Soziales Verhalten des Auszubildenden:
Herr Schneider ist Neuem gegenüber sehr aufgeschlossen, zeigt großes Interesse, begreift schnell was von ihm erwartet wird und ist in der Lage, dieses gut umzusetzen. Bei innerbetrieblichen Ausbildungserfolgskontrollen erreicht er ebenfalls gute Ergebnisse. Sein Umgang mit anderen Kollegen und Kunden ist angemessen. Er folgt Anweisungen ohne Diskussionen, gibt positive Anstöße und integriert sich schnell in ein neues Arbeitsumfeld. Kritik gegenüber ist er gut aufgeschlossen, wodurch er ein großes Ansehen bei den Kollegen genießt.
Lernziel
Richtlernziel:
Der Auszubildende soll im Notfall selbstständig und eigenverantwortlich einen Feuerlöscher bedienen können.
Groblernziel:
Der Auszubildende soll im Rahmen dieser Ausbildung des Ausbildungsrahmenplans, die vorgeschriebenen Kenntnisse im Sicherheits- und Gesundheitsschutz gemäß § 3 Abs. 1 Nr 3, erwerben und in der Lage sein, mit einem Feuerlöscher einen Brand zu löschen.
Feinlernziele:
Der Auszubildende kann die Sicherung ziehen und somit den ersten Schritt zur Bedienung des Feuerlöschers einleiten.
Der Auszubildende kann den Schlauch fassen und auf den Brandherd richten.
Der Auszubildende kann den roten Druckhebel, Taste oder Knopf kräftig nach unten drücken.
Der Auszubildende kann die Hauptbestandteile des Feuerlöschers benennen.
Inhaltsverzeichnis
1. Ausgangslage
2. Soziales Verhalten des Auszubildenden
3. Lernziel
3.1 Richtlernziel
3.2 Groblernziel
3.3 Feinlernziele
4. Unterweisungsmittel
5. Unterweisungsmethode
5.1 Nach der Vier- Stufen- Methode
6. Vier- Stufen- Methode
6.1 1. Stufe: Einleiten und Vorbereiten des Auszubildenden
6.2 2. Stufe: Vormachen und erklären durch die Ausbilderin
6.3 3. Stufe: Nachmachen und Erklären durch den Auszubildenden
6.4 4. Stufe: Bis zur Fehlerfreiheit und Sicherheit üben lassen und Kontrollieren (Erfolgskontrolle)
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist die strukturierte Planung und methodische Durchführung einer praktischen Unterweisung für Auszubildende im Bereich Schutz und Sicherheit, wobei die Bedienung von Feuerlöschern im Fokus steht.
- Methodische Gestaltung der Vier-Stufen-Methode im betrieblichen Umfeld
- Formulierung von lernzielorientierten Anforderungen (Richt-, Grob- und Feinlernziele)
- Praxisnahe Umsetzung psychomotorischer Unterweisungssequenzen
- Berücksichtigung von Sicherheitsvorgaben bei der Durchführung von Trockenübungen
Auszug aus dem Buch
2. Stufe: Vormachen und erklären durch die Ausbilderin
Jetzt folgt die eigentliche Unterweisung.
Die Ausbilderin erklärt schrittweise und nachvollziehbar die einzelnen Teilschritte durch langsamen Vormachen und Erklären.
Sie begründet ihre Erklärungen (Was, Wie, Womit, Warum), damit Herr Schneider den Sinn und die Notwendigkeit der einzelnen Schritte erkennt.
Hierdurch wird der Lernerfolg erhöht.
Zur Untermauerung wird die visuelle Möglichkeit „der Feuerlöscher“ benutzt. D.h. Vorführung des Ganzen (Inbetriebnahme/ Bedienung des Feuerlöschers).
Durch die Frage, ob Herr Schneider es nun selbst einmal versuchen will, wird er zur 3. Stufe des Vier- Stufen- Modells hingeführt.
Zusammenfassung der Kapitel
Ausgangslage: Definiert die Rahmenbedingungen der Unterweisung, inklusive Auszubildendenprofil, Ort und Sicherheitsvorgaben für die Trockenübung.
Soziales Verhalten des Auszubildenden: Beschreibt die persönliche Eignung und Lernmotivation von Herrn Schneider für die anstehende Unterweisung.
Lernziel: Legt die pädagogische Zielhierarchie fest, unterteilt in Richt-, Grob- und Feinlernziele.
Unterweisungsmittel: Listet die notwendigen Materialien auf, die für eine praxisnahe Wissensvermittlung erforderlich sind.
Unterweisungsmethode: Erläutert den Einsatz der Vier-Stufen-Methode als pädagogisches Instrument.
Vier- Stufen- Methode: Detailliert die konkreten vier Phasen der Unterweisung von der Vorbereitung bis zur Erfolgskontrolle.
Schlüsselwörter
Feuerlöscher, Inbetriebnahme, Unterweisung, Vier-Stufen-Methode, Arbeitssicherheit, Auszubildende, Sicherheitskraft, Brandbekämpfung, Psychomotorik, Lernziele, Trockenübung, Erfolgskontrolle, berufliche Bildung, Arbeitsschutz, Praxisanleitung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterweisungsplanung grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Vorbereitung und methodischen Durchführung einer praktischen Unterweisung für einen Auszubildenden im Bereich Schutz und Sicherheit zur Handhabung von Feuerlöschern.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Zentrale Themen sind die didaktische Planung nach der Vier-Stufen-Methode, die Sicherheitsvorschriften im betrieblichen Umfeld und die Vermittlung technischer Fertigkeiten.
Was ist das primäre Ziel der Unterweisung?
Der Auszubildende soll befähigt werden, im Notfall eigenverantwortlich und korrekt einen Feuerlöscher zu bedienen, um einen Brand effektiv zu löschen.
Welche wissenschaftliche bzw. pädagogische Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die klassische, modifizierte Vier-Stufen-Methode, die sich besonders für die Vermittlung psychomotorischer Lernziele eignet.
Was wird im Hauptteil des Dokuments behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Ausgangslage, die Definition der Lernziele, die Auswahl der Unterweisungsmittel und die detaillierte Beschreibung der einzelnen Stufen des methodischen Ablaufs.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Unterweisung?
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Feuerlöscher-Inbetriebnahme, berufliche Handlungskompetenz, Vier-Stufen-Methode und arbeitssicherheitstechnische Unterweisung beschreiben.
Warum wird die Unterweisung explizit als „Trockenübung“ durchgeführt?
Die Trockenübung dient aus Sicherheitsgründen dazu, unkontrollierte Gefahren wie Brandausbreitung oder die Freisetzung von Gasen zu vermeiden, während der korrekte Bewegungsablauf dennoch geübt wird.
Wie wird mit der 4. Stufe der Methode verfahren?
Aufgrund der Sicherheitsanforderungen findet die 4. Stufe der Methode (die praktische Anwendung unter Realbedingungen) separat nachmittags auf dem Hof der Werksfeuerwehr statt.
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- Eva Baumann (Author), 2011, Feuerlöscher – Inbetriebnahme und Bedienung (Unterweisung Fachkraft für Schutz und Sicherheit), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165148