Wie das öffentliche Interesse und Besorgnis über die Resultate der Studie ’Ungenutzte Potenziale zur Lage der Integration in Deutschland’ des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung zeigte, gilt Bildung als wichtiges Kriterium der Integration von Menschen mit ausländischem Pass oder Migrationshintergrund, was darauf zurück zu führen ist, dass das Bildungswesen zu den zentralen Teilsystemen unserer Gesellschaft gehört. Studien wie die oben erwähnte weisen jedoch nicht nur auf die Bedeutung der Bildung in der deutschen Gesellschaft hin, sondern zeigen auch, dass besonders Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, verglichen mit deutschen SchülerInnen, schlechtere Bildungschancen haben. In der vorliegenden Ausarbeitung soll gezeigt werden, dass sich diese Ungleichheit der Bildungschancen zu einem großen Teil auf die Strukturen und institutionellen Gegebenheiten des deutschen Schulsystems zurückgeführt werden können, die Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund direkt und indirekt diskriminieren.
INHALTSVERZEICHNIS
1 Einleitung
1.1 Bevolkerung mit Migrationshintergrund
1.2 Das deutsche Bildungssystem
2 Empirische Befunde aus PISA und dem Bildungsbericht
2.1 Die Studien
2.1.1 PISA
2 1.2 Bildungsbericht 2008
2.2 Ergebnisse
2.2.1 Schulabschlusse
2.2.2 Soziale Herkunft, Bildungserfolg und Schulkompetenzen
3 Institutionelle Diskriminierung
3.1 (Soziale) Diskriminierung
3.2 Direkte versus indirekte institutionelle Diskriminierung
3.3 Institutionelle Diskriminierung innerhalb der Organisation Schule
4 Bereiche, in denen institutionelle Diskriminierung stattfindet
4.1 Elementarbereich und Einschulung
4.2 Ubergang in den Sekundarbereich I
4.3 Uberweisung an Sonderschulen
4.4 Deutsch als Unterrichtssprache
5 Zusammenfassung und Fazit
5.1 Zusammenfassende Erkenntnisse
5.2 Reformvorschlag von Auernheimer: integratives Schulsystem
5.3 Fazit
6 Bibliographie
Häufig gestellte Fragen
Warum haben Kinder mit Migrationshintergrund oft schlechtere Bildungschancen?
Die Arbeit führt dies zu einem großen Teil auf Strukturen und institutionelle Gegebenheiten des deutschen Schulsystems zurück, die diskriminierend wirken können.
Was ist institutionelle Diskriminierung?
Es handelt sich um Benachteiligungen, die durch die Organisation Schule selbst entstehen, sei es direkt durch Regeln oder indirekt durch etablierte Abläufe.
Welche Rolle spielt die deutsche Sprache im Bildungserfolg?
Deutsch als Unterrichtssprache ist ein Bereich, in dem institutionelle Diskriminierung stattfinden kann, wenn sprachliche Barrieren den Zugang zu Bildungsinhalten erschweren.
In welchen Bereichen findet Benachteiligung statt?
Die Arbeit nennt den Elementarbereich, die Einschulung, den Übergang in den Sekundarbereich I sowie Überweisungen an Sonderschulen als kritische Punkte.
Welche Reformvorschläge werden in der Arbeit diskutiert?
Es wird unter anderem der Reformvorschlag von Auernheimer für ein integratives Schulsystem vorgestellt.
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- Monique Trachsel (Author), 2009, Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169349