Für viele Menschen mit einer Behinderung ist Bewegung und Sport eine echte Lebenshilfe. Ein wesentlicher Teil des Integrationsprozesses ist gesellschaftliche Rehabilitation durch Sport. Bei der Suche nach geeigneten Modellen und Konzept für den Sport bei Menschen mit Geistiger Behinderung ergeben sich häufig Problematiken, da es sehr schwierig ist Themen und Inhalte zu finden, an denen alle sinnvoll mit Freude teilnehmen können und in denen die Selbstständigkeit gefördert wird.
Die vorliegende Arbeit möchte diesen Fragen nach gehen und eine geeignetes Konzept vorstellen, welches den Teilnehmern größtmögliche, selbstständige und erlebnisreiche Handlungsmöglichkeiten eröffnet.
Zu Beginn muss jedoch erst die Frage geklärt werden, was in unserer Gesellschaft unter Geistig Behindert zu verstehen ist. Im ersten Teil erfolgt eine terminologische und definitorische Annäherung an diesen Personenkreis Die Annäherung an den Personenkreis dient nicht nur dazu, einen Überblick über die aktuellen Zusammenhänge und Diskussionen zu geben. Es soll parallel dazu verdeutlicht werden, welches Grundverständnis von Geistiger Behinderung der Hausarbeit zugrunde liegt. Desweiteren werden Ursachen einer Geistigen Behinderung erläutert.
Im letzten Teil werden Problematiken des Sportverständnisses näher beleuchtet, sowie ein geeignetes Sport- und Bewegungskonzept für Menschen mit Behinderung vorgestellt.
Grundsätzlich wird in der vorliegenden Arbeit der Begriff geistige Behinderung verwendet, obwohl er sehr umstritten ist. Möglicherweise wird dieser in den nächsten Jahren durch international geläufige Bezeichnungen wie Intellektuelle Behinderung, Beeinträchtigung oder Lernschwierigkeiten ersetzt Darüber hinaus wird der Begriff in der wissenschaftlichen, juristischen und öffentlichen Diskussion am meisten verwendet und ist deshalb für jedermann zugänglich.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Menschen mit geistiger Behinderung
- Zur Definition und Begriffsbestimmung
- Der Begriff Behinderung und seine terminologischen Veränderungen
- Der Begriff Geistige Behinderung und seine terminologischen Veränderungen
- Ursachen geistiger Behinderung
- Zur Definition und Begriffsbestimmung
- Bewegung und Sport für Menschen mit geistiger Behinderung
- Integratives Sport und Bewegungskonzept für Menschen mit Behinderung
- Resümee
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema Bewegung und Sport für Menschen mit geistiger Behinderung. Ziel ist es, ein geeignetes Konzept vorzustellen, welches den Teilnehmern größtmögliche, selbstständige und erlebnisreiche Handlungsmöglichkeiten eröffnet.
- Definition und Begriffsbestimmung von geistiger Behinderung
- Ursachen geistiger Behinderung
- Integratives Sport- und Bewegungskonzept für Menschen mit geistiger Behinderung
- Selbstständigkeit und Lebenshilfe durch Bewegung und Sport
- Herausforderungen und Chancen der Integration von Menschen mit geistiger Behinderung im Sport
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema Bewegung und Sport für Menschen mit geistiger Behinderung ein und verdeutlicht die Bedeutung von gesellschaftlicher Rehabilitation durch Sport. Der erste Teil der Arbeit befasst sich mit der Definition und Begriffsbestimmung von geistiger Behinderung. Es wird die Entwicklung des Begriffs „Behinderung“ im Laufe der Zeit beleuchtet und die Bedeutung des prozessualen Verständnisses von Behinderung hervorgehoben. Außerdem werden die Ursachen geistiger Behinderung erläutert. Der letzte Teil der Arbeit widmet sich den Problematiken des Sportverständnisses für Menschen mit geistiger Behinderung und stellt ein geeignetes Sport- und Bewegungskonzept vor.
Schlüsselwörter
Geistige Behinderung, Integration, Sport, Bewegung, Rehabilitation, Inklusion, Teilhabe, Selbstständigkeit, Lebenshilfe, Konzept, Behinderung, ICF, ICIDH, Beeinträchtigung.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Sport für Menschen mit Behinderung wichtig?
Sport dient als Lebenshilfe und ist ein wesentlicher Teil des Integrationsprozesses, da er die gesellschaftliche Rehabilitation und die Selbstständigkeit fördert.
Welche Problematiken ergeben sich bei Sportkonzepten für geistig behinderte Menschen?
Es ist oft schwierig, Inhalte zu finden, an denen alle Teilnehmer sinnvoll und mit Freude teilnehmen können, während gleichzeitig die Selbstständigkeit gefördert wird.
Was wird unter dem Begriff "Geistige Behinderung" in dieser Arbeit verstanden?
Die Arbeit nähert sich dem Begriff terminologisch an und nutzt ihn aufgrund seiner Verbreitung in Wissenschaft und Recht, weist jedoch darauf hin, dass er zunehmend durch Begriffe wie "Intellektuelle Beeinträchtigung" ersetzt wird.
Was ist das Ziel des vorgestellten Sport- und Bewegungskonzepts?
Das Ziel ist es, den Teilnehmern größtmögliche, selbstständige und erlebnisreiche Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen, die über die reine Bewegung hinausgehen.
Welche Rolle spielen ICF und ICIDH in diesem Kontext?
Diese Klassifikationssysteme helfen dabei, ein prozessuales Verständnis von Behinderung zu entwickeln und die funktionalen Auswirkungen auf die Teilhabe im Sport zu analysieren.
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- Clarissa Seban (Author), 2010, Bewegung und Sport für Menschen mit Behinderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171598