Der Taylorismus hat seine Wurzeln zu F.W. Taylor´s Lebzeiten, also Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhundert. Da es sich um ein wichtiges System in der Geschichte der Arbeit handelt, soll es zu Beginn Gegenstand der Hausarbeit sein. Zunächst werden die Grundsätze des Taylorismus, Produktivkraftsteigerung mit dem Beispiel Roheisenverladung, Sozialintegration und Herrschaftssicherung, behandelt. Da der Taylorismus Rationalisierungen als wichtigen Faktor einschließt, ist diese Maßnahme und die sich daraus ergebende Debatte der Gewerkschaften schwer außer acht zu lassen. Ende der 20er Jahre setzten dann Humanisierungsprozesse in der Arbeitswelt ein, die u.a. anhand von theoretischen Ansätzen, der Human-Factor- und Human-Relations-Bewegung und den neuen Organisationsformen näher erklärt werden. Um deutlich zu machen, daß der Übergang vom Taylorismus zur humaneren Arbeitswelt auch Probleme sowohl für die Organisationen, wie auch die Individuen mit sich bringt, werden diese anschließend näher erläutert. Zum Schluß werden die gewonnenen Erkenntnisse noch einmal kurz zusammengefasst, um ein Resümee aus den ganzen Arbeitsgeschichtlichen Verlauf diesbezüglich zu erhalten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 1. Grundsätze des Taylorismus
- 1.1. Produktivkraftsteigerung
- 1.1.1. Roheisenverladung als Beispiel
- 1.2. Sozialintegration
- 1.3. Herrschaftssicherung
- 2. Rationalisierungen zum Zweck der Produktionssteigerung
- 3. Die sich daraus ergebende Rationalisierungsdebatte der Gewerkschaften (1908-1933)
- 4. Humanisierungsprozesse der Arbeitswelt
- 4.1. Theoretische Ansätze
- 4.1.1. Dynamische Motivationstheorie nach MASLOW
- 4.1.2. Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg
- 4.1.3. Theorie nach FRIEDMANN
- 4.2. Human-Factor- und Human-Relations-Bewegung
- 4.2.1. Human Factor- Bewegung
- 4.2.2. Human-Relations-Bewegung
- 4.3. Neue Organisationsformen
- 4.3.1. Job rotation
- 4.3.2. Job enlargement
- 4.3.3. Job enrichment
- 4.3.4. Teilautonome Arbeitsgruppen
- 5. Probleme im Zusammenhang mit diesem Wandlungsprozeß
- 5.1.
- Zusammenfassung
- 6. Literaturangaben
- Die Grundsätze des Taylorismus und seine Auswirkungen auf die Produktivitätsteigerung.
- Die Rolle von Rationalisierungsprozessen in der Arbeitswelt und die Debatten der Gewerkschaften dazu.
- Die Humanisierungsprozesse der Arbeitswelt, einschließlich theoretischer Ansätze und praktischer Anwendungen.
- Die neuen Organisationsformen, die im Zuge der Humanisierung entstanden sind.
- Die Herausforderungen, die mit dem Übergang vom Taylorismus zu einer humaneren Arbeitswelt verbunden sind.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der Entwicklung der Arbeitswelt vom Taylorismus hin zu einer humaneren Arbeitsumgebung. Die Arbeit untersucht die Prinzipien des Taylorismus, seine Auswirkungen auf die Produktivität und die Arbeitsbedingungen sowie die sich daraus ergebenden Debatten und Entwicklungen.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Taylorismus und seine Bedeutung in der Geschichte der Arbeit vor. Kapitel 1 erläutert die Grundsätze des Taylorismus, einschließlich Produktivkraftsteigerung, Sozialintegration und Herrschaftssicherung. Es wird das Beispiel der Roheisenverladung verwendet, um die Prinzipien des Taylorismus zu veranschaulichen. Kapitel 2 beschäftigt sich mit Rationalisierungsprozessen und deren Auswirkungen auf die Produktionssteigerung. Kapitel 3 befasst sich mit der Debatte der Gewerkschaften über Rationalisierungsprozesse. Kapitel 4 befasst sich mit Humanisierungsprozessen in der Arbeitswelt und untersucht dabei theoretische Ansätze, die Human-Factor- und Human-Relations-Bewegung und neue Organisationsformen. Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse.
Schlüsselwörter
Taylorismus, Produktivkraftsteigerung, Rationalisierung, Humanisierung, Arbeitswelt, Gewerkschaften, Human-Factor-Bewegung, Human-Relations-Bewegung, neue Organisationsformen, Job rotation, Job enlargement, Job enrichment, teilautonome Arbeitsgruppen.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Grundsätze des Taylorismus?
Der Taylorismus basiert auf der strikten Trennung von Kopf- und Handarbeit, der Zerlegung von Arbeitsschritten zur Produktivitätssteigerung und einer strengen Herrschaftssicherung.
Wie entwickelte sich die Arbeitswelt hin zur Humanisierung?
Ende der 1920er Jahre setzten Bewegungen wie die Human-Relations-Bewegung ein, die den Menschen und seine sozialen Bedürfnisse stärker in den Fokus rückten.
Was ist der Unterschied zwischen Job Enlargement und Job Enrichment?
Job Enlargement bedeutet die Erweiterung der Tätigkeit um gleichwertige Aufgaben, während Job Enrichment eine qualitative Bereicherung durch anspruchsvollere Aufgaben und mehr Verantwortung darstellt.
Welche Rolle spielt die Bedürfnishierarchie nach Maslow?
Maslows Theorie wird herangezogen, um zu erklären, dass Arbeiter nicht nur durch Geld, sondern auch durch soziale Anerkennung und Selbstverwirklichung motiviert werden.
Welche Probleme traten beim Wandel der Arbeitsformen auf?
Der Übergang vom starren Taylorismus zu flexiblen, humaneren Formen brachte Herausforderungen für die Organisation (Kosten, Planung) und die Individuen (Überforderung, Rollenwechsel) mit sich.
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- Josephin Hagemann (Author), 2001, Vom Taylorismus zu einer humaneren Arbeitswelt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17170