Bettelorden und ihre Frömmigkeitsformen waren eine neue Art, sich ab dem Hochmittelalter mit christlicher Religion zu beschäftigen. Besonders in urbanen Kontexten sammelten sich die Mendikanten an. Diese Arbeit verfolgt ihre Ansiedlung, ihren Umgang mit anderen städtischen Gruppen wie dem Adel oder dem alteingesessnen Klerus am Beispiele Nimwegens, das in diesem Bereich noch wenig erforscht ist.
Inhaltsverzeichnis
- I. Einleitung
- II. Forschungsstand
- III. Einleitende Bemerkungen zu Bettelordenskonventen und der mittelalterlichen Stadt
- IV. Bettelordenskonvente und die städtischen Gruppen
- 1. Bürger
- 2. Adlige
- 3. Bischof
- 4. Kleriker
- 5. Die alten Orden
- V. Bettelordenskonvente in Nimwegen
- 1. Männerklöster
- A) Dominikaner
- B) Franziskaner
- C) Observanten
- D) Gibbenkloster
- 2. Frauenklöster
- A) Vitte Vrouwen / Dominikanessen
- B) Enigheid
- 1. Männerklöster
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Niederlassung von Bettelorden in mittelalterlichen Städten. Sie untersucht, wie die Orden trotz ihrer Regel, keinen Besitz zu haben, zu Gebäuden und Grundstücken kamen und welche Rolle die verschiedenen städtischen Gruppierungen dabei spielten. Darüber hinaus soll die Beziehung zwischen Bettelorden und Stadt im Allgemeinen beleuchtet werden.
- Die Frage nach der Niederlassung von Bettelorden in Städten, trotz ihrer Regel, keinen Besitz zu haben.
- Die Rolle der Bürger, des Adels, des Bischofs, des Klerus und der alten Orden in Bezug auf die Niederlassung der Bettelorden.
- Die Bedeutung der Bettelorden für die Stadt und umgekehrt.
- Die Gründung und Entwicklung von Bettelordenskonventen in Nimwegen im Spätmittelalter.
- Die Beziehung zwischen Bettelorden und städtischen Gruppierungen in Nimwegen.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Bettelorden in der städtischen Umwelt ein und stellt die Leitfragen der Arbeit vor. Kapitel II beleuchtet den Forschungsstand zum Thema Bettelorden und Stadt. Kapitel III bietet einleitende Überlegungen zu Bettelordenskonventen und der mittelalterlichen Stadt. Kapitel IV untersucht die Beziehungen zwischen Bettelordenskonventen und den verschiedenen städtischen Gruppierungen im Mittelalter. Kapitel V fokussiert auf die Bettelordenskonvente in Nimwegen, insbesondere auf ihre Gründung und Entwicklung.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt Themen wie Bettelorden, Stadtgeschichte, Mittelalter, städtisches Leben, Besitz, Niederlassung, Beziehungen zu städtischen Gruppen, Stiftungen, Nimwegen, Spätmittelalter.
Häufig gestellte Fragen
Warum siedelten sich Bettelorden bevorzugt in Städten an?
Bettelorden (Mendikanten) suchten die Nähe zur Bevölkerung in urbanen Zentren, um ihre neuen Frömmigkeitsformen zu verbreiten und durch Almosen zu existieren.
Wie kamen Bettelorden zu Besitz, obwohl ihre Regeln dies untersagten?
Die Arbeit untersucht das Paradoxon, wie diese Orden trotz des Armutsgebots durch Stiftungen und Schenkungen zu Gebäuden und Grundstücken gelangten.
Welche Bettelordenskonvente gab es im mittelalterlichen Nimwegen?
In Nimwegen gab es unter anderem Männerklöster der Dominikaner und Franziskaner sowie Frauenklöster wie die Dominikanerinnen (Vitte Vrouwen).
Welche Rolle spielten die Bürger bei der Ansiedlung der Orden?
Die Bürger waren oft wichtige Förderer und Stifter, da die Bettelorden neue religiöse Impulse und soziale Dienste in der Stadt anboten.
Wie war das Verhältnis zwischen Bettelorden und dem alteingesessenen Klerus?
Die Arbeit beleuchtet die oft spannungsreichen Beziehungen zwischen den neuen Mendikanten und dem etablierten Klerus sowie den älteren Orden.
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- Moritz Tonk (Author), 2009, Bettelordenskonvente in der Stadt Nimwegen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165748