Web 2.0 als Dachbegriff für interaktive und personalisierte Anwendungen zieht verstärkt in die Medienlandschaft ein und verändert die Informationsbeschaffung der Konsumenten grundlegend. Vor allem nordamerikanische Finanzdienstleister beginnen zunehmend, die Marktmacht der Kunden im Internet als Chance zu begreifen und nutzen die „neue Generation“ von Web Anwendungen, um sich zu differenzieren. Die interaktiven Dienste ergänzen dabei die traditionellen Vertriebskanäle und schöpfen Potentiale in zielgruppenorientierter Kundenansprache und –bindung aus.
Im deutschsprachigen Raum hingegen tasten sich die Institute noch sehr zu-rückhaltend an das Thema Web 2.0 heran. Die interaktive Benutzerbeteiligung durch Web 2.0 Dienste und damit verbundene Reputationsrisiken sowie regulatorische Anforderungen lassen sich nur schwer einschätzen und führen zu einer abwartenden und passiven Haltung. Eine echte Zweiwegekommunikation zwischen Kunden und Bank findet so nur äußerst begrenzt statt. Entscheidend für einen erfolgreichen und authentischen Einsatz von Web 2.0 ist aber, dass das Institut eine Benutzerbeteiligung, trotz möglicher Risiken, tatsächlich anstrebt. Dies ist jedoch eine Kultur- oder zumindest eine Strategiefrage.
Um diese firmenkulturelle Herausforderung bestmöglich einschätzen zu kön-nen, empfiehlt es sich für innovationsfreudige Finanzdienstleister, derartige Dienste zunächst innerbetrieblich einzusetzen, um die Zusammenarbeit sowie das Wissens- und Informationsmanagement zu fördern. Die gewonnene Erfahrung lässt sich dann, in einem weiteren Schritt, zur Realisierung von Web 2.0 Diensten an der Schnittstelle zum Kunden nutzen.
Vor diesem Hintergrund beschreibt und bewertet die vorliegende Arbeit anhand von anschaulichen Best Practices sowohl die innerbetrieblichen Einsatzmöglichkeiten von Web 2.0 Anwendungen bei Finanzdienstleistern als auch die Integration derartiger Dienste in die Internetpräsenz der Unternehmen.
Zur Herstellung des notwendigen Praxisbezuges wurde im Rahmen dieser Arbeit in Zusammenarbeit mit der ibi research GmbH eine Expertenbefragung zum Thema „Moderne Internettechnologien im internen und externen Einsatz bei Finanzdienstleistern“ durchgeführt. Die Ergebnisse und Bewertungen sind ein zentraler Bestandteil der Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
- Abstract
- Vorwort
- Danksagung
- Management Summary
- 1 Einleitung
- 1.1 Problemstellung
- 1.2 Zielsetzung
- 1.3 Aufbau der Arbeit
- 2 Web 2.0: Der Wandel im Internet
- 2.1 Definition und Charakteristika
- 2.2 Die Bedeutung von Web 2.0 für die Finanzdienstleistungsbranche
- 3 Der Einsatz von Web 2.0 bei Finanzdienstleistern
- 3.1 Einsatzszenarien von Web 2.0 Diensten bei Finanzdienstleistern
- 3.2 Chancen und Risiken des Web 2.0 Einsatzes
- 3.3 Die Bedeutung von Unternehmenskultur
- 4 Ergebnisse der Expertenbefragung
- 4.1 Das Institut und seine Bedürfnisse
- 4.2 Einsatz von Web 2.0 Anwendungen im internen Bereich
- 4.3 Einsatz von Web 2.0 Anwendungen im externen Bereich
- 4.4 Die Bedeutung von User-Content
- 4.5 Anforderungen und Wünsche an Web 2.0 Technologien
- 5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Untersuchung des Einsatzes moderner Internettechnologien, insbesondere Web 2.0, in der Finanzdienstleistungsbranche. Ziel ist es, die Bedeutung von Web 2.0 für Finanzdienstleister zu erfassen, relevante Herausforderungen zu identifizieren und daraus mögliche Trends für die Zukunft abzuleiten.
- Der Wandel im Internet durch Web 2.0 und dessen Bedeutung für die Finanzdienstleistungsbranche
- Die Chancen und Risiken des Einsatzes von Web 2.0 Anwendungen bei Finanzdienstleistern
- Die Bedeutung von Unternehmenskultur für den erfolgreichen Einsatz von Web 2.0
- Die Ergebnisse einer Expertenbefragung zum Einsatz von Web 2.0 Anwendungen bei Finanzdienstleistern
- Ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich von Web 2.0 und Finanzdienstleistungen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in die Problemstellung, die Zielsetzung und den Aufbau der Arbeit. Im zweiten Kapitel wird Web 2.0 definiert und dessen Bedeutung für die Finanzdienstleistungsbranche aufgezeigt. Das dritte Kapitel beleuchtet die Einsatzszenarien von Web 2.0 Diensten bei Finanzdienstleistern, untersucht die Chancen und Risiken des Web 2.0 Einsatzes und unterstreicht die Wichtigkeit der Unternehmenskultur. Das vierte Kapitel präsentiert die Ergebnisse einer Expertenbefragung zum Einsatz von Web 2.0 Anwendungen bei Finanzdienstleistern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Einsatzgebieten, den Herausforderungen und den Anforderungen an Web 2.0 Technologien. Die Arbeit endet mit einem Fazit und Ausblick.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Web 2.0, Finanzdienstleistungen, Internettechnologien, Benutzerbeteiligung, Reputationsrisiken, regulatorische Anforderungen, Unternehmenskultur, Expertenbefragung, Einsatzszenarien, Chancen und Risiken, User-Content, Kundenbindung, Zukunftstrends.
- Quote paper
- Diplom Kaufmann Univ. / Diplom Wirtschaftsinformatiker Univ. Christian Werner (Author), 2008, Moderne Internettechnologien im internen und externen Einsatz bei Banken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163514