Als am 30. Januar 1933 Hitler und die Nationalsozialisten die Macht ergriffen, waren expansive Maßnahmen zur Überwindung der Arbeitslosigkeit bereits in Gang gesetzt worden. Unter Papen und Schleicher war die aktive Arbeitsbeschaffung durch den Staat und ihre Vorfinanzierung durch Arbeitsbeschaffungswechsel und Steuergutscheine in die wirtschaftliche Praxis eingeführt worden. Dies waren genau die Maßnahmen, die die Nationalsozialisten später benutzten, um den Konjunkturaufschwung zu erreichen. Die Methoden wurden übernommen und konsequent in ungleich größerem Ausmaß weitergeführt. Auch die im Dritten Reich werbewirksam propagierten Verkehrsinvestitionen, wie etwa der Autobahnbau, lagen 1933 bereits in detaillierter Planung vor.
Von Anfang an war die gesamte Wirtschaft dem Ziel der Vorbereitung auf den Angriffskrieg untergeordnet. Spätestens seit 1937 strebte man ihn kurzfristig an. In der kurzen Zeit, die zur Verfügung stand, konnte dieses Ziel nur bei weitgehender Beschränkung der Konsumenteninteressen und extremer direkter Eingriffe des Staates in die Wirtschaft erreicht werden.
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Inhaltsverzeichnis
- Der Nationalsozialismus
- Kurzporträt Adolf Hitler
- Wirtschaftsentwicklung im Nationalsozialismus
- Deficit spending
- Keynes
- Wirtschaftsprogramme und Fakten im 3.Reich
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik, insbesondere mit dem Konzept des „Deficit Spending“. Ziel ist es, die wichtigsten Aspekte dieser Politik zu beleuchten, ihre Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft zu analysieren und sie im Kontext der keynesianischen Wirtschaftslehre einzuordnen.
- Die wirtschaftliche Situation Deutschlands in der Zeit des Nationalsozialismus
- Das Konzept des „Deficit Spending“ und seine Anwendung im 3. Reich
- Die Rolle von John Maynard Keynes und seiner wirtschaftspolitischen Ideen
- Die konkreten Wirtschaftsprogramme und ihre Umsetzung im nationalsozialistischen Deutschland
- Die Folgen der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik für die deutsche Wirtschaft
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1 bietet eine Einführung in den Nationalsozialismus, seine Entstehung und seine Ideologie. Es werden die zentralen Ziele und die Organisation der NSDAP dargestellt, sowie die Rolle von Adolf Hitler in der Partei.
- Kapitel 2 widmet sich der Biografie von Adolf Hitler und seinem Aufstieg zur Macht. Es werden wichtige Stationen seiner politischen Karriere und die Entwicklung seiner politischen Ideologie beleuchtet.
- Kapitel 3 behandelt die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands während der Zeit des Nationalsozialismus. Es werden die wichtigsten Herausforderungen der deutschen Wirtschaft in den 1930er Jahren und die Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise dargestellt.
- Kapitel 4 erläutert das Konzept des „Deficit Spending“ und zeigt, wie dieses von den Nationalsozialisten angewendet wurde.
- Kapitel 5 beleuchtet die wirtschaftspolitischen Ideen von John Maynard Keynes und seine Bedeutung für die Entwicklung des „Deficit Spending“.
- Kapitel 6 stellt die wichtigsten Wirtschaftsprogramme der nationalsozialistischen Regierung vor und analysiert ihre konkrete Umsetzung in der Praxis.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen Nationalsozialismus, Wirtschaftspolitik, „Deficit Spending“, John Maynard Keynes, Wirtschaftsprogramme, 3. Reich, Wirtschaftsentwicklung, Ideologie, Politik, und Geschichte.
Häufig gestellte Fragen
Was war die Ausgangslage der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik 1933?
Als die Nationalsozialisten 1933 die Macht ergriffen, waren bereits expansive Maßnahmen zur Überwindung der Arbeitslosigkeit durch die Vorgängerregierungen Papen und Schleicher eingeleitet worden. Diese Methoden wurden übernommen und massiv ausgeweitet.
Welche Rolle spielte das Konzept des „Deficit Spending“?
Das „Deficit Spending“ wurde genutzt, um durch staatliche Investitionen und Vorfinanzierung (z.B. durch Arbeitsbeschaffungswechsel) den Konjunkturaufschwung künstlich anzukurbeln, was später zur Vorbereitung auf den Krieg diente.
War der Bau der Autobahnen eine Idee der Nationalsozialisten?
Nein, detaillierte Planungen für Verkehrsinvestitionen wie den Autobahnbau lagen bereits vor 1933 vor. Die Nationalsozialisten nutzten diese jedoch werbewirksam für ihre Propaganda.
Welchem Ziel war die Wirtschaft im 3. Reich untergeordnet?
Von Anfang an war die gesamte Wirtschaft dem Ziel der Vorbereitung auf einen Angriffskrieg untergeordnet, was extreme staatliche Eingriffe und eine Beschränkung der Konsumenteninteressen erforderte.
Welchen Einfluss hatte John Maynard Keynes auf die NS-Wirtschaftspolitik?
Die Arbeit analysiert die Übereinstimmungen zwischen den Maßnahmen der Nationalsozialisten und den wirtschaftspolitischen Ideen von Keynes, insbesondere im Hinblick auf staatliche Investitionsprogramme.
Wie wurden die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen finanziert?
Die Finanzierung erfolgte vorwiegend durch staatliche Vorfinanzierungsinstrumente wie Arbeitsbeschaffungswechsel und Steuergutscheine.
- Quote paper
- MBA Thomas M. Woytt (Author), 2010, Nationalsozialistische Wirtschaftspolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163958