Diese Arbeit erläutert die Gründe für das anfängliche Scheitern der Einführung des Mehrwertsteuersystems in den Entwicklungsländern. Anhand bestimmter Charakteristika dieser Länder hat ein einfaches "Kopieren und Anwenden" des nach dem Vorbild der hochentwickleten europäsichen Ländern vom IMF propagierten Programms zu massiven Problemen geführt - bis hin zu Erodierung der Steuerbasis in manchen Ländern. Mit dieser Arbeit wird aufgezeigt, welche Probleme das genau sind, welche Lösungsansätze es gibt und schliesslich wird die Mehrwertsteuer mit alternativen Steuerarten für die Entwicklungsländer verglichen. Dabei wird die Rolle des IMF kritisch verfolgt.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- Einleitung
- Charakteristika der Entwicklungsländer
- Probleme der Entwicklungsländer
- Lösungsansätze
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Diese Seminararbeit untersucht die Einführung der Mehrwertsteuer in Entwicklungsländern und die Rolle des IWF bei diesem Prozess. Sie analysiert die Herausforderungen, die mit der Umsetzung dieses Steuersystems in Entwicklungsländern verbunden sind, sowie die Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Gesellschaft.
- Die Auswirkungen der Mehrwertsteuer auf die Wirtschaft und die Gesellschaft in Entwicklungsländern
- Die Rolle des IWF bei der Einführung und Gestaltung der Mehrwertsteuer in Entwicklungsländern
- Die Herausforderungen, die mit der Implementierung der Mehrwertsteuer in Entwicklungsländern verbunden sind
- Alternativen zur Mehrwertsteuer in Entwicklungsländern
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
- Einleitung: Die Einleitung bietet einen Überblick über die Entwicklung der Mehrwertsteuer und deren Einführung in der Europäischen Union. Außerdem wird die Rolle des IWF bei der Einführung der Mehrwertsteuer in Entwicklungsländern beleuchtet.
- Charakteristika der Entwicklungsländer: Dieser Abschnitt beschreibt die wichtigsten Merkmale von Entwicklungsländern, die sich von Industrieländern unterscheiden. Hierbei werden makroökonomische Determinanten wie das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, extreme Ungleichheit in der Einkommens- und Vermögensverteilung sowie eine niedrige Spar- und Investitionstätigkeit, betrachtet.
Schlüsselwörter (Keywords)
Die wichtigsten Schlüsselwörter der Seminararbeit sind: Mehrwertsteuer, Entwicklungsländer, Internationaler Währungsfonds (IWF), Steuerreform, Steuereinnahmen, Wirtschaftswachstum, Ungleichheit, informeller Sektor, Steuervermeidung, Steuerbetrug.
Häufig gestellte Fragen
Warum scheiterte die Einführung der Mehrwertsteuer in vielen Entwicklungsländern?
Oft wurde ein europäisches Modell kopiert, ohne die spezifischen Merkmale wie den großen informellen Sektor oder geringe Verwaltungskapazitäten zu berücksichtigen.
Welche Rolle spielt der IWF bei der Einführung der Mehrwertsteuer?
Der IWF propagiert die Mehrwertsteuer oft als Bedingung für Reformprogramme, was in der Arbeit kritisch beleuchtet wird.
Was sind typische ökonomische Probleme von Entwicklungsländern bei Steuern?
Dazu gehören eine niedrige Steuerbasis, extreme Einkommensungleichheit, Steuervermeidung und ein hoher Anteil an informeller Wirtschaft.
Gibt es Alternativen zur Mehrwertsteuer in diesen Ländern?
Die Arbeit vergleicht die Mehrwertsteuer mit anderen Steuerarten, die möglicherweise besser zu den Strukturen von Entwicklungsländern passen.
Wie wirkt sich die Mehrwertsteuer auf die Ungleichheit aus?
Da sie eine Verbrauchssteuer ist, kann sie einkommensschwache Schichten überproportional belasten, wenn keine entsprechenden Ausgleichsmechanismen bestehen.
- Quote paper
- Matthias Engelberth (Author), 2011, Die Mehrwertsteuer in Entwicklungsländern und die Verwicklung des IWF, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168118