Die Bedeutung des Finanzmanagements ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen (vgl. auch im Weiteren Müller [Finanzcontrolling] 1ff.). Dies gilt vor allem für Unternehmen und Unternehmensgruppen außerhalb des Finanzdienstleistungssektors. Für diese Entwicklung gibt es mehrere Gründe. Zum einen rückt die Finanzwirtschaft auf Grund einer zunehmend finanzorientierten Unternehmensführung in den Mittelpunkt des Managerinteresses. Zum anderen wird immer weniger auf die angebotenen Dienstleitungen von Finanzinstituten zurückgegriffen. Die angesprochenen Veränderungen schlagen sich in einer steigenden Komplexität und Dynamik der im Finanzmanagement zu bewältigenden Aufgaben nieder. Dieser steigenden Komplexität und Dynamik wird das Finanzmanagement in Literatur und Unternehmenspraxis jedoch häufig nicht gerecht.
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen Überblick über wichtige Charakteristika des internen Finanzmanagements zu geben. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen hierbei die Besonderheiten des finanziellen Managements von Konzernen.
Inhaltsverzeichnis
- A. Zur steigenden Bedeutung des internen Finanzmanagements in verbundenen Unternehmen
- B. Grundlagen der finanzwirtschaftlichen Konzernführung
- I. Zum Finanzierungsbegriff im Konzern
- II. Welche finanzwirtschaftlichen Ziele werden innerhalb des Konzerns verfolgt?
- III. Organisation der Finanzwirtschaft im Konzern
- IV. Die Rolle von Finanzierungseffekten
- C. Wie wird das interne Finanzmanagement im Konzern geregelt?
- I. Zum Begriff des Finanzmanagements in der wissenschaftlichen Forschung
- II. Das Aufgabenspektrum im Finanzmanagement
- III. Ein Überblick über die Instrumente des finanziellen Managements
- IV. Das Cash Pooling als ein beliebtes Instrument des konzernweiten Liquiditätsmanagements
- D. Cash Pooling in der Krise
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über die wichtigen Charakteristika des internen Finanzmanagements zu geben, insbesondere im Kontext von Konzernen.
- Steigende Bedeutung des Finanzmanagements in Konzernen
- Grundlagen der finanzwirtschaftlichen Konzernführung
- Ziele des Finanzmanagements im Konzern
- Organisation der Finanzwirtschaft im Konzern
- Instrumente des Finanzmanagements
Zusammenfassung der Kapitel
A. Zur steigenden Bedeutung des internen Finanzmanagements in verbundenen Unternehmen
Dieses Kapitel beleuchtet die zunehmende Relevanz des Finanzmanagements in Unternehmen und Unternehmensgruppen, insbesondere außerhalb des Finanzdienstleistungssektors. Es analysiert die Gründe für diese Entwicklung, die mit einer stärkeren Finanzorientierung der Unternehmensführung und einer Reduzierung des Rückgriffs auf Finanzinstitute verbunden sind.
B. Grundlagen der finanzwirtschaftlichen Konzernführung
Dieses Kapitel behandelt die Grundlagen der Finanzwirtschaft im Konzern. Es definiert den Finanzierungsbegriff im Konzernkontext und betrachtet die Besonderheiten der Kapitalbeschaffung auf Konzernebene. Weiterhin werden die wichtigsten finanzwirtschaftlichen Ziele des Konzerns analysiert, wie z.B. die Existenzsicherung, Rentabilität, Liquidität, Sicherheit und Unabhängigkeit.
C. Wie wird das interne Finanzmanagement im Konzern geregelt?
Dieses Kapitel beschäftigt sich mit den Instrumenten und Methoden des internen Finanzmanagements im Konzern. Es analysiert die Aufgaben des Finanzmanagements, gibt einen Überblick über die verfügbaren Instrumente und stellt das Cash Pooling als eine zentrale Methode des konzernweiten Liquiditätsmanagements vor.
Schlüsselwörter
Internes Finanzmanagement, Konzern, Finanzierung, Finanzwirtschaftliche Ziele, Rentabilität, Liquidität, Sicherheit, Unabhängigkeit, Organisation, Instrumente, Cash Pooling.
Häufig gestellte Fragen
Warum gewinnt das interne Finanzmanagement in Konzernen an Bedeutung?
Gründe sind eine zunehmend finanzorientierte Unternehmensführung sowie der Trend, weniger auf externe Dienstleistungen von Finanzinstituten zurückzugreifen.
Was ist „Cash Pooling“?
Cash Pooling ist ein Instrument des konzernweiten Liquiditätsmanagements, bei dem überschüssige Mittel der Tochtergesellschaften zentral konzentriert werden.
Welche Ziele verfolgt die finanzwirtschaftliche Konzernführung?
Zentrale Ziele sind die Existenzsicherung, Rentabilität, Liquiditätssicherung, finanzielle Sicherheit und die Unabhängigkeit von externen Kapitalgebern.
Wie ist die Finanzwirtschaft im Konzern organisiert?
Die Organisation variiert je nach Zentralisierungsgrad; oft werden Finanzierungsaufgaben in einer zentralen Treasury-Abteilung gebündelt.
Was passiert mit dem Cash Pooling in Krisenzeiten?
Die Arbeit beleuchtet die Herausforderungen und Risiken des Cash Poolings, wenn Liquidität knapp wird oder rechtliche Hürden in einer Krise auftreten.
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- Jens Merkle (Author), 2010, Internes Finanzmanagement im Konzern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168425