Die Tätigkeit des Bildungswissenschaftlers im Bereich der Sozialarbeit besteht darin, bedürftige Menschen anzuleiten, wie sie gemeinschaftlich ihr Leben und Zusammenleben sukzessiv besser bewältigen können (vgl. URL: http://www.-dbsh.¬de¬/¬html¬/¬hauptteil¬_¬was¬ist¬so¬zial¬ar¬beit.html). Das Erlernen dieser Tätigkeit bedeutet für die heutige Wissensgesellschaft komplexe Lernprozesse. Daher stellt sich die Frage, ob sich die Komplexität des Lernprozesses von komple-xen, kognitive Fertigkeiten, mit Hilfe eines Modells vereinfachen lässt (vgl. Bastiaens, Deimann, Schrader, Orth, 2006, S. 89).
Van Merriënboer, Jelsma, & Paas entwickelten am Ende der 80er Jahre das Vier-Komponenten-Instruktionsdesign-Modell für E-learning, kurz 4C/ID Mo-dell, womit ganze Lehrpläne gestaltet und komplexe, kognitive Fertigkeiten vereinfacht vermittelt werden können. Dieses Modell ist Gegenstand der Haus-arbeit.
In Kapitel 2 beginnt der praktische Teil mit einer Anwendung. Darin soll mit Hilfe des 4C/ID Modells für einen angehenden Bildungswissenschaftler im Bereich der Sozialarbeit das Erlernen der für ihn in diesem Tätigkeitsfeld benö-tigten Kompetenzen dargestellt werden. In Kapitel 3 wird auf den theoretischen Teil eingegangen, woran sich Kapitel 4 mit einer Zusammenfassung und einem Fazit anschließt.
Der Text ist aus Gründen besserer Lesbarkeit in männlicher Form geschrieben, was aber keine Wertung darstellt. In der praktischen Anwendung soll nun zu-nächst eine Hierarchie erstellt werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Praktische Anwendung
- Hierarchie
- Sequenzierung der Aufgabenklassen
- Unterschied zwischen Aufgabenklassen und Lernaufgaben
- Unterstützende Information und Just-in-time-Information
- Theoretische Grundlagen
- Lerntheoretische Überlegungen und situiertes Lernen
- Anwendung didaktischer Szenarien auf 4C/ID Modell
- Geeignete Medien zur Unterstützung des Blueprints
- Zusammenfassung und Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit analysiert die Anwendung des 4C/ID Modells für das Lernen komplexer kognitiver Fähigkeiten in der Sozialarbeit. Das Ziel ist es, die Eignung dieses Modells zur Gestaltung von Lernszenarien im Bereich der Sozialarbeit zu beleuchten und aufzuzeigen, wie es dazu beitragen kann, bedürftige Menschen in ihrem gesellschaftlichen Zusammenleben zu unterstützen.
- Anwendung des 4C/ID Modells in der Praxis
- Analyse der Hierarchie von Aufgabenklassen und Lernaufgaben
- Lerntheoretische Grundlagen und situiertes Lernen
- Integration von Medien in den Lernprozess
- Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Fazit
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 2 beschäftigt sich mit der praktischen Anwendung des 4C/ID Modells. Anhand eines authentischen Beispiels aus dem Bereich der Sozialarbeit wird die Erstellung einer Hierarchie von Aufgabenklassen und Lernaufgaben demonstriert, um die Komplexität des Lernprozesses zu verdeutlichen. Es werden verschiedene Arten von Fertigkeiten – wie wiederkehrende und nicht-wiederkehrende Fertigkeiten – sowie die zeitliche Sequenzierung von Aufgabenklassen und Lernaufgaben erläutert.
Kapitel 3 befasst sich mit den theoretischen Grundlagen des 4C/ID Modells. Hier werden lerntheoretische Überlegungen und das Konzept des situierten Lernens vorgestellt. Weiterhin wird die Anwendung didaktischer Szenarien auf das 4C/ID Modell analysiert, um die Eignung des Modells für die Gestaltung von Lernprozessen in der Sozialarbeit zu beleuchten.
Schlüsselwörter
Die Hausarbeit fokussiert auf die Anwendung des 4C/ID Modells in der Sozialarbeit. Die zentralen Schlüsselwörter sind daher: 4C/ID Modell, komplexes Lernen, Sozialarbeit, Kompetenzentwicklung, Hierarchie, Aufgabenklassen, Lernaufgaben, situiertes Lernen, Didaktische Szenarien, Medienintegration.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das 4C/ID Modell?
Das Vier-Komponenten-Instruktionsdesign-Modell dient zur Vermittlung komplexer kognitiver Fertigkeiten und zur Gestaltung ganzer Lehrpläne, insbesondere im E-Learning.
Wie wird das 4C/ID Modell in der Sozialarbeit angewendet?
Es hilft Bildungswissenschaftlern, komplexe Lernprozesse für bedürftige Menschen zu strukturieren, damit diese ihr Leben besser bewältigen können.
Was ist der Unterschied zwischen Aufgabenklassen und Lernaufgaben?
Aufgabenklassen fassen ähnliche Probleme zusammen, während Lernaufgaben konkrete Übungen innerhalb dieser Klassen darstellen, die in ihrer Komplexität zunehmen.
Was bedeutet „situiertes Lernen“?
Situiertes Lernen geht davon aus, dass Lernen am effektivsten in authentischen Kontexten stattfindet, die der späteren Anwendungssituation ähneln.
Welche Rolle spielen Medien im 4C/ID Modell?
Medien werden zur Unterstützung des „Blueprints“ eingesetzt, um Informationen Just-in-time bereitzustellen und den Lernprozess visuell oder interaktiv zu begleiten.
Was sind wiederkehrende und nicht-wiederkehrende Fertigkeiten?
Wiederkehrende Fertigkeiten sind Routineabläufe, während nicht-wiederkehrende Fertigkeiten Problemlösungen in immer neuen Situationen erfordern.
- Quote paper
- Stefanie Pfeiffer (Author), 2008, Bildungswissenschaftler im Bereich der Sozialarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167703