Gegenstand der hier vorgestellten Arbeit ist der Umgang mit Freiwilligen in Projekten aus dem Open Source Umfeld. Dabei steht vor allem das Projekt Debian im Vordergrund, welches sich in der Praxis schon über mehrere Jahre positiv bewährt hat und darum ein ideales Referenz Beispiel abgibt.
Ziel ist es, wichtige Bedürfnisse von freiwilligen Projektmitarbeitern zu identifizieren, Teile eines Projektmanagementhandbuchs für Projekte mit Freiwilligen zu erarbeiten und relevante Nutzen oder Risiken aufzuzeigen.
Eingangs der Arbeit wird ein grober Überblick der Open Source Bewegung aus den letzten Jahre vermittelt. Umfassende Umfragen aus verschiedensten Open Source Projekten werden mit theoretischen Modellen aus der aktuellen Motivationsforschung verglichen und daraus elementare Schlussfolgerungen gezogen, welche die Beweggründe zur freiwilligen Mitarbeit aus individueller Sicht belegen. Eine Analyse von Debian's Projektinstitution bringt entscheidende Rezepte zum Vorschein, um die Projektstruktur optimal auf eine erfolgreiche Kooperation mit Freiwilligen auszurichten. Zum Schluss wird darauf eingegangen, wo die Vor- und Nachteile von Projekten mit Freiwilligen liegen können.
Dieser Beitrag soll einen Projektleiter dabei unterstützen, freiwillige Mitarbeiter besser zu verstehen, seine Projektinstitution bestmöglich auszurichten und einige der möglichen Folgen zu kennen.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- VORWORT
- SCHLÜSSELWÖRTER
- MOTIVATION
- PROBLEMSTELLUNG
- ZIELSETZUNG
- AUFBAU DER ARBEIT
- ABGRENZUNG
- EINBLICK INS THEMA OPEN SOURCE
- OPEN SOURCE SOFTWARE
- DIE KATHEDRALE UND DER BASAR
- FOSS
- GNU-PROJEKT
- LINUX
- DEBIAN
- MOTIVATION VON FREIWILLIGEN
- ÜBERSICHT MOTIVATION HEUTE
- ERKENNTNISSE AUS UMFRAGEN
- THEORETISCHE Modelle
- ESSENZ MIT DRIVE
- FOLGERUNG
- BLICK IN DIE PRAXIS
- DREI WICHTIGE BEDÜRFNISSE von Freiwilligen
- VORAUSSETZUNGEN AN DIE PROJEKTINSTITUTION
- ÜBERBLICK von Debian
- SELBSTORGANISATION DURCH Stigmergie
- VERGLEICHE MIT ANDEREN FOSS PROJEKTEN
- IMPULSE FÜR EIN PM-HANDBUCH
- NUTZEN UND RISIKEN
- KEIN VERZICHT AUF QUALITÄT
- KOOPERATION VOR KONKURRENZ
- VERANTWORTUNGSDIFFUSION ALS HERAUSFORDERUNG
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Diplomarbeit befasst sich mit der Zusammenarbeit von Freiwilligen in Open Source Projekten. Der Fokus liegt auf dem Debian-Projekt, einem erfolgreichen Beispiel für die Zusammenarbeit mit Freiwilligen. Die Arbeit verfolgt das Ziel, die wichtigsten Bedürfnisse von freiwilligen Projektmitarbeitern zu identifizieren, Teile eines Projektmanagement-Handbuchs für Projekte mit Freiwilligen zu entwickeln und die relevanten Nutzen und Risiken aufzuzeigen.
- Motivation und Beweggründe von Freiwilligen in Open Source Projekten
- Analyse der Projektstruktur von Debian und deren Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit Freiwilligen
- Entwicklung von Empfehlungen für ein Projektmanagement-Handbuch für Projekte mit Freiwilligen
- Abwägung der Vorteile und Nachteile von Projekten mit Freiwilligen
- Der Einfluss von Open Source auf die Softwareentwicklung und die Gesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Die Einleitung stellt das Thema der Diplomarbeit vor und erläutert die Motivation, die Problemstellung und die Zielsetzung. Zudem wird der Aufbau der Arbeit und die Abgrenzung des Themenbereichs beschrieben.
- Kapitel 2: Dieses Kapitel bietet einen Einblick in das Thema Open Source Software und stellt die wichtigsten Akteure und Projekte, wie z.B. das GNU-Projekt und Linux, vor. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Debian-Projekt.
- Kapitel 3: Die Motivation von Freiwilligen in Open Source Projekten steht im Mittelpunkt dieses Kapitels. Die Arbeit analysiert verschiedene Studien und theoretische Modelle zur Motivation und untersucht die Bedürfnisse von Freiwilligen.
- Kapitel 4: In diesem Kapitel werden die Voraussetzungen an die Projektinstitution beleuchtet, die notwendig sind, um eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Freiwilligen zu ermöglichen. Es wird die Projektstruktur von Debian analysiert und mit anderen Open Source Projekten verglichen.
- Kapitel 5: Dieses Kapitel befasst sich mit den Nutzen und Risiken von Projekten mit Freiwilligen. Es werden sowohl positive Aspekte, wie z.B. die höhere Qualität durch die breite Beteiligung, als auch Herausforderungen, wie z.B. die Verantwortungsdiffusion, diskutiert.
Schlüsselwörter
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit den zentralen Themen der Open Source Software Entwicklung, der Motivation und den Bedürfnissen von Freiwilligen, der Projektstruktur und dem Projektmanagement in Open Source Projekten, sowie den Vor- und Nachteilen der Zusammenarbeit mit Freiwilligen. Weitere wichtige Begriffe sind Debian, GNU, Linux, FOSS, Stigmergie und Projektmanagement-Handbuch.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist das Debian-Projekt ein Vorbild für Open Source?
Debian hat sich über Jahre bewährt und zeigt, wie eine komplexe Organisation erfolgreich ausschließlich mit Freiwilligen zusammenarbeiten kann.
Was motiviert Freiwillige zur Mitarbeit an Open Source Software?
Die Arbeit identifiziert drei wichtige Bedürfnisse und nutzt theoretische Modelle wie "Drive", um die individuellen Beweggründe zu erklären.
Was bedeutet "Stigmergie" im Kontext von Debian?
Es beschreibt eine Form der Selbstorganisation, bei der die Arbeit an einem Projekt durch die Hinterlassenschaften früherer Arbeiten koordiniert wird.
Welche Risiken gibt es bei Projekten mit Freiwilligen?
Ein zentrales Risiko ist die "Verantwortungsdiffusion", bei der unklar sein kann, wer für bestimmte Aufgaben oder Fehler letztlich zuständig ist.
Wie sollte ein Projektleiter mit Freiwilligen umgehen?
Ein Projektleiter sollte die Projektstruktur so ausrichten, dass sie Kooperation fördert und die spezifischen Motivationsfaktoren der Freiwilligen anspricht.
- Quote paper
- Amadeus Wittwer (Author), 2010, Projektarbeit mit Freiwilligen im Open Source Umfeld, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163196