Die Subjektivität in ihrer ursprünglichen Bedeutung war Voraussetzung für die Entstehung von modernen theoretischen Wissenschaften und im weitesten Sinne für die Entstehung der Menschenrechte. Das neuere Verständnis der Subjektivität im Sinne von die subjektive Meinung betreffend, zeigt nur die Folgen der entscheidenen Umwendung im abendländischen Denken, welche den Beginn der Neuzeit beschreibt.
Inhaltsverzeichnis
- Die Aufklärung.
- Subjektivierung..
- Ethisierung der Metaphysik...
- Die Normativität der Ratio.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Essay analysiert die philosophischen Grundlagen der Aufklärung und ihre Auswirkungen auf die moderne Gesellschaft. Er beleuchtet die Umwälzung des Denkens, die sich durch die Ablösung der christlichen Metaphysik durch eine Subjekt-zentrierte Philosophie vollzog.
- Die Subjektivierung des Menschen in der Aufklärung
- Die Ethisierung der Metaphysik und die Rolle der Vernunft in der Moral
- Die Normativität der Ratio und die Entstehung des Individualismus
- Der Einfluss der Aufklärung auf die moderne Wissenschaft und die Rechtswissenschaften
- Die Beziehung zwischen Subjektivierung und wirtschaftlichem Wachstum
Zusammenfassung der Kapitel
1. Subjektivierung
Dieses Kapitel beschreibt den Wandel des Denkens in der Aufklärung, der als „Kopernikanische Wende“ bezeichnet wird. Es erläutert die Bedeutung von Descartes’ „Ego cogito“ und Leibniz’ Betonung des menschlichen Denkens als Grundlage der Existenz. Die Abkehr von einer „Welt der Gegenstände“ zu einer „Welt der Gegenwürfe“ und die Rolle des Subjekts als Maßstab für die Existenz von Objekten werden erörtert.
2. Ethisierung der Metaphysik
Dieses Kapitel beleuchtet die Hinwendung zum Subjekt in Kants Philosophie und die Auswirkungen auf die Metaphysik. Es diskutiert die Problematik der Beantwortung ethischer Fragen ohne Bezug auf göttliche Gebote und Kants Verteidigung der Religion als Quelle für Moralität.
3. Die Normativität der Ratio
Dieses Kapitel erörtert die Bedeutung der Vernunft als angeborenes Vermögen des Menschen und die Entstehung der Normativität in der Aufklärung. Es analysiert die Rolle des Selbsterhaltungstriebes als Grundlage für die Rationalität des Gemeinwohls und die Ablösung des Zeitalters der Pflichten durch das Zeitalter der Rechte.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter dieses Essays umfassen: Aufklärung, Subjektivierung, Ethisierung der Metaphysik, Normativität der Ratio, Individualismus, Vernunft, Moral, Gottesbild, Wissenschaft, Rechtswissenschaften, wirtschaftliches Wachstum.
Häufig gestellte Fragen
Wie hängen Subjektivität und Aufklärung zusammen?
In der Aufklärung wurde das menschliche Subjekt ("Ego cogito") zum Maßstab der Existenz und Wahrheit, was die Ablösung der christlichen Metaphysik einleitete.
Was bedeutet die "Normativität der Ratio"?
Es beschreibt die Vernunft als angeborenes Vermögen, das verbindliche Regeln (Normen) für das Handeln und das Gemeinwohl vorgibt, unabhängig von religiösen Geboten.
Welchen Beitrag leistete Immanuel Kant zu diesem Thema?
Kant vollzog die "Kopernikanische Wende" im Denken, indem er untersuchte, wie das Subjekt die Welt erkennt und wie Moral aus der reinen Vernunft begründet werden kann.
Was ist die "Ethisierung der Metaphysik"?
Es ist der Prozess, in dem ethische Fragen ins Zentrum der Philosophie rücken, da durch die Subjektivierung die alte Ordnung wegfällt und Moral neu begründet werden muss.
Wie beeinflusste die Aufklärung die Menschenrechte?
Die Aufwertung des Subjekts führte zur Ablösung des Zeitalters der Pflichten durch das Zeitalter der Rechte, in dem der einzelne Mensch universelle Ansprüche besitzt.
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- Anonym (Author), 2010, Zusammenhang zwischen Subjektivität und Normativität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165207