Mit dieser explorativen Studie soll ein Beitrag zur Musikpräferenzforschung bei Musikern im Vergleich zu Nicht-Musikern geleistet werden, da dieses Gebiet bisher noch wenig erforscht ist. Es werden folgende Fragen untersucht:
Haben Musiker und Nicht-Musiker unterschiedliche Musikpräferenzen? Bei welchen Musikrichtungen gibt es eine große Übereinstimmung und bei welchen deutliche Unterschiede?
Wie stark ist die Beeinflussung verschiedener Faktoren auf den Musikgeschmack? Von welchen Faktoren lassen sich eher Musiker beeinflussen und von welchen eher Nicht-Musiker?
Gibt es Zusammenhänge zwischen den Musikpräferenzen von Musikern und Nicht-Musikern und dem Musikgeschmack ihrer Eltern?
Gibt es Unterschiede beim Zeitpunkt der Festigung des Musikgeschmacks zwischen Musikern und Nicht-Musikern?
Zur Datenerhebung wurde eine Befragung mittels Fragebogen von 30 Musikern und 30 Nicht-Musikern im Alter von 24 bis 35 Jahren durchgeführt. Es werden große und signifikante Unterschiede zwischen den Musikpräferenzen und zwischen den Einflussfaktoren auf den Musikgeschmack von Musikern und Nicht-Musikern festgestellt. Weiterhin zeigen sich deutliche Zusammenhänge zwischen den Musikpräferenzen der Musiker und den Hörgewohnheiten ihrer Eltern. Die Hörgewohnheiten der Eltern von Nicht-Musiker ließen hingegen keinen direkten Bezug zu den Präferenzen ihrer Kinder erkennen.
Im Vergleich zu den Arbeiten von Gembris (2005), Holbrook & Schindler (1989) und Lehmann (1994) wurde in dieser Studie die Festigung des Musikgeschmacks sowohl von Musikern wie auch von Nicht-Musikern deutlich früher festgestellt. Das wahrscheinlich erstaunlichste Ergebnis dieser Studie zeigt, dass sich ihrer Einschätzung nach der Musikgeschmack von Musikern deutlich früher, bei vielen schon in der frühen Kindheit, festigt als der von Nicht-Musikern.
Inhaltsverzeichnis
- Zusammenfassung
- Einleitung
- Begriffsklärung
- Musikpräferenzen
- Einflussfaktoren auf den Musikgeschmack
- Musikgeschmack der Eltern
- Festigung des Musikgeschmacks
- Forschungsfragen
- Methoden der Präferenzforschung
- Methodik
- Die Probanden
- Der Fragebogen
- Durchführung
- Datenanalyse
- Ergebnisse
- Verbale Präferenzen
- Einflussfaktoren auf den Musikgeschmack
- Musikgeschmack der Eltern
- Festigung des Musikgeschmacks
- Diskussion
- Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse
- Verbale Präferenzen von Musikern und Nicht-Musikern im Vergleich
- Einflussfaktoren auf den Musikgeschmack von Musikern und Nicht-Musikern im Vergleich
- Zusammenhänge zwischen dem Musikgeschmack von Musikern und Nicht-Musikern und dem Musikgeschmack ihrer Eltern
- Zeitpunkt der Festigung des Musikgeschmacks von Musikern und Nicht-Musikern
- Bedeutung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen
- Zu verbale Präferenzen
- Zu Einflussfaktoren auf den Musikgeschmack
- Zum Musikgeschmack der Eltern
- Zur Festigung des Musikgeschmacks
- Zur Fehlerdiskussion der Studie
- Zur Problematik von verbalen Präferenzen
- Berechnung von Mittelwerten
- Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Musikpräferenzen von Musikern im Vergleich zu Nicht-Musikern. Ziel ist es, das bisher wenig erforschte Gebiet der Musikpräferenzforschung bei Musikern zu beleuchten.
- Unterschiede in den Musikpräferenzen von Musikern und Nicht-Musikern
- Einflussfaktoren auf den Musikgeschmack von Musikern und Nicht-Musikern
- Zusammenhänge zwischen dem Musikgeschmack von Musikern und Nicht-Musikern und dem Musikgeschmack ihrer Eltern
- Zeitpunkt der Festigung des Musikgeschmacks von Musikern und Nicht-Musikern
- Bedeutung der Ergebnisse für die musikpsychologische Rezeptionsforschung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, in der der Begriff „Musikpräferenz“ definiert und die bisherigen Forschungsansätze zur Musikpräferenzforschung, insbesondere bei Musikern, vorgestellt werden.
Kapitel 3 stellt die Methodik der Untersuchung dar, die auf einer Fragebogenstudie mit 30 Musikern und 30 Nicht-Musikern basiert.
In Kapitel 4 werden die Ergebnisse der Studie präsentiert, wobei die Schwerpunkte auf den verbalen Präferenzen, den Einflussfaktoren auf den Musikgeschmack, dem Musikgeschmack der Eltern und dem Zeitpunkt der Festigung des Musikgeschmacks liegen.
Kapitel 5 diskutiert die Ergebnisse und ihre Bedeutung für die musikpsychologische Rezeptionsforschung.
Schlüsselwörter
Musikpräferenzen, Musiker, Nicht-Musiker, Musikgeschmack, Einflussfaktoren, Musikpsychologie, Rezeptionsforschung, Fragebogenstudie, empirische Forschung
Häufig gestellte Fragen
Unterscheiden sich die Musikpräferenzen von Musikern und Nicht-Musikern?
Ja, die Studie stellt signifikante Unterschiede fest. Musiker bevorzugen oft komplexere Musikrichtungen, während es bei anderen Genres große Übereinstimmungen gibt.
Wann festigt sich der Musikgeschmack?
Die Studie zeigt, dass sich der Musikgeschmack bei Musikern oft schon in der frühen Kindheit festigt, deutlich früher als bei Nicht-Musikern.
Welchen Einfluss haben Eltern auf den Musikgeschmack ihrer Kinder?
Bei Musikern gibt es einen starken Zusammenhang mit den Hörgewohnheiten der Eltern. Bei Nicht-Musikern konnte kein so direkter Bezug nachgewiesen werden.
Welche Faktoren beeinflussen den Musikgeschmack am stärksten?
Faktoren wie soziale Umgebung, Medien und persönliche Identität spielen eine Rolle, wobei Musiker sich oft von fachspezifischen Aspekten beeinflussen lassen.
Was ist das Ziel dieser musikpsychologischen Forschung?
Ziel ist es, die Unterschiede in der Rezeption und Präferenzbildung zwischen Menschen mit und ohne musikalische Ausbildung besser zu verstehen.
Wie wurde die Datenerhebung durchgeführt?
Es wurde eine Befragung mittels Fragebogen bei 30 Musikern und 30 Nicht-Musikern im Alter zwischen 24 und 35 Jahren durchgeführt.
- Quote paper
- Anne Feudel (Author), 2010, Musikpräferenzen von Musikern und Nicht-Musikern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/163135