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Einordnung, Strukturanalyse und Hintergrund von Beethovens Op. 13, Klaviersonate 8: "Pathétique"

Title: Einordnung, Strukturanalyse und Hintergrund von Beethovens Op. 13, Klaviersonate 8: "Pathétique"

Term Paper , 2009 , 31 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Christoph Pinkel (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Beethovens Klaviersonate Nr. 8, op. 13 in c-Moll ist nach der eigenen Bezeichnung des Komponisten ”Grande Sonate Pathétique” unter dem leicht verkürzten Namen ”Pathétique” bekannt geworden. Bis heute gehört sie zu den bekanntesten Frühwerken des Komponisten und zu seinen populärsten Sonaten. In der Literatur wurden Beethovens Klaviersonaten im Allgemeinen sowie die Pathétique im Speziellen umfangreich untersucht. Unter den zahlreichen Artikeln befinden sich neben Strukturanalysen auch solche, die dezidierte Spezialfragen betrachten, wie etwa jene der besonderen Rolle des Werkstitels.
Die vorliegende Arbeit versteht sich als Überblick aller werksrelevanter Aspekte in angemessener Tiefe. Ziel ist es, einen guten Überblick über die Pathétique als Gesamtes zu geben um hierdurch nicht nur dem Zweck der Arbeit bestmöglich gerecht zu werden, sondern auch Beethovens eigener Forderung, seine Werke stets als Gesamtes zu verstehen. Das Spektrum der vorliegenden Literatur wie auch der historische und biographische Kontext der Entstehung der Pathétique und ihre besondere Rolle innerhalb des frühen Gesamtwerks Beethovens legen dabei eine Herangehensweise nahe, die nicht ausschließlich analytisch auf den Notentext bezogen ist. Statt dessen werden neben einer detaillierten Strukturanalyse aller drei Sätze auch eine historische und biographische Einordnung gegeben sowie insbesondere auch der programmatische Gehalt des Titels und dessen Einfluss auf Rezeption und Interpretation diskutiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historischer und biographischer Kontext

3 Aufbau und Strukturanalyse

3.1 Erster Satz - Grave und Allegro di molto con brio

3.1.1 Grave

3.1.2 Exposition

3.1.3 Durchfuhrung

3.1.4 Reprise

3.1.5 Coda

3.2 Zweiter Satz - Adagio cantabile

3.3 Dritter Satz - Rondo. Allegro

4 "La Grande Sonate Pathétique"

4.1 Pathos in Rhetorik und Ästhetik

4.1.1 Pathos in beethovenschem Verständnis

4.2 Rhetorischer Bezug

4.2.1 Rhetorik als Programm

4.3 Der Pathos in der Pathétique

5 Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, Beethovens Klaviersonate op. 13, die sogenannte "Pathétique", umfassend als Gesamtkunstwerk zu analysieren. Dabei soll nicht nur eine rein technische Strukturuntersuchung erfolgen, sondern der historische Kontext sowie der programmatische Gehalt des Titels kritisch beleuchtet werden, um dessen Einfluss auf die Rezeption und Interpretation des Werks zu verstehen.

  • Historischer und biographischer Entstehungskontext der "Pathétique"
  • Technische Struktur- und Formanalyse der drei Sätze
  • Hermeneutische Deutung des Titels "Pathétique" und dessen rhetorische Dimension
  • Untersuchung des Verhältnisses von "Pathos" zu Beethovens kompositorischem Stil
  • Einordnung der Sonate als Wendepunkt im frühen Schaffen Beethovens

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Exposition

Die Exposition beginnt mit der Vorstellung des achttaktigen Hauptthemas (T. 1-8) in c-Moll, das in zwei je viertaktige Figuren zerfällt, einen aufsteigende Vordersatz (a) sowie eine abfallende Nachsatz (b) mit doppelter Notenlänge (siehe Abb. 2). Die erste Figur kann in ihrer Gesamtheit als Motiv angesehen werden27 oder als zweitaktiges Motiv, das in Takt eins auftaktig beginnt und ab Takt drei in Oktavabstand wiederholt wird. Die Oktivtremoli in der linken Hand stutzen das Thema nicht nur harmonisch, sondern verleihen ihm auch eine hektisch-dramatische Spannung. Das Auftreten dieser Begleitfigur ist fur weite Teile des Satzes prägend, insbesondere in Zusammenhang mit dem Hauptthema tritt sie fast grundsätzlich auf.

Nachdem der erste in c-Moll beginnende Takt von (b) zu V-4-6 schwenkt, färbt sich der zweite Takt letztlich subdominantisch wieder in Moll. In den folgenden beiden Takten wird das Thema zum Schluss hin harmonisch zunehmend destabilisiert. Parallel zu dieser Entwicklung verläuft stets ein crescendo. Das Thema wird wiederholt.

Zwei Mal vier Takte, darin jeweils zwei Takte mit Synkope (D-t) und zwei Takte herabsturzender Arpeggien (D-tG), schließen das Thema ab.

Der Ubergang zur Seitengruppe (T. 25-40) erfolgt mit einer sequenzartig eingestreuten neuen Figur (c) (siehe Abb. 3), die eine enge Verwandtschaft mit dem (a)-Motiv des Hauptthemas aufweist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Werk ein, verortet es in Beethovens Schaffen und erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit.

2 Historischer und biographischer Kontext: Das Kapitel beleuchtet die Entstehungszeit der Sonate um 1799 und setzt sie in Bezug zu Beethovens persönlicher Entwicklung und seinem Umfeld.

3 Aufbau und Strukturanalyse: Hier erfolgt eine detaillierte, satzübergreifende Untersuchung der musikalischen Struktur und der formalen Besonderheiten des Werks.

4 "La Grande Sonate Pathétique": Dieses Kapitel analysiert die Bedeutung des Titels, den Begriff des Pathos in der zeitgenössischen Rhetorik und Ästhetik sowie deren Bezug zur Musik.

5 Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Einordnung der "Pathétique" als Ausdruck eines stilistischen Umbruchs im Gesamtwerk Beethovens.

Schlüsselwörter

Ludwig van Beethoven, Pathétique, Klaviersonate op. 13, Sonatenhauptsatzform, c-Moll, Musiktheorie, Rhetorik, Pathos, Ästhetik, Wiener Klassik, Formanalyse, Musikgeschichte, Interpretation, Ausdrucksstil, Grave.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Beethovens Klaviersonate Nr. 8 (op. 13, "Pathétique") unter Berücksichtigung ihrer musikalischen Struktur sowie ihres historischen und philosophischen Kontexts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die formale Struktur der Sonate, die Bedeutung ihres Titels "Pathétique" und das Verständnis von "Pathos" in der Zeit um 1800.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die "Pathétique" als Gesamtkunstwerk zu erfassen und zu klären, inwieweit der Titel ein Programm vorgibt oder als hermeneutischer Schlüssel dient.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert technische musikalische Strukturanalysen mit einer hermeneutischen Betrachtung des werksgeschichtlichen und philosophischen Umfelds.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die drei Sätze des Werks formal und diskutiert anschließend die rhetorische Komponente des Pathos im Kontext von Schillers und Sulzers ästhetischen Theorien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Beethoven, Pathétique, Pathos, c-Moll, Sonatenform, Rhetorik, Ästhetik und Interpretation.

Warum wird das Grave des ersten Satzes so betont?

Das Grave gilt als wesentliches Merkmal für den "pathetischen" Charakter des Werks und wird als strukturell bedeutende Einleitung sowie als zyklisches Element im weiteren Satzverlauf analysiert.

Inwieweit spielt die Widmung an Fürst Lichnowsky eine Rolle?

Die Widmung wird als biographischer Hintergrund diskutiert, der den Kontext von Beethovens Wiener Zeit und seinem Verhältnis zu Mäzenen beleuchtet, ohne jedoch direkt inhaltlich-musikalische Vorgaben zu diktieren.

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Details

Title
Einordnung, Strukturanalyse und Hintergrund von Beethovens Op. 13, Klaviersonate 8: "Pathétique"
College
Saarland University  (Institut für Musikwissenschaft)
Course
Seminar ”Die Klaviersonaten Ludwig van Beethovens”
Grade
1.0
Author
Christoph Pinkel (Author)
Publication Year
2009
Pages
31
Catalog Number
V169166
ISBN (eBook)
9783640873753
ISBN (Book)
9783640873715
Language
German
Tags
einordnung strukturanalyse hintergrund beethovens klaviersonate pathétique
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Pinkel (Author), 2009, Einordnung, Strukturanalyse und Hintergrund von Beethovens Op. 13, Klaviersonate 8: "Pathétique", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169166
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