Was tun, wenn Sie einen Titel haben und der Schuldner trotzdem nicht tut, was er soll?
In dem vorliegenden Band geben wir aus Praxissicht einen Überblick für all diejenigen Vollstreckungssituationen, die in einer Immobilienverwaltung regelmäßig auftreten: Räumungen, Geldforderungen, Zwangsversteigerungen, Zwangsverwaltungen und immaterielle Dinge wie bspw. Duldung von Modernisierungen, Unterlassen von Immissionen u.ä. Ziel ist, dem hierfür zuständigen Sachbearbeiter in der Verwaltung eine Orientierung sowie Anregungen zu geben, was in welcher Form zu tun oder möglich ist. Zugleich erläutern wir einige rechtliche Hintergründe.
Der Band ist die natürliche Fortsetzung unseres Skripts "Mahnen und Beitreiben" und wird seinerseits ergänzt durch das weitere Skript "Mieterinsolvenz".
Inhaltsverzeichnis
- I. Einführung
- II. allgemeine Voraussetzungen der Zwangsvollstreckung
- III. die Räumungsvollstreckung
- 1. allgemein
- 2. die Arten der Räumungsvollstreckung
- 3. Verwertung des Mobiliars bei der Berliner Räumung
- 4. Verkauf, Hinterlegung und Vernichtung
- 5. Kosten der Zwangsräumung
- 6. Räumungsfrist
- 7. Vollstreckungsschutz
- 8. Vorbereitende und vorbeugende Maßnahmen hinsichtlich Räumungsvollstreckungen
- IV. Vollstreckung „vertretbarer“ Handlungen
- 1. allgemein
- 2. Kostenvorschuss
- 3. Rechtsbehelfe
- 4. Streitwert und Gebühren
- V. Vollstreckung „nicht vertretbarer“ Handlungen
- VI. Vollstreckung von Duldungen und Unterlassungen
- VII. Zwangsversteigerung
- 1. allgemein
- 2. Verfahren bis zum Versteigerungstermin
- 3. Der Versteigerungstermin
- 4. Das Verteilungsverfahren
- VIII. Zwangsverwaltung
- IX. die Vollstreckung wegen Geldforderungen
- 1. allgemein
- 2. Kontenzugriffe
- 3. Vollstreckung in andere Forderungen
- 4. Sachpfändungen
- 5. Die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung (eV)
- 6. „indirekte“ Vollstreckungsvarianten
- X. abschließende Anmerkungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieses Skript soll Sachbearbeitern von Immobilienverwaltungen einen Überblick über die Abläufe von Zwangsvollstreckungen im Miet- und Wohnungseigentumsrecht geben. Es beleuchtet die Voraussetzungen, möglichen Verzögerungen und Möglichkeiten, die Sachbearbeiter unterstützen und fördern können.
- Zwangsvollstreckungsmaßnahmen im Miet- und Wohnungseigentumsrecht
- Verschiedene Arten der Zwangsvollstreckung
- Voraussetzungen und Verzögerungen im Vollstreckungsprozess
- Unterstützungsmöglichkeiten für Sachbearbeiter
- Zwangsvollstreckung als Mittel zur Lösung von Eigentumsstreitigkeiten
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einführung stellt die vielfältigen Anwendungsbereiche von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen im Miet- und Wohnungseigentumsrecht vor. Das Kapitel II beleuchtet die allgemeinen Voraussetzungen für Zwangsvollstreckungen. Kapitel III befasst sich mit der Räumungsvollstreckung, inklusive der verschiedenen Arten, der Verwertung des Mobiliars, den Kosten, der Räumungsfrist, dem Vollstreckungsschutz sowie vorbereitenden und vorbeugenden Maßnahmen.
Kapitel IV widmet sich der Vollstreckung „vertretbarer“ Handlungen mit einem Fokus auf Kostenvorschuss, Rechtsbehelfe, Streitwert und Gebühren. Die Vollstreckung „nicht vertretbarer“ Handlungen wird im Kapitel V behandelt. Kapitel VI behandelt die Vollstreckung von Duldungen und Unterlassungen. Kapitel VII befasst sich mit der Zwangsversteigerung, inklusive des Verfahrens bis zum Versteigerungstermin, dem Versteigerungstermin selbst sowie dem Verteilungsverfahren.
Kapitel VIII beleuchtet die Zwangsverwaltung. Kapitel IX widmet sich der Vollstreckung wegen Geldforderungen, inklusive Kontenzugriffen, Vollstreckung in andere Forderungen, Sachpfändungen, der Abgabe der eidesstattlichen Versicherung (eV) sowie „indirekter“ Vollstreckungsvarianten.
Schlüsselwörter
Zwangsvollstreckung, Mietrecht, Wohnungseigentumsrecht, Räumungsvollstreckung, Vollstreckung „vertretbarer“ Handlungen, Vollstreckung „nicht vertretbarer“ Handlungen, Zwangsversteigerung, Zwangsverwaltung, Geldforderungen, Kontenzugriffe, Sachpfändungen, eidesstattliche Versicherung (eV), Immobilienverwaltungen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel des Skripts zur Zwangsvollstreckung?
Es soll Immobilienverwaltern eine Orientierung geben, wie sie Titel bei Räumungen, Geldforderungen oder Modernisierungsduldungen effektiv vollstrecken können.
Was versteht man unter einer „Berliner Räumung“?
Dies ist eine kostengünstige Räumungsart, bei der der Vermieter nur den Mieter aus dem Besitz setzt, das Mobiliar aber in der Wohnung belässt und sein Vermieterpfandrecht geltend macht.
Welche Maßnahmen können bei Geldforderungen ergriffen werden?
Möglichkeiten sind Kontenpfändungen, Sachpfändungen durch den Gerichtsvollzieher oder die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung durch den Schuldner.
Wie funktioniert die Vollstreckung zur Duldung von Modernisierungen?
Hierbei handelt es sich um die Vollstreckung vertretbarer Handlungen, bei denen der Verwalter einen Titel benötigt, um die Durchführung der Arbeiten rechtlich zu erzwingen.
Was ist der Unterschied zwischen Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung?
Die Zwangsversteigerung zielt auf den Verkauf der Immobilie zur Schuldentilgung ab, während die Zwangsverwaltung die laufenden Erträge (Mieten) zur Befriedigung der Gläubiger nutzt.
- Quote paper
- Tobias Scheidacker (Author), Dr. Sascha Lambert (Author), 2011, Zwangsvollstreckung im Miet- und WEG-Recht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166080