„Ist das überhaupt noch nötig? Über Lesben, Schwule, Transsexuelle und Menschrechte zu sprechen? Wenn man Trends in der Mode oder den öffentlichen Bekenntnissen von Homosexuellen Stars in den Medien glauben darf, geht’s denen doch klasse! Trendset-ter, Paradiesvögel, neue Erotikvarianten gegen Langeweile – das ist aber wohl nur die eine Seite der Medaille.“ (VAN DIJK, S. 7, 2001)
Mit diesen Worten eröffnet Lutz van Dijk sein im Programm Elefanten Press erschienenes Buch Homosexuelle. Zwischen Todesstrafe und Emanzipation. Und noch auf derselben einleitenden Seite 7 kommt er zu dem Schluss, „dass die andere Seite der Medaille noch immer vorherrscht.“ (VAN DIJK, S. 7, 2001). Selbst gewählter Auftrag dieser vorliegenden Arbeit soll es ebenfalls sein, den Zusammenhang zwischen sexueller Minderheit und den seit 1948 existierenden und von den UNO-Mitgliedsstaaten ratifizierten Menschenrechten zu diskutieren. Dabei sollen sowohl die Situation im deutschen Inland als auch die im europäischen und weltweiten Ausland Berücksichtigung fin-den: „Laut Amnesty International gibt es neben vielen Ländern, die Homosexualität zum Teil mit langjährigen bis lebenslänglichen Gefängnisstrafen ahnden, neun Staaten, die sogar die Todesstrafe verhängen.“ (VAN DIJK, S. 7/8, 2001) Bei diesen letzteren Staaten handelt es sich namentlich um den Irak, den Iran, Jemen, Mauretanien, Saudi-Arabien, Sudan, Tschetschenien und Pakistan (hier erst seit 1990!).
Inhaltsverzeichnis
- ,,Ist das überhaupt noch nötig?“ Eine Einleitung
- Begriffe
- Begriff der Homosexualität Teil 1
- Begriff der Sodomie
- Begriff der Homosexualität Teil 2
- Die Besonderheit der weiblichen Homosexualität
- Begriffe weiterer Erscheinungsformen
- Zur Strafbarkeit der Homosexualität
- Wie steht der deutsche Gesetzgeber zur Homosexualität? Eine historische Darstellung ab 1711. Der Paragraph 175 StGB
- Der § Paragraph 175 StGB seit der Ratifizierung der Menschenrechte (ab 1948)
- Menschenrechte, Verfassungen und Homosexualität
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Verhältnis von Menschenrechten zu sexuellen Minderheiten und untersucht, wie die Rechte von Homosexuellen, Lesben, Transsexuellen und anderen sexuellen Minderheiten im Kontext der seit 1948 existierenden Menschenrechte gewahrt werden. Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der rechtlichen und gesellschaftlichen Diskriminierung von Homosexualität, beleuchtet die aktuelle Situation in Deutschland sowie im europäischen und weltweiten Ausland und diskutiert die Bedeutung von Menschenrechten für die Gleichstellung und Akzeptanz sexueller Minderheiten.
- Historische Entwicklung der Strafbarkeit von Homosexualität
- Verhältnis von Menschenrechten und sexueller Orientierung
- Diskriminierung und Stigmatisierung von Homosexuellen, Lesben und Transsexuellen
- Rechtliche und gesellschaftliche Entwicklungen im Hinblick auf die Gleichstellung sexueller Minderheiten
- Internationale Perspektiven und Beispiele für Best Practices
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel der Hausarbeit befasst sich mit der Einleitung und stellt die Relevanz des Themas in den Kontext aktueller gesellschaftlicher Debatten. Im zweiten Kapitel werden verschiedene Begriffe und ihre Bedeutung im Zusammenhang mit Homosexualität, Lesbischsein, Transsexualität und anderen sexuellen Orientierungen erläutert.
Das dritte Kapitel widmet sich der historischen Entwicklung der Strafbarkeit von Homosexualität in Deutschland. Dabei wird der Paragraph 175 StGB im Fokus stehen, der die gleichgeschlechtliche Liebe unter Strafe stellte. Die Entwicklung des Paragraphen 175 und seine Bedeutung für die Diskriminierung von Homosexuellen werden beleuchtet.
Das vierte Kapitel befasst sich mit der Frage, wie Menschenrechte, Verfassungen und Homosexualität miteinander in Beziehung stehen. Hierbei werden die internationalen Menschenrechtskonventionen und ihre Relevanz für die Gleichstellung und Akzeptanz sexueller Minderheiten im Fokus stehen.
Schlüsselwörter
Menschenrechte, Homosexualität, Lesbischsein, Transsexualität, sexuelle Minderheiten, Diskriminierung, Stigmatisierung, Paragraph 175 StGB, Gleichstellung, Akzeptanz, internationales Recht, Menschenrechtskonventionen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das zentrale Thema dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Menschenrechten zu sexuellen Minderheiten wie Homosexuellen, Lesben und Transsexuellen im Kontext der seit 1948 existierenden UN-Menschenrechte.
Welche Rolle spielt der Paragraph 175 StGB in der Untersuchung?
Der Paragraph 175 StGB, der gleichgeschlechtliche Liebe in Deutschland unter Strafe stellte, wird historisch analysiert, um die Entwicklung der rechtlichen Diskriminierung aufzuzeigen.
Wie sieht die weltweite Situation für Homosexuelle laut der Arbeit aus?
In vielen Ländern drohen Gefängnisstrafen für Homosexualität. Zum Zeitpunkt der Quellenlage verhängten neun Staaten sogar die Todesstrafe, darunter der Iran, Saudi-Arabien und der Sudan.
Was wird im Kapitel über Menschenrechte und Verfassungen diskutiert?
Es wird untersucht, wie internationale Menschenrechtskonventionen und nationale Verfassungen zur Gleichstellung und Akzeptanz sexueller Minderheiten beitragen können.
Welche weiteren Begriffe werden in der Arbeit erläutert?
Neben Homosexualität werden Begriffe wie Sodomie, Transsexualität und spezifische Erscheinungsformen weiblicher Homosexualität definiert.
Gibt es Beispiele für Best Practices in der Arbeit?
Ja, die Arbeit beleuchtet internationale Perspektiven und sucht nach Beispielen für Best Practices zur Förderung der Gleichstellung.
- Quote paper
- Michaela Lück (Author), 2004, Das Verhältnis der Menschenrechte zu sexuellen Minderheiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165182