Man kommt nicht umhin zu verstehen, was Rousseau mit „Natur“ meint, wenn man einen Zugang zu seiner Erziehungstheorie bekommen will. Denkt man sich in seinen Naturbegriff ein, so schließt sich im Hinblick auf den pädagogischen Kontext des "Emile" die Frage an: Was bedeutet dieses Naturverständnis für den Menschen? Was ist seine Natur und wie erzieht man ihn natürlich?
Die vorliegende Arbeit soll durch die Betrachtung dreier Begriffe Rousseaus, unter Bezugnahme auf Sekundärliteratur, der Versuch einer Antwort auf diese Frage sein.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Kurzbiographie Rousseaus
- Historische und systematische Rahmung
- Überblick über den Text
- Die Natur bei Rousseau
- Sein Naturbegriff
- Der natürliche Mensch - Rousseaus Anthropologie
- Die natürliche Erziehung
- Kritische Gedanken
- Rousseaus Anthropologie – die eines Mannes
- Rousseaus negative Erziehung - eine manipulative Erziehung
- Die pädagogische Relevanz Rousseaus
- Resümee
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit den Aspekten der Anthropologie und des Erziehungsideals von Jean-Jacques Rousseau im Kontext seines Werkes "Emile oder über die Erziehung". Ziel ist es, Rousseaus Gedankenwelt anhand seiner Naturphilosophie und seiner Anthropologie zu beleuchten und im Lichte seiner Erziehungstheorie zu analysieren.
- Rousseaus Naturbegriff und seine Relevanz für seine Anthropologie
- Der natürliche Mensch in Rousseaus Philosophie und seine Abgrenzung vom gesellschaftlich geprägten Menschen
- Das Erziehungsideal Rousseaus und seine Konzeption einer natürlichen Erziehung
- Kritik an Rousseaus Anthropologie und seiner Erziehungstheorie
- Die pädagogische Relevanz von Rousseaus Werk für die heutige Zeit
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer kurzen Biographie Rousseaus und einer Einordnung seines Wirkens in den historischen und systematischen Kontext. Anschließend wird der Naturbegriff Rousseaus erläutert und seine Anthropologie, die von der Vorstellung des natürlichen Menschen ausgeht, dargestellt. Die Arbeit beleuchtet dann Rousseaus Konzept der natürlichen Erziehung und analysiert kritisch seine Anthropologie und seine pädagogischen Ideen. Schließlich wird die pädagogische Relevanz von Rousseaus Werk für die heutige Zeit betrachtet.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den zentralen Themen der Anthropologie, des Erziehungsideals und der Naturphilosophie Jean-Jacques Rousseaus. Im Fokus stehen die Konzepte des natürlichen Menschen, der natürlichen Erziehung und die Kritik an Rousseaus Anthropologie und seinem Erziehungsideal.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht Rousseau unter „natürlicher Erziehung“?
Natürliche Erziehung bedeutet, das Kind gemäß seiner Natur und ohne künstliche gesellschaftliche Zwänge aufwachsen zu lassen, wobei der Erzieher eher schützend als belehrend wirkt.
Wie definiert Rousseau den „natürlichen Menschen“?
Der natürliche Mensch ist das Wesen vor der Verformung durch die Zivilisation; er ist autark, gutmütig und orientiert sich an seinen Instinkten und der Vernunft der Natur.
Was ist die „negative Erziehung“ bei Rousseau?
Es handelt sich um einen Ansatz, bei dem man das Kind vor schädlichen Einflüssen bewahrt, statt ihm aktiv Tugenden einzutrichtern. Kritiker sehen darin oft eine manipulative Form der Erziehung.
Welche pädagogische Relevanz hat Rousseau heute?
Rousseaus Werk „Emile“ gilt als Grundstein der modernen Pädagogik, da er das Kind als eigenständiges Wesen mit spezifischen Entwicklungsphasen ins Zentrum rückte.
Welche Kritik wird an Rousseaus Anthropologie geübt?
Ein häufiger Kritikpunkt ist, dass seine Anthropologie stark männlich zentriert ist und die Rolle der Frau in seinem Erziehungsideal oft untergeordnet bleibt.
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- Hanna Kunze (Author), 2010, Aspekte der Anthropologie und des Erziehungsideals Rousseaus im Kontext seines Werkes „Emile oder über die Erziehung“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167489