Neue Techniken der Mensch-Maschine-Interaktion werden seit Anbeginn von Rechnersystemen von Forschung und Wirtschaft untersucht. Seit dem vergangenen Jahrzehnt sind im Verbraucher- und Industrie-Umfeld verstärkt Trends zu berührungsempfindlichen Mensch-Maschine-Schnittstellen zu verzeichnen. Die damit generierte Nachfrage auf diesem Gebiet fordert neue innovative Lösungen und stellt somit einen zu deckenden Bedarf in Forschung und Wirtschaft dar. Am Beispiel der Multi-Touch gestützten Geschäftsprozessmodellierung werden, aufbauend auf einer Markt- und Szenarioanalyse, Vor- und Nachteile der an Popularität gewinnenden Multi-Touch-Hardware und Multi-Touch-Software untersucht und ein Konzept für eine Multi-Touch- / Multi-User-Geschäftsprozessmodellierungsoberfläche erarbeitet. Das erarbeitete Konzept erfüllt zudem die Anforderungen der Multimodalität, da das Multi-Touch-Konzept durch Spracherkennung erweitert wurde.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 1.1 Motivation
- 1.2 Zielsetzung der Arbeit
- 1.3 Aufbau der Arbeit
- 2 Stand der Technik
- 2.1 Mensch-Maschine-Schnittstelle
- 2.1.1 Multimodale Interaktion
- 2.1.2 Multi-User-Fähigkeit
- 2.1.3 Multi-Touch-Fähigkeit
- 2.2 Software
- 2.2.1 Grundlagen
- 2.2.2 Betriebssysteme
- 2.3 Hardware
- 2.3.1 Resistive Technik
- 2.3.2 Akustische Technik
- 2.3.3 Kapazitive Technik
- 2.3.4 Optische Technik
- 2.4 Zusammenfassung
- 3 Analyse
- 3.1 Konzepte & Projekte
- 3.1.1 Betriebsystemeentwicklung im Bereich Multi-Touch
- 3.1.2 10/GUI
- 3.1.3 touchlib
- 3.1.4 WPF 4 Windows® Presentation Foundation
- 3.1.5 180 A multitouch application for consultant situations
- 3.1.6 Instant Reality
- 3.1.7 reacTIVision
- 3.1.8 TUIO
- 3.1.9 MT4j Multi-Touch for Java¹
- 3.1.10 Zusammenfassung
- 3.2 Erarbeitung der Systemanforderungen
- 3.2.1 Anforderungen an das multimodale System
- 3.2.2 Prozessmodellierungsanforderungen
- 3.2.3 Erarbeitung möglicher Umsetzungsszenarien
- 3.2.4 Zusammenfassung
- 3.3 Hardware
- 3.3.1 SWOT-Analyse der resistiven Technik
- 3.3.2 SWOT-Analyse der akustischen Technik
- 3.3.3 SWOT-Analyse der kapazitiven Technik
- 3.3.4 SWOT-Analyse der optischen Techniken
- 3.3.5 Zusammenfassung
- 3.4 Adaption existierender Software
- 3.4.1 Marktrecherche bestehender Softwarelösungen
- 3.4.2 Abgleich mit dem Anforderungskatalog
- 3.4.3 Zusammenfassung
- 3.5 Eigenentwicklung
- 3.5.1 Nutzen bestehender Konzepte
- 3.5.2 Vollständige Neukonzeption
- 3.5.3 Zusammenfassung
- 3.6 Zusammenfassung
- 4 Konzeption
- 4.1 Interaktionen
- 4.1.1 Migration der Mausinteraktionen
- 4.1.2 Formen der multimodalen Texteingabe
- 4.1.3 Alternative Interaktionsmöglichkeiten
- 4.1.4 Zusammenfassung
- 4.2 Bedienungs- / Nutzungskonzeptentwicklung
- 4.2.1 Rollen und Verantwortlichkeiten
- 4.2.2 Grafische Konzeption
- 4.2.3 Zusammenfassung
- 4.3 Referenzmodell
- 4.3.1 Stationäres multimodales System
- 4.3.2 Mobiles multimodales System
- 4.4 Zusammenfassung
- 5 Zusammenfassung
- 5.1 Fazit
- 5.2 Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines multimodalen Systems zur Geschäftsprozessmodellierung. Das System soll sowohl stationär als auch mobil einsetzbar sein und die Interaktion mit dem Nutzer durch Multi-Touch-Gesten und Spracherkennung vereinfachen.
- Analyse der Vorteile und Herausforderungen von Multi-Touch-Technologien im Kontext der Geschäftsprozessmodellierung
- Erarbeitung eines Konzepts für eine Multi-Touch- / Multi-User-Oberfläche zur Geschäftsprozessmodellierung
- Integration von Spracherkennung in das Multi-Touch-Konzept zur Steigerung der Benutzerfreundlichkeit
- Entwicklung von Nutzungsszenarien für stationäre und mobile Anwendung des multimodalen Systems
- Bewertung der Eignung verschiedener Hardware- und Softwarelösungen für die Umsetzung des Konzepts
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung stellt die Motivation für die Arbeit dar, erläutert die Zielsetzung und den Aufbau der Arbeit.
- Kapitel 2: Stand der Technik bietet eine umfassende Übersicht über Mensch-Maschine-Schnittstellen, Multimodale Interaktion, Multi-User-Fähigkeit, Multi-Touch-Fähigkeit, Software-Grundlagen, Betriebssysteme sowie verschiedene Hardware-Technologien, wie resistive, akustische, kapazitive und optische Techniken.
- Kapitel 3: Analyse befasst sich mit bestehenden Konzepten und Projekten im Bereich Multi-Touch, erarbeitet Systemanforderungen, untersucht verschiedene Hardware-Technologien mithilfe von SWOT-Analysen und bewertet existierende Softwarelösungen im Hinblick auf ihre Eignung für das Projekt.
- Kapitel 4: Konzeption entwickelt Interaktionsmöglichkeiten für das Multi-Touch-System, erarbeitet ein Bedienungs- / Nutzungskonzept, präsentiert ein Referenzmodell für das stationäre und mobile System und fasst die Ergebnisse zusammen.
Schlüsselwörter
Multi-Touch, Multi-Touch-Table, Human-Computer-Interface, Mensch-Maschine-Schnittstelle, Mensch-Maschine-Interaktion, Graphical-User-Interface, User-Interface, Geschäftsprozessmodellierung, Buisness-Process-Management, Mobile Device, Sprachsteuerung, multimodales System, multimodale Interaktion.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein multimodales System?
Ein System, das mehrere Interaktionsformen gleichzeitig ermöglicht, wie zum Beispiel die Kombination aus Multi-Touch-Gesten und Spracherkennung.
Wie wird Multi-Touch in der Geschäftsprozessmodellierung eingesetzt?
Es ermöglicht eine intuitive Steuerung und Modellierung von Prozessen auf Oberflächen, die auch von mehreren Benutzern gleichzeitig bedient werden können (Multi-User).
Welche Hardware-Techniken werden für Multi-Touch untersucht?
Die Arbeit analysiert resistive, akustische, kapazitive und optische Techniken hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile.
Bietet das System auch mobile Einsatzmöglichkeiten?
Ja, das Konzept umfasst Referenzmodelle sowohl für stationäre Systeme (z.B. Multi-Touch-Tische) als auch für mobile Endgeräte.
Was ist das Ziel der Spracherkennung in diesem Kontext?
Die Spracherkennung dient als Erweiterung, um die Texteingabe und Befehlssteuerung zu vereinfachen und die Multimodalität des Systems zu erfüllen.
- Quote paper
- Stefan Möstel (Author), 2010, Multimodale Systeme im mobilen und stationären Einsatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167176