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Die Arten der Mehrdeutigkeit

Am Beispiel des Französischen

Titel: Die Arten der Mehrdeutigkeit

Hausarbeit , 2009 , 15 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: B.A. Christina Münzner (Autor:in)

Französische Philologie - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den verschiedenen Arten der Mehrdeutigkeit. Zuerst soll kurz veranschaulicht werden, welche Zweige der Semantik sich mit der Mehrdeutigkeit beschäftigen. Weiterhin sollen die drei Grundtypen der Mehrdeutigkeit, Polysemie, Homonymie und Vagheit, definiert und voneinander abgrenzt werden. Außerdem soll besonderes Augenmerk auf die Verbindungen zwischen polysemen Wörtern gelegt werden. Darauf aufbauend sollen anschließend weitere Arten der Mehrdeutigkeit untersucht werden. Zum Schluss sollen die Betrachtungen zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verschiedene Betrachtungsweisen der Mehrdeutigkeit

3. Polysemie, Homonymie und Vagheit

3.1 Polysemie

3.2 Homonymie

3.3 Vagheit

4. Weitere Arten der Mehrdeutigkeit

4.1 Sekundäre Homonymie und Polysemie

4.2 Regelbasierte Mehrdeutigkeit und Diskurstraditionen

5. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die verschiedenen Formen der lexikalischen Mehrdeutigkeit in der französischen Sprache. Dabei liegt das primäre Ziel darin, die theoretischen Abgrenzungen zwischen den Grundtypen der Mehrdeutigkeit – Polysemie, Homonymie und Vagheit – zu analysieren, wissenschaftlich zu definieren und anhand von Beispielen aus der lexikalischen Semantik voneinander zu differenzieren.

  • Differenzierung zwischen Polysemie, Homonymie und Vagheit
  • Diachrone und synchrone Betrachtungsweisen von Bedeutungswandel
  • Analyse von Diskurs- und Regelsystemen in der Sprache
  • Untersuchung von sekundären Mehrdeutigkeitsformen
  • Anwendung kognitiver Prinzipien in der lexikalischen Semantik

Auszug aus dem Buch

3. Polysemie, Homonymie und Vagheit

3.1 Polysemie

Der diachronen Herangehensweise Michel Bréals nach, ist Polysemie die „synchronische Konsequenz von Bedeutungswandel“ (Blank 2001: 104-106) in der Sprachentwicklung, fortan bestehen die alte und neue Bedeutung einer Lexie nebeneinander. Blank wertet diese Definition als zu eng gefasst und verwendet Kriterien, die eine synchronische Definition ohne etymologisches Hintergrundwissen ermöglichen. Hierzu leitet er aus diachronen Prozessen die entsprechenden synchronischen Relationen ab, als da wären (cf. 2001: 105-106):

1. Metaphorische Polysemie. Übertragung eines an sich fremden, im entscheidenden Punkt ähnlichen Begriffes auf einen anderen, wie zum Beispiel: le dos – der Rücken, Prinzip der Rückseite von etwas, übertragen auf Bergrücken.

2. Kohyponymische Polysemie. Mindestens zwei Lexien gehören einer gemeinsame Unterklasse eines Oberbegriffes an (hier: Nagetiere) und werden mit nur einem Begriff verallgemeinert, zum Beispiel: rat bedeutet Ratte und Maus.

3. Taxonomische Polysemie. Diese schließt verschiedene Arten des Bedeutungswandels ein, die synchron nicht mehr voneinander abgegrenzt werden können.

Generalisierung: Wandel vom speziellen zum generellen Begriff, zum Beispiel piegeon, was im Mittelfranzösischen noch zum Verzehr gezüchtete Tauben bedeutete und heute Tauben aller Art meint.

Spezialisierung: Wandel vom generellen zum speziellen Begriff, zum Beispiel blé, was sich von der Bedeutung Getreide zu Weizen gewandelt hat.

Absorption ins Determinatum: Die komplexe Lexie gabelle de sel, besteht aus dem Determinatum gabelle, welches vom Determinans (de) sel näher bestimmt wird. Durch die häufige Nutzung der Lexie wird diese gekürzt zu gabelle, was fortan sowohl Salzsteuer als auch nur Steuer heißt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Allgegenwärtigkeit von Mehrdeutigkeit in der Kommunikation ein und formuliert das Ziel, die Kategorien der lexikalischen Mehrdeutigkeit zu systematisieren.

2. Verschiedene Betrachtungsweisen der Mehrdeutigkeit: Dieses Kapitel diskutiert die linguistischen Kontroversen bezüglich der Existenz mehrerer Bedeutungen und beleuchtet Ansätze der kognitiven Linguistik.

3. Polysemie, Homonymie und Vagheit: Hier werden die drei Kernbegriffe definiert und anhand von Subkapiteln detailliert in ihren jeweiligen Merkmalen voneinander abgegrenzt.

4. Weitere Arten der Mehrdeutigkeit: Dieses Kapitel vertieft das Thema durch die Betrachtung von sekundären Formen sowie dem Einfluss von Diskurstraditionen auf die Interpretation.

5. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Schwierigkeiten der Abgrenzung zusammen und betont den explorativen Charakter der Arbeit im Feld der Semantik.

Schlüsselwörter

Mehrdeutigkeit, Polysemie, Homonymie, Vagheit, Semantik, Französisch, Bedeutungswandel, Diskurstradition, Metaphorik, Metonymie, Lexik, Sprachgebrauch, Sprachwissenschaft, Lexikologie, Referentenklasse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung und systematischen Differenzierung der verschiedenen Formen der Mehrdeutigkeit von Wörtern, insbesondere innerhalb der französischen Sprache.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder sind die lexikalische Semantik, der Bedeutungswandel, die Unterscheidung von Polysemie und Homonymie sowie der Einfluss von Diskursen auf die Bedeutungsinterpretation.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie die Begriffe Polysemie, Homonymie und Vagheit theoretisch präzise voneinander abgegrenzt werden können und welche diachronen bzw. synchronen Prozesse diesen zugrunde liegen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird primär verwendet?

Es wird eine linguistische Analyse-Methode gewählt, die auf der lexikalischen Semantik basiert und die Theorien von Sprachwissenschaftlern wie Andreas Blank, Michel Bréal und anderen integriert.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil behandelt die theoretische Definition der drei Grundtypen der Mehrdeutigkeit, die Analyse von sekundären Formen und die Rolle von sogenannten Diskurstraditionen bei der Entstehung und Auflösung von Mehrdeutigkeiten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Neben dem Kernbegriff der Mehrdeutigkeit sind insbesondere die Konzepte der Polysemie, der Homonymie und der Vagheit sowie der semantische Bedeutungswandel für die Arbeit essenziell.

Wie unterscheidet der Autor zwischen Polysemie und Homonymie bei Wörtern wie "louer"?

Der Autor führt "louer" als Beispiel für Homonymie an, da hier semantische Verbindungen zwischen den Bedeutungen "vermieten/mieten" und "loben" synchron nicht mehr ohne Weiteres herstellbar sind.

Welche Rolle spielen Diskurstraditionen bei der Vermeidung von Mehrdeutigkeiten?

Diskurstraditionen fungieren als Regelsysteme, die es Sprechern ermöglichen, in spezifischen Kontexten (z.B. im Restaurant) eine eindeutige Bedeutung aus einer potenziellen Mehrdeutigkeit herauszufiltern.

Warum ist die Abgrenzung von Vagheit gegenüber der Polysemie relevant?

Vagheit wird als Kontextvarianz beschrieben, bei der sich verschiedene Aspekte desselben Referenten betonen lassen, während bei der Polysemie unterschiedliche Konzepte oder Bedeutungen für ein Wort vorliegen.

Was versteht man unter dem Phänomen der "sekundären Homonymie"?

Hierunter fallen Begriffe, deren ursprünglich polyseme Bedeutung im Laufe der Sprachgeschichte so stark divergierte, dass sie aus synchroner Sicht nun als Homonyme eingestuft werden.

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Details

Titel
Die Arten der Mehrdeutigkeit
Untertitel
Am Beispiel des Französischen
Hochschule
Universität Leipzig
Veranstaltung
Seminar Systemlinguistik
Note
2,0
Autor
B.A. Christina Münzner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
15
Katalognummer
V167343
ISBN (eBook)
9783640838165
ISBN (Buch)
9783640838615
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mehrdeutigkeit Systemlinguistik Französisch Polysemie Homonymie Vagheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Christina Münzner (Autor:in), 2009, Die Arten der Mehrdeutigkeit , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167343
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Leseprobe aus  15  Seiten
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