Innerhalb der Arbeit wird das Thema der zeitgemäßen Akteurmodelle im Wandel der aktuellen Veränderungen anhand eines konkreten Beispiels betrachtet. Dabei dient die digitalisierte Welt und der Wandel hin zu virtuellen Aktivitäten exemplarisch als Beschreibungsobjekt.
Am Beispiel der professionellen E-Athleten (sogenannte Cyberathleten, die professionell in kompetativen elektronischen Sportarten gegeneinander antreten) werden exemplarisch die beiden wichtigsten Akteurmodelle daran veranschaulicht behandelt. Die Betrachtung umfasst hierbei den Homo Oeconomicus und den Homo Sociologicus. Innerhalb einer differenzierten Auseinandersetzung mit den jeweiligen Handlungserklärungen werden beide Modelle auf ihre Aussagekraft bezüglich der Handlungsmotivationen von E-Athleten untersucht.
Ein kritischer Diskurs nimmt außerdem eine Betrachtung der Akteurkonstellation (am Beispiel einer wechselseitigen Beobachtung) vor. Diese strukturelle Betrachtung umfasst den Themenkomplex des „Meta-Gamings“, also der strategischen Planung und Vorabbeobachtung von künftigen Konkurrenten in sportlichen Situationen. Analog zu Vorbereitungen von professionellen Sportlern spielt dieser Aspekt bei den E-Athleten eine mindestens genauso wichtige Rolle.
Zusammengefasst zielt die Hausarbeit dabei auf eine detaillierte Beschreibung der wichtigsten Akteurmodelle, ihrer Aussagekraft für virtuelle Welten und der Handlungserklärung von Akteuren in diesen sozialen Umwelten ab. Dabei wird zum einen die zeitgemäße Aussagekraft der Akteurmodelle und zum anderen die schematische Differenzierung der einzelnen Themenfelder und Handlungsmotivationen innerhalb dieser Felder betrachtet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Abstrakt
1.2. Problemstellung
1.3. Aufbau der Hausarbeit
2. Hintergrund
2.1. Akteurmodelle
2.2. E-Athleten und professionelles Spielen
3. Homo Sociologicus
3.1. Grundlagen und Annahmen
3.2. Einfluss auf E-Athleten
3.3. Rollenkonzeptionelle Limitationen
4. Homo Oeconomicus
4.1. Grundlagen und Annahmen
4.2. Einfluss auf E-Athleten
4.3. Rollenkonzeptionelle Limitationen
5. Kritischer Diskurs
5.1. Konstellation wechselseitiger Beobachtungen
5.2. Vergleich der Modellaussagekraft
6. Zusammenfassung
7. Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was sind Akteurmodelle in der Soziologie?
Akteurmodelle sind vereinfachte theoretische Konzepte, die menschliches Handeln erklären. Die zwei bekanntesten Modelle sind der Homo Oeconomicus (rationaler Nutzenmaximierer) und der Homo Sociologicus (rollenerfüllendes Wesen).
Wie wird der Homo Oeconomicus im Kontext von E-Athleten angewendet?
Dieses Modell betrachtet E-Athleten als rationale Akteure, die Entscheidungen treffen, um ihren Erfolg, Preisgelder oder ihre Karriere im kompetitiven Gaming strategisch zu maximieren.
Was erklärt das Modell des Homo Sociologicus bei Cyberathleten?
Dieses Modell fokussiert sich auf die sozialen Rollen und Erwartungen, denen E-Athleten innerhalb ihrer Teams und der Gaming-Community unterliegen, sowie auf die Normen, die ihr Handeln prägen.
Was bedeutet der Begriff „Meta-Gaming“?
Meta-Gaming bezieht sich auf die strategische Planung und die Beobachtung von Konkurrenten außerhalb des eigentlichen Spiels. Es umfasst das Wissen über aktuelle Trends und Strategien, um sich einen Vorteil zu verschaffen.
Sind traditionelle Akteurmodelle noch für virtuelle Welten relevant?
Ja, die Untersuchung zeigt, dass sowohl der Homo Oeconomicus als auch der Homo Sociologicus wichtige Erkenntnisse über die Motivationen und Handlungen von Akteuren in digitalisierten und sozialen Umwelten liefern können.
- Quote paper
- Dr. Tobias Fritsch (Author), 2010, Akteurmodelle im elektronischen Wandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163749