Am 16.02.2007 besichtigte die Exkursionsgruppe unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Herbert Scholz die Explorations-Gasbohrstelle „Kempten I“ bei Bodelsberg im Allgäu. In Gesteinsschichten in Teufen ab ca. 3700m vermuten hier Geologen nutzbare Vorkommen von Kohlenwasserstoffgasen. In einem austro-französischen Gemeinschaftsprojekt der OMV und der Gaz-de-France wird nun durch diese erste Bohrung untersucht ob Gas vorhanden ist, in erster Linie aber natürlich ob diese nachhaltig zur Ausbeute geeignet sind.
Im Folgenden gehen ich auf die nötigen Untersuchungsmethoden und Arbeitsschritte sowohl vor als auch während der Bohrung ein, sowie auf technische Einzelheiten des Bohrturmes selbst.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- 1. Voruntersuchungen des Bohrgebiets
- 2. Erdgasbildung im Raum Bodelsberg
- 3. Bohrverfahren der Bohranlage Kempten I
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Das Exkursionsprotokoll „Tiefbohrung Kempten I“ beschreibt die Besichtigung einer Explorations-Gasbohrstelle bei Bodelsberg im Allgäu. Der Bericht erläutert die Voruntersuchungen, die Erdgasbildung im Raum Bodelsberg und das Bohrverfahren der Bohranlage Kempten I.
- Voruntersuchungen des Bohrgebiets mittels seismischer Wellen
- Erdgasbildung durch organische Materialien bei Sauerstoffmangel
- Das Rotary-Tiefbohrverfahren und die Funktionsweise der Bohranlage
- Sicherheitsvorkehrungen während der Bohrung
- Herausforderungen und Problemstellungen beim Bohrvorgang
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
Das erste Kapitel befasst sich mit den Voruntersuchungen des Bohrgebiets. Es erklärt die Bedeutung seismischer Wellen zur Identifizierung von möglichen Erdgaslagerstätten und beschreibt die Unterschiede zwischen 2D- und 3D-Seismik. Das zweite Kapitel beleuchtet die Entstehung von Erdgas im Raum Bodelsberg. Es erklärt die Umwandlung von organischen Materialien in Erdgas unter bestimmten Bedingungen und die Rolle von porösen Gesteinen und undurchlässigen Tonsteinschichten als Speicherkörper und Fallen. Das dritte Kapitel detailliert das Bohrverfahren der Bohranlage Kempten I, das Rotary-Tiefbohrverfahren. Es erklärt die Funktionsweise des Bohrgestänges, die Spülwassertechnik und die verschiedenen Messungen und Sicherheitsvorkehrungen während der Bohrung.
Schlüsselwörter (Keywords)
Die zentralen Themen des Textes sind Erdgasgewinnung, Explorationsbohrung, Rotary-Tiefbohrverfahren, seismische Messungen, Erdgasbildung, Lagerstätten, Molasse, Bohranlage, Sicherheitsvorkehrungen.
Häufig gestellte Fragen
Wo befindet sich die Bohrstelle „Kempten I“?
Die Explorations-Gasbohrstelle befindet sich bei Bodelsberg im Allgäu.
In welcher Tiefe wird das Erdgas vermutet?
Geologen vermuten nutzbare Vorkommen von Kohlenwasserstoffgasen in Gesteinsschichten ab einer Tiefe von ca. 3700 Metern.
Welches Bohrverfahren wird bei Kempten I angewendet?
Es wird das sogenannte Rotary-Tiefbohrverfahren eingesetzt.
Wie wird das Bohrgebiet vorab untersucht?
Die Voruntersuchungen erfolgen mittels seismischer Wellen (2D- und 3D-Seismik), um mögliche Lagerstätten zu identifizieren.
Wer führt das Bohrprojekt durch?
Es handelt sich um ein austro-französisches Gemeinschaftsprojekt der Unternehmen OMV und Gaz-de-France.
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- Matthias Jüttner (Author), 2007, Erdgasexploration Bohrung Kempten I, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167738