DER PRINZESSINNEN
- FRAUEN ALS POLITISCHE MACHTHABERINNEN
- Möglichkeiten und Beschränkungen ..
- Einflussreiche safawidische Prinzessinnen und Herrscherfrauen.
- Einflussreiche Frauen in den Provinzen.
- KURZER AUSBLICK AUF DAS 17. JAHRHUNDERT
- ZUSAMMENFASSUNG
- LITERATUR...
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht den Einfluss und die Macht von Frauen aus der herrschenden Elite im safawidischen Iran des 16. Jahrhunderts. Sie analysiert die Rolle von Prinzessinnen und Herrscherfrauen in der Politik, im Militär und in der Bildung, wobei der Fokus auf den Quellen und der Schwierigkeit liegt, diese Frauen in der Geschichtsforschung sichtbar zu machen.
- Die Darstellung von Frauen in der Geschichtsforschung
- Die Rolle von Frauen in Stammesgesellschaften
- Der Einfluss von safawidischen Prinzessinnen und Herrscherfrauen
- Die Quellenlage und die Problematik der Sichtbarkeit von Frauen in der Geschichte
- Die Möglichkeiten und Grenzen der Macht von Frauen in der safawidischen Gesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung thematisiert die einseitige Geschichtsschreibung und das Problem, Frauen in der Vergangenheit sichtbar zu machen. Dabei wird die Arbeit von Maria Szuppe, die sich mit safawidischen Frauen beschäftigt, vorgestellt. Im zweiten Kapitel werden die Grundlagen für die Macht von safawidischen Frauen aus der herrschenden Klasse beleuchtet. Hier wird die Rolle von Frauen in Stammesgesellschaften, die Ursprünge der Safawiden und die Bedeutung der Heiratspolitik betrachtet. Das dritte Kapitel befasst sich mit der Rolle von Prinzessinnen und Herrscherfrauen im safawidischen Iran. Es werden ihre Bildung, ihre Fähigkeiten als Diplomatinnen und ihre militärische Beteiligung beleuchtet.
Schlüsselwörter
Safawiden, Iran, 16. Jahrhundert, Prinzessinnen, Herrscherfrauen, Macht, Einfluss, Bildung, Diplomatie, Militär, Quellenproblematik, Geschichtsschreibung, Sichtbarkeit, Stammesgesellschaften, Heiratspolitik.
Häufig gestellte Fragen
Welchen politischen Einfluss hatten Frauen im safawidischen Iran des 16. Jahrhunderts?
Safawidische Prinzessinnen und Herrscherfrauen fungierten als Diplomatinnen, beeinflussten die Nachfolgepolitik und übernahmen teils sogar militärische oder administrative Führungsrollen in den Provinzen.
Warum sind Frauen in den historischen Quellen dieser Zeit oft schwer sichtbar?
Die zeitgenössische Geschichtsschreibung war oft männlich zentriert, was die Erforschung der tatsächlichen Machtanteile von Frauen erschwert und eine kritische Quellenanalyse erfordert.
Welche Rolle spielte die Bildung für safawidische Prinzessinnen?
Prinzessinnen erhielten oft eine umfassende Ausbildung, die sie befähigte, aktiven Schriftverkehr zu führen und als einflussreiche Akteurinnen am Hof zu agieren.
Inwiefern war die Heiratspolitik ein Machtinstrument?
Heiraten wurden als strategische Schachzüge genutzt, um Allianzen zwischen Stämmen zu festigen und die Macht der herrschenden Elite zu sichern.
Unterschied sich die Rolle der Frau in Stammesgesellschaften vom Hofleben?
Ja, die Arbeit beleuchtet die Wurzeln der Safawiden in Stammesstrukturen, in denen Frauen oft andere Freiheiten und Einflussmöglichkeiten hatten, die sie später in die herrschende Klasse einbrachten.
- Citar trabajo
- MA Melanie Berg (Autor), 2001, Safawidische Prinzessinnen und Herrscherfrauen im Iran des 16. Jahrhunderts , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172333