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Albrecht Dürer: "Selbstbildnis um 1500"

Titel: Albrecht Dürer: "Selbstbildnis um 1500"

Seminararbeit , 2006 , 15 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Jacqueline Koller (Autor:in)

Kunst - Malerei
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Lauf der Kunstgeschichte haben sich Künstler immer wieder selbst als Bildmotiv verwendet. Manche haben sich einfach in ihre Bilder mit eingebaut", zum Beispiel Raffael in "Die Schule von Athen" (Raffael hat sich hier rechts im Fresko dargestellt) oder auch Velázquez in seinen "Las Meninas". Andere Künstler dagegen haben autonome Bildnisse von sich selbst gezeichnet oder gemalt und oft auch ganze Selbstporträt-Reihen, besonders bekannt ist das bei Vincent van Gogh.
Und auch Dürer hat etliche Werke im Verlauf seines künstlerischen Schaffens gefertigt, auf denen nur er zu sehen ist. Dabei sind vor allem drei Gemälde hervorzuheben, nämlich die Selbstbildnisse von 1493, 1498 und 1500. Dürer hat auch mehrere Zeichnungen und Studien von sich selbst, unter anderem bereits 1492, hergestellt und sich später manchmal in größeren Werken durch ein Selbstporträt verewigt.
Aber nur diese drei Werke, s. o., sind gemalt und als autonome, selbstständige, für sich allein stehende Bildnisse zu bezeichnen. Vor allem das Bildnis von 1500 hat für den Betrachter eine ganz besondere Wirkung und ist deshalb Gegenstand dieser Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Selbstporträts in der Kunst und Hinweis auf Dürers Selbstbildnisse

Albrecht Dürer, Selbstbildnis um 1500

1. Fakten zum Bildträger

2. Biographisches zu Albrecht Dürer

3. Bildbeschreibung

4. Geometrische Konstruktion

5. Christusähnlichkeit und ihre Quellen

6. Lateinische Inschrift und Hand

7. Geschichte des Bildes

Auswirkung Dürers „Selbstbildnis um 1500“ auf die Kunst

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Albrecht Dürers berühmtes „Selbstbildnis um 1500“ unter Berücksichtigung seiner kunsthistorischen Bedeutung, der geometrischen Konstruktion und der intendierten Christusähnlichkeit. Ziel ist es, das Werk als Manifest des künstlerischen Selbstverständnisses zur Zeit der Renaissance zu entschlüsseln.

  • Materielle Beschaffenheit und technischer Aufbau des Gemäldes
  • Biographischer Kontext und die Rolle des Künstlers in der Gesellschaft
  • Geometrische Analyse der Bildkomposition und Proportionen
  • Symbolik der Christusähnlichkeit im Kontext humanistischer Ideen
  • Wirkungsgeschichte des Bildes in der Kunst und im Massenkonsum

Auszug aus dem Buch

3. Bildbeschreibung

Nun aber folgt eine genaue Bildbeschreibung: Dürer hat sich hier frontalansichtig bis etwas unterhalb der Brust vor schwarzem Hintergrund dargestellt. Die Augen Dürers blicken direkt den Betrachter an und sein Gesicht wird von schulterlangem, gelocktem Haar, das in der Mitte gescheitelt ist, „umrahmt“. Oberhalb der Stirn sind die Haare kurz geschnitten und eine dieser kurzen Haarsträhnen fällt in die Stirnmitte. Außerdem trägt Dürer einen Bart, wobei die Enden des Schnurrbarts extra gezwirbelt wurden. Der Künstler ist in eine braune Schaube, das heißt in einen braunen Überrock, gekleidet, der mit Pelz besetzt ist. Mit der rechten Hand greift Dürer in diesen Pelzbesatz. Die linke Hand ist nicht zu sehen und scheint fast bewusst „versteckt“ worden zu sein. In dem Bereich, wo sich eben jene Hand befinden sollte, erkennt man bei genauerer Betrachtung eine andere Art von Stoff als die der Schaube.

Dieser andere, gemusterte Stoff verdeckt die linke Hand und auch der linke Arm liegt fast verdeckt im Dunkeln, ist kaum erkennbar. Die Ärmel der Schaube sind unterhalb der Schultern geschlitzt und jener Schlitz ist mit hellem, weißem Stoff ausgefüllt. Jeweils oberhalb und unterhalb jedes Schlitzes ist ein schmales, schwarzes Stoffband eingenäht. Unter seinem Überrock trägt Dürer offenbar ein weißes Hemd, von dem aber nur ein winziger Teil des Halsausschnittes angedeutet ist. In den Augen spiegelt sich ein Fensterkreuz. Rechts und links auf Augenhöhe stehen die bereits erwähnten Inschriften.

Zusammenfassung der Kapitel

Selbstporträts in der Kunst und Hinweis auf Dürers Selbstbildnisse: Dieses einleitende Kapitel skizziert die Tradition des Selbstporträts und hebt Dürers drei zentrale Gemälde hervor, wobei der Fokus auf das Werk von 1500 gelegt wird.

Albrecht Dürer, Selbstbildnis um 1500: Einleitende Sektion, die den Übergang zu den detaillierten Analysen markiert.

1. Fakten zum Bildträger: Beschreibung der materiellen Beschaffenheit, der Abmessungen und des Erhaltungszustands des Lindenholzbretts sowie der Grundierung.

2. Biographisches zu Albrecht Dürer: Zusammenfassung der Lebensdaten Dürers und seines Strebens, den sozialen Status des Künstlers durch geistige Arbeit zu erhöhen.

3. Bildbeschreibung: Detaillierte ikonographische Analyse der frontalen Darstellung, der Kleidung und der Haltung des Künstlers im Bild.

4. Geometrische Konstruktion: Untersuchung der mathematischen Proportionen und der Einbettung in geometrische Grundformen wie Dreieck und Kreis.

5. Christusähnlichkeit und ihre Quellen: Analyse der theologischen und humanistischen Hintergründe, die Dürers Bild als gottähnliches Schöpferbild interpretieren.

6. Lateinische Inschrift und Hand: Deutung der Inschrift im Kontext des Mannesalters und die symbolische Bedeutung der Hand als Werkzeug des schöpferischen Künstlers.

7. Geschichte des Bildes: Darstellung der Provenienz von der Entstehung bis zur Aufnahme in die Sammlung der Alten Pinakothek in München.

Auswirkung Dürers „Selbstbildnis um 1500“ auf die Kunst: Reflexion über die Rezeptionsgeschichte des Werkes, von direkten Kopien durch andere Künstler bis hin zur Verwendung in der Alltagskultur.

Schlüsselwörter

Albrecht Dürer, Selbstbildnis um 1500, Renaissance, Christusähnlichkeit, Kunstgeschichte, Geometrische Konstruktion, Humanismus, Gottesebenbildlichkeit, Ikonographie, Alte Pinakothek, Bildträger, Künstlerbild, Signatur, Bildkomposition, Provenienz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das berühmte Selbstbildnis von Albrecht Dürer aus dem Jahr 1500 als ein zentrales Werk der Kunstgeschichte, das den Status des Künstlers neu definiert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Neben der materiellen Analyse stehen die geometrische Bildkonstruktion, die religiöse Symbolik der Christusähnlichkeit und der humanistische Kontext im Mittelpunkt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die tieferen Bedeutungsschichten des Bildes aufzudecken, insbesondere wie Dürer sich selbst als schöpferisches Wesen in der Tradition göttlicher Vollkommenheit inszeniert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine deskriptive und analysierende kunsthistorische Methode angewandt, die durch historische Quellen (wie die Epistola Lentuli) und geometrische Vergleichsanalysen gestützt wird.

Was umfasst der Hauptteil des Textes?

Der Hauptteil gliedert sich in die technische Beschreibung, die Biographie Dürers, die ikonographische Bildbeschreibung, die geometrische Untersuchung sowie die theologische Interpretation der Christusähnlichkeit.

Welche Schlüsselbegriffe sind für die Arbeit charakteristisch?

Die wichtigsten Begriffe sind Dürer, Christusähnlichkeit, Renaissance, geometrische Konstruktion, Gottesebenbildlichkeit und das Selbstbildnis als Manifest.

Welche Bedeutung kommt der geometrischen Konstruktion zu?

Die Geometrie verleiht dem Bild laut der Untersuchung eine Ordnung, die als Ausdruck göttlicher Vollkommenheit und menschlicher Vernunft interpretiert wird.

Wie deutet die Arbeit die Rolle der Hand im Bild?

Die Hand wird als „divina manus“ oder Arbeitshand verstanden, welche die schöpferische Kraft und das künstlerische Wirken Dürers symbolisiert.

Welche Rolle spielen die Inschriften im Bild?

Die Inschriften dienen der Selbstverortung des Künstlers in seinem Lebensalter und unterstreichen programmatisch sein Selbstverständnis als Ebenbild Gottes und kreativer Schöpfer.

Warum wird das Bild als „ausgenutzt“ bezeichnet?

Aufgrund der massiven Verbreitung des Motivs auf Alltagsgegenständen und in der Werbung wird es im Fazit kritisch als Objekt des Massenkonsums reflektiert.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Albrecht Dürer: "Selbstbildnis um 1500"
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Note
2,0
Autor
Jacqueline Koller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
15
Katalognummer
V167521
ISBN (eBook)
9783640841578
ISBN (Buch)
9783640839490
Sprache
Deutsch
Schlagworte
albrecht dürer selbstbildnis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jacqueline Koller (Autor:in), 2006, Albrecht Dürer: "Selbstbildnis um 1500", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167521
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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