Eingeleitet durch die Buchführungspflicht (der neue § 241a HGB ist berücksichtigt) wird die Bilanzbuchhaltung in das betriebliche Rechnungswesen eingeordnet und abgegrenzt. Wichtig hierbei sind die Begriffsabgrenzungen Ein-/Auszahlung, Einnahmen/Ausgaben und Aufwendungen/Erträge (auch gegen Kosten/Leistungen), die anhand von Beispielen gut nachvollziehbar gemacht werden. Ein kurzer Abschnitt erläutert die Buchführungsorganisation und die beiden wichtigsten Kontenrahmen GKR und IKR sowie die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (mit Hinweis auf die einschlägigen Paragrafen). Inventur und Grundstruktur der Handelsbilanz (mit den Rechtsgrundlagen und Sonderregelungen) werden gefolgt von den Grundsätzen ordnungsmäßiger Bilanzierung (nach nationalem Recht und gut vergleichbar mit den im Rahmenkonzept (Framework) der IFRS festgelegten Ansatz-, Ausweis und Bewertungsgrundsätzen. Bei Ansatz und Bewertung in der Handelsbilanz wurden die Änderungen durch BilMoG besonders kenntlich gemacht, so das ein Vergleich ermöglicht wird. Bei der BuV wird (mit Bezug auf die IFRS) zwischen GKV und UKV unterschieden, die Kernaussagen von Anhang und Lagebericht werden vorgestellt, ferner das Grundprinzip der Kapitalflussrechnung. Den Abschluss bildet ein guter Einblick in die Konzernrechnungslegung (auch mit den Änderungen nach BilMog), der gut zum Vergleich mit den IAS 27, 28 und 31 sowie IFRS 3 herangezogen werden kann. Die wichtigsten IFRS dazu sind angeführt.
Inhaltsverzeichnis
- Buchführungspflicht
- Teilbereiche des externen Rechnungs- und Berichtswesens
- Aufgaben und Systeme der Finanzbuchführung
- Begriffsabgrenzungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieses Skript dient als Grundlage für das Prüfungstraining in Bilanzbuchhaltung und behandelt grundlegende Aspekte der Bilanzbuchhaltung nach deutschem Recht. Es beinhaltet Änderungen aufgrund des BilMoG 2009 und stellt Verbindungen zu Steuerrecht und IFRS her.
- Die rechtlichen Grundlagen der Buchführungspflicht
- Die verschiedenen Teilbereiche des externen Rechnungs- und Berichtswesens
- Die Aufgaben und Systeme der Finanzbuchführung
- Die Abgrenzung von relevanten Begriffen im Kontext der Bilanzbuchhaltung
Zusammenfassung der Kapitel
Buchführungspflicht
Dieser Abschnitt erläutert die Buchführungspflicht nach Handels- und Steuerrecht. Es werden die Voraussetzungen für die Buchführungspflicht von Kaufleuten und anderen Unternehmensgruppen beschrieben. Die wichtigsten gesetzlichen Vorgaben werden vorgestellt.
Teilbereiche des externen Rechnungs- und Berichtswesens
Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über die wichtigsten Teilbereiche des externen Rechnungs- und Berichtswesens. Es werden die Zusammenhänge zwischen Finanz- und Geschäftsbilanz, Jahresabschluss, Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und weiteren relevanten Aspekten erläutert.
Aufgaben und Systeme der Finanzbuchführung
Dieser Abschnitt beschreibt die Aufgaben der Finanzbuchführung und stellt verschiedene Buchführungssysteme vor. Es werden die Unterschiede zwischen kaufmännischer, kameralistischer, einfacher und doppelter Buchführung erläutert.
Begriffsabgrenzungen
Dieser Abschnitt grenzt wichtige Begriffe im Kontext der Bilanzbuchhaltung ab. Es werden die Unterschiede zwischen Auszahlungen, Ausgaben und Aufwand sowie die verschiedenen Arten von Kosten (Grundkosten, Zusatzkosten, Anderskosten) erläutert.
Schlüsselwörter
Bilanzbuchhaltung, Buchführungspflicht, Handelsrecht, Steuerrecht, IFRS, BilMoG, Jahresabschluss, Finanzbuchführung, kaufmännische Buchführung, kameralistische Buchführung, einfache Buchführung, doppelte Buchführung, Ausgaben, Aufwand, Kosten.
Häufig gestellte Fragen
Wer ist nach deutschem Recht buchführungspflichtig?
Die Buchführungspflicht ergibt sich aus dem Handelsgesetzbuch (HGB) für Kaufleute, wobei Befreiungen nach § 241a HGB für Kleingewerbetreibende berücksichtigt werden müssen.
Was sind die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB)?
Dies sind Regeln für die formelle und sachliche Gestaltung der Buchführung, wie Klarheit, Übersichtlichkeit, Vollständigkeit und Richtigkeit, um Dritten einen schnellen Überblick zu ermöglichen.
Wie unterscheiden sich Aufwendungen von Kosten?
Aufwendungen beziehen sich auf den gesamten Werteverzehr einer Periode im externen Rechnungswesen, während Kosten nur den betriebszweckbezogenen Werteverzehr im internen Rechnungswesen (KLR) darstellen.
Welche Änderungen brachte das BilMoG für die Bilanzierung?
Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) führte zu einer stärkeren Annäherung an internationale Standards (IFRS), insbesondere bei den Ansatz- und Bewertungswahlrechten.
Was ist der Unterschied zwischen dem Gesamtkostenverfahren (GKV) und dem Umsatzkostenverfahren (UKV)?
Beim GKV werden alle in einer Periode angefallenen Kosten den Erträgen gegenübergestellt, während beim UKV nur die Kosten der tatsächlich verkauften Produkte berücksichtigt werden.
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- Diplom-Volkswirt Manfred Wünsche (Author), 2011, Unterrichtsskript Bilanzbuchhaltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171629