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Familienstellen nach Bert Hellinger

Title: Familienstellen nach Bert Hellinger

Research Paper (undergraduate) , 2008 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anja Ostermann (Author)

Social Work
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Kaum ein therapeutischer Ansatz ist in den letzten Jahren so kontrovers diskutiert worden und hat die Gemüter in den Fachkreisen wie unter Laien ähnlich polarisiert wie das „Familienstellen“ nach Bert Hellinger.
Kaum eine Interventionsmethode erlangte in kürzester Zeit eine vergleichbar große Popularität und wurde so vehement kritisiert.
Ein Grund für die heftige Kritik scheint in Hellinger´s Anspruch auf einen phänomenologischen Ansatz, der dem Familien-Stellen zugrunde liegt, zu finden sein. Dies bedeutet auf Basis der Wahrnehmungen von Seminarteilnehmern zu arbeiten und auf Wirkungen zu vertrauen, die nicht allein vom Verstand wahrnehmbar sind.
Häufig wird das Familienstellen aber auch dem Systemischen Ansatz zugeordnet, Hellinger selbst nimmt diesen Ansatz aber nicht für sich in Anspruch. Er versteht sich als Praxisphilosoph oder Lebenslehrer, seine Arbeit als angewandte Lebenshilfe. Dennoch stellt u.a. die abgewandelte Methode der Familienskulptur nach Virginia Satir - wie sie auch in der Systemischen Therapie bekannt und gebräuchlich ist – eine Grundlage seines Ansatzes dar.

Aus diesen Gründen möchte ich im Folgenden versuchen, den Ansatz Bert Hellingers neutral zu beleuchten. Dieses Ziel zu erreichen gestaltete sich allerdings komplexer als erwartet, da sich die vorhandene Fachliteratur radikal ablehnend oder strikt befürwortend mit Hellinger´s Ansatz beschäftigt und somit kaum Neutralität gegeben ist.
Aus diesem Grund werde ich zunächst das theoretische Fundament des Ansatzes in groben Zügen darstellen um anschließend auf häufig diskutierte Grundannahmnen und Vorgehensweisen einzugehen, indem die kritschen Stellungnahmen durch die der Befürworter Hellinger´s ergänzt werden. Auf diese Weise soll eine objektive Meinungsbildung ermöglicht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Biographie

2. Zur Entwicklung des Ansatzes von Bert Hellinger

3. Ablauf einer Familienaufstellung

4. Grundannahmen

4.1 Die Bindung und die Ordnung

4.2 Ausgleich von Geben und Nehmen

4.3 Das Gewissen

4.4 Sexueller Missbrauch

4.5 Das Verhältnis zwischen Mann und Frau

5. Zur Kritik an Hellinger´s Sichtweise und Aufstellungsarbeit

5.1 Therapeutische Settings

5.1.1 Kritiker

5.1.2 Befürworter

5.2 Absolutheitsanspruch und fehlende Anamnesen

5.2.1 Kritiker

5.2.2 Befürworter

5.3 Allumfassender Anspruch auf Lösungsansätze

5.3.1 Kritiker

5.3.2 Befürworter

5.4 Patriarchalische Sichtweise

5.4.1 Kritiker

5.4.2 Befürworter

5.5 Rechtfertigung sexuellen Missbrauchs

5.5.1 Kritiker

5.5.2 Befürworter

5.6 Stellvertreterreaktionen

5.6.1 Kritiker

5.6.2 Befürworter

6. Eigene Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, den kontrovers diskutierten therapeutischen Ansatz des "Familienstellens" nach Bert Hellinger neutral zu beleuchten, wobei ein besonderer Fokus auf der wissenschaftlichen Kritik und den Standpunkten der Befürworter liegt.

  • Biografischer Hintergrund von Bert Hellinger
  • Methodik und Grundannahmen der Familienaufstellung
  • Kritische Analyse der therapeutischen Settings
  • Umgang mit komplexen Themen wie sexuellem Missbrauch
  • Diskussion über das Familienbild und Geschlechterrollen

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Bindung und die Ordnung

Bert Hellingers Ansatz geht davon aus, dass sozialen Systemen eine Ordnung zugrunde liegt, die eine bestimmte Wirkung auf die Systemmitglieder ausübt. Sie gilt als “Ursprungsordnung“.

Zentrales Prinzip ist der Zeitpunkt des Eintritts in das System. So haben Eltern Vorrang vor den Kindern, Erstgeborene vor den Zweitgeborenen usw. Diese Ordnung sei vorgegeben und nicht verhandelbar. Sofern sie respektiert wird, gelingen Beziehungen. Wird sie geleugnet oder ignoriert, komme es zu Störungen. Dieses Prinzip liege allen sozialen Systemen zugrunde und erweise sich auch in Organisationen als wirksam. Dort komme es dann z.B. zu Konflikten, wenn die später hinzu gekommenen Mitarbeiter den länger im System Arbeitenden ihren „verdienten“ Respekt verweigern.

Treten Störungen auf, so finde sich ein Systemmitglied (häufig ein Kind) oft an einem Platz, der ihm nicht gemäß sei. Dies führe zu einem unangemessenen Machtzuwachs. Diese Anhäufung von Macht und Einfluss sei der zentrale Motor von Verstrickungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Biographie: Kurzabriss des Lebenslaufs von Bert Hellinger mit Fokus auf seinen akademischen Werdegang und die Entwicklung seines Interesses an der Familientherapie.

2. Zur Entwicklung des Ansatzes von Bert Hellinger: Erläuterung der theoretischen Einflüsse auf Hellingers Arbeit, insbesondere die Bedeutung von persönlichen Skripts und der Primärtherapie.

3. Ablauf einer Familienaufstellung: Beschreibung der praktischen Durchführung von Aufstellungen und der Rolle der Stellvertreter im Prozess.

4. Grundannahmen: Detaillierte Darstellung der zentralen Konzepte wie Bindung, Ordnung, das Gewissen und das Verständnis von systemischen Verstrickungen.

5. Zur Kritik an Hellinger´s Sichtweise und Aufstellungsarbeit: Synopse der fachlichen und ethischen Kontroversen, unterteilt in kritische Gegenpositionen und verteidigende Argumente der Anhängerschaft.

6. Eigene Stellungnahme: Zusammenfassende kritische Einschätzung der methodischen Risiken und der gesellschaftlichen Auswirkungen von Hellingers Ansatz.

Schlüsselwörter

Familienaufstellung, Bert Hellinger, Systemische Therapie, Verstrickungen, Ordnung, Bindung, Stellvertreter, Erkenntnisweg, Kritik, Missbrauch, Gruppendynamik, Gewissen, therapeutisches Setting, Machtverhältnisse, Familienbild

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit untersucht den umstrittenen Ansatz des Familienstellens nach Bert Hellinger und stellt die konträren Positionen von Kritikern und Befürwortern gegenüber.

Welche zentralen Themen werden in der Arbeit behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören das theoretische Fundament der Familienaufstellung, die methodische Durchführung und die kritische Auseinandersetzung mit ethischen Fragestellungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin oder der Autor mit dieser Analyse?

Das Ziel ist eine neutrale Beleuchtung eines in Fachkreisen stark polarisierenden Themas, um Klarheit über die Wirksamkeit und die Risiken der Methode zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich primär um eine Literaturanalyse, die verschiedene Quellen und Stellungnahmen zusammenführt und kritisch bewertet.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit vertieft?

Der Hauptteil analysiert die Grundannahmen Hellingers, die Kritik an den therapeutischen Settings und spezielle Problemfelder wie den Umgang mit sexuellem Missbrauch.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation am besten?

Kernbegriffe sind Familienaufstellung, systemische Verstrickungen, therapeutische Ethik, methodische Kritik und der Erkenntnisweg nach Hellinger.

Warum steht Hellingers Ansatz laut Autorin bzw. Autor besonders unter Kritik?

Die Kritik entzündet sich insbesondere an der mangelnden therapeutischen Ausbildung des Gründers sowie an der oft autoritären und als unethisch empfundenen Vorgehensweise bei sensiblen Themen.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Stellvertreter in den Aufstellungen?

Die Arbeit hinterfragt das Phänomen der Stellvertreterreaktionen und diskutiert, ob diese tatsächlich auf einem "wissenden Feld" basieren oder durch bekannte psychologische Mechanismen erklärt werden können.

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Details

Title
Familienstellen nach Bert Hellinger
College
University of Applied Sciences Regensburg
Course
Familienpsychologie
Grade
1,0
Author
Anja Ostermann (Author)
Publication Year
2008
Pages
21
Catalog Number
V166757
ISBN (eBook)
9783640830176
ISBN (Book)
9783640829866
Language
German
Tags
Familienstellen Familienskulptur Hellinger Familienaufstellung Systemische Familientherapie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Ostermann (Author), 2008, Familienstellen nach Bert Hellinger, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166757
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