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Der Einfluss des Technikunterrichts auf die Bewertungskompetenz von Schülerinnen und Schülern am Beispiel von Alltagstechnik

Eine empirische Untersuchung in den Jahrgangsstufen 10 und 11

Title: Der Einfluss des Technikunterrichts auf die Bewertungskompetenz von Schülerinnen und Schülern am Beispiel von Alltagstechnik

Examination Thesis , 2009 , 207 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anja le Claire (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

Technische Produkte spielen im Leben von Jung bis Alt eine wichtige Rolle. Die Hausarbeit wird durch technische Geräte wie die Spülmaschine erheblich erleichtert, territoriale Distanzen sind mithilfe eines Fahrrades, Autos oder der Eisenbahn leicht zu überwinden und die zwischenmenschliche Kommunikation wird durch Mobilfunkgeräte, Internet und Co. auch über Kontinente hinweg zum Kinderspiel. Egal in welchem Alter- Technik ist ein unerlässlicher Bestandteil in unserem Leben. Doch nicht jeder Mensch braucht gleichermaßen einen Mp3-Player, eine Playstation oder einen Flachbildschirm. Nicht jedes technische Produkt erfüllt die individuellen Bedürfnisse der Menschen. Und viele technische Errungenschaften sind sogar schädlich für die Menschen und/oder die Umwelt. Mittels subjektiver Bewertungsprozesse muss jedes Individuum selbst entscheiden, welche Technik für welchen Zweck für ihn geeignet und/oder bedeutsam ist. Unerlässlich für einen solchen Bewertungs- und Entscheidungsprozess ist das Vorhandensein von Bewertungskompetenz, also von Wissen und geeigneter Kriterien und Methoden. Leider muss man relativ häufig feststellen, dass die Bewertungskompetenz vieler Menschen zum Teil sehr schwach ausgeprägt ist. Vor Allem in Gesprächen mit Jugendlichen habe ich häufig den Eindruck gewonnen, dass das Image von bestimmten Produkten oder auch Gruppenzwänge meist wichtiger für eine Kaufentscheidung sind, als zum Beispiel die Materialeigenschaften, der Energieverbrauch, Folgekosten oder Umweltfolgen des Produktes.

Die Studie „Technophil oder Technophob“ aus dem Jahr 2005 bestätigt zum Teil diesen Eindruck. Technik und Technologien werden von den Schülern durchweg positiv bewertet, jedoch zeigen sie kein Interesse an deren Funktionsweise. Die Autoren stellen heraus, dass sich Schüler zwar für Experten im Umgang mit Technik halten, aber nur geringes Interesse zeigen, sich intensiv mit der Komplexität der Technik zu befassen.

Daraus resultiert aus meiner Sicht ein immenser Aufklärungsbedarf bei den Jugendlichen, der sowohl mit fachlicher, also technischer Bildung als auch mit einer Bewusstseinsbildung einhergehen muss. Der Technikunterricht könnte dazu einen wertvollen Beitrag leisten. Die Techniklehrer stehen deshalb in der Pflicht und tragen die Verantwortung zur Herausbildung von Bewertungskompetenz bei den Schülern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. EINFÜHRUNG

1. DIE NOTWENDIGKEIT VON BEWERTUNGSKOMPETENZ HINSICHTLICH TECHNIK

1.1 Warum soll ein Mensch über Bewertungskompetenz hinsichtlich Technik verfügen?

1.2 Ziele, Methodologie und Aufbau der Arbeit

2. BEWERTUNGSKOMPETENZ IM KONTEXT VON BILDUNGSSTANDARDS UND CURRICULA FÜR DAS FACH TECHNIK

2.1 Gründe für eine deutsche Bildungsreform

2.2 Bildungsstandards und Kompetenzbegriff

2.2.1 Definition und Konzeption von Bildungsstandards

2.2.2 Funktionen und Chancen von Bildungsstandards

2.2.3 Kompetenz als Kategorie der Bildungsstandards vs. Kompetenzen der Rahmenrichtlinie

2.3 Bewertungskompetenz in den Bildungsstandards Technik und den RRL

2.3.1. Bewertungskompetenz in den Bildungsstandards Technik für den Mittleren Schulabschluss (Jahrgangsstufe 10)

2.3.2. Bewertungskompetenz in der Rahmenrichtlinie Gymnasium für das Wahlpflichtfach Technik

3. DER WISSENSCHAFTLICHE DISKURS DER TECHNIKBEWERTUNG

3.1 informelle und formelle Technikbewertung

3.2 Zum Forschungsstand der Technikfolgen-Abschätzung/ Technikbewertung- Begriffe und Konzepte

3.3 Das Konzept der Technikbewertung im Kontext der VDI-Richtlinie 3780

3.3.1 Der Begriff Technikbewertung und der Wertebegriff

3.3.2 Typen der Technikbewertung

3.3.2.1 Anlassbezogene Typen

3.3.2.2 Zeitpunktbezogene Typen

3.3.3 Phasen der Technikbewertung

3.3.4 Methoden der Technikbewertung

3.3.5 Institutionen der Technikbewertung

4. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG

4.1 Eigene Fragestellung

4.1.1 Anliegen der Studie

4.1.2 Untersuchungsmodell und Hypothesen

4.2 Methode

4.2.1 Untersuchungsplan

4.2.2 Ablauf der empirischen Untersuchung

4.2.3 Stichprobenbeschreibung

4.2.4 Erhebungsinstrumente

4.2.4.1 Konstruktion und Aufbau des Fragebogens

4.2.4.2 Wissen

4.2.4.3 Umfassende Informationsbeschaffung

4.2.4.4 Beurteilung vorgegebener Bewertungen von Technik

4.2.4.5 Gewichtung von Kriterien zur Technikbewertung

4.2.5 theoretische Grundlagen zur Datenauswertung

4.3 Ergebnisse zu den Hypothesen

4.3.1 Wissen

4.3.2 Umfassende Informationsbeschaffung

4.3.3 Beurteilung vorgegebener Bewertungen von Technik

4.3.4 Gewichtung von Kriterien zur Technikbewertung

4.3.4.1 Persönliche Kriterien

4.3.4.2 Technikinterne Kriterien

4.3.4.3 Ökonomische Kriterien

4.3.4.4 Ökologische Kriterien

4.4 weiterführende Ergebnisse

4.4.1 Vergleiche innerhalb der Gruppe der TE

4.4.2 Vergleiche innerhalb der Gruppe der NTE

4.5 Diskussion

4.5.1 Kritische Betrachtung der Ergebnisse

4.5.2 Methodenkritik

5. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel zu untersuchen, ob der Technikunterricht einen signifikanten positiven Einfluss auf die Bewertungskompetenz von Schülern in Bezug auf Alltagstechnik ausübt. Hierbei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob Schüler, die Technikunterricht besuchen, über eine ausgeprägtere Kompetenz zur sachgerechten und verantwortungsbewussten Technikbewertung verfügen als Schüler ohne diesen Unterricht.

  • Grundlagen der Technikbewertung im schulischen Kontext
  • Analyse bildungspolitischer Standards und Lehrpläne
  • Empirische Erhebung der Bewertungskompetenz in den Jahrgangsstufen 10 und 11
  • Vergleich von Technik-Schülern und Nicht-Technik-Schülern
  • Diskussion über Kriterien der Technikbewertung (persönlich, technisch, ökonomisch, ökologisch)

Auszug aus dem Buch

1.1 Warum soll ein Mensch über Bewertungskompetenz hinsichtlich Technik verfügen?

Technik ist Teil der menschlichen Kultur, sie ist ein Produkt der geistigen und praktischen Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur und der Gesellschaft. Technik entsteht immer nur dann, wenn der Mensch eine Problemlösung für etwas benötigt. Deshalb dient Technik immer einem bestimmten Zweck. Technik ist auch immer ein Ausdruck der Leistungsfähigkeit des Menschen und der Gesellschaft. Die gesellschaftliche Dimension der Technik hat im Laufe der Wissenschaftsgeschichte dazu geführt, dass sich viele Geisteswissenschaften mit dem Gegenstand der Technik auseinandergesetzt haben, so z. B. die Soziologie, Philosophie, Ethik, Politikwissenschaft, Geschichte, Erziehungswissenschaft und auch die Theologie.

Jede der genannten Disziplinen hat ein eigenes Technikverständnis entwickelt. Hinzu kommen noch die Ingenieurwissenschaften, deren originärer Gegenstand die Technik in Theorie und Empirie ist. Die verschiedenen Sichtweisen der Wissenschaftsdisziplinen auf Technik führen auch zu sehr unterschiedlichen Begriffsbildungen. So bemühten sich die beiden wichtigsten Vertreter einer allgemeinen Techniktheorie, H. Wolffgramm (1978) und G. Ropohl (1979), um eine allgemein anerkannte Begriffs­klärung für Technik.

Günther Ropohl verdeutlicht, dass viele Definitionen zur Technik entweder zu einseitig oder zu ungenau formuliert sind. Diese Kritik veranlasst ihn zu einer eigenen Definition von Technik. „Technik umfasst a) die Menge der nutzenorientierten, künstlichen, gegenständlichen Gebilde (Artefakte oder Sachsysteme), b) die Menge menschlicher Handlungen und Einrichtungen, in denen Sachsysteme entstehen und c) die Menge menschlicher Handlungen, in denen Sachsysteme verwendet werden.“

Zusammenfassung der Kapitel

0. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung beleuchtet die Alltagsrelevanz von Technik und leitet den Bedarf an einer fundierten Bewertungskompetenz sowie die Forschungsziele der Arbeit ab.

1. DIE NOTWENDIGKEIT VON BEWERTUNGSKOMPETENZ HINSICHTLICH TECHNIK: Dieses Kapitel erläutert, warum Technikbewertung als kulturelle und gesellschaftliche Notwendigkeit angesehen wird und begründet den Stellenwert dieses Themas im Bildungssektor.

2. BEWERTUNGSKOMPETENZ IM KONTEXT VON BILDUNGSSTANDARDS UND CURRICULA FÜR DAS FACH TECHNIK: Hier wird der theoretische Rahmen durch die Untersuchung von Bildungsstandards, dem Kompetenzbegriff und deren Verankerung in Lehrplänen für das Fach Technik abgesteckt.

3. DER WISSENSCHAFTLICHE DISKURS DER TECHNIKBEWERTUNG: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über den wissenschaftlichen Diskurs der Technikbewertung, inklusive definitorischer Grundlagen, Typen und Phasen der Bewertung sowie relevanter Institutionen.

4. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Der Hauptteil beschreibt das methodische Vorgehen der empirischen Studie, präsentiert die erhobenen Ergebnisse zu den Wissens- und Einstellungsfragen der Probanden und diskutiert diese kritisch.

5. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Kernerkenntnisse der Untersuchung zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige weiterführende Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Technikunterricht, Bewertungskompetenz, Alltagstechnik, Bildungsstandards, Technikbewertung, Empirische Untersuchung, Sachkompetenz, Technikfolgen, Kompetenzmodell, Schüler, Schulbildung, Technikfolgen-Abschätzung, Didaktik, Interdisziplinarität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht den Einfluss des Technikunterrichts auf die Bewertungskompetenz von Schülern, insbesondere im Hinblick auf den bewussten Umgang mit Alltagstechnik.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die bildungstheoretische Einordnung von Bewertungskompetenz, die Analyse von Bildungsstandards im Fach Technik sowie eine empirische Bestandsaufnahme der Kompetenzen bei Schülern der Jahrgangsstufen 10 und 11.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob Schüler durch den Besuch von Technikunterricht eine höhere Bewertungskompetenz hinsichtlich technischer Sachverhalte erwerben als Schüler ohne Technikunterricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine empirische Untersuchung mit einem quantitativen Ansatz durchgeführt, bei der Fragebögen eingesetzt wurden, um Wissensbestände und Einstellungen von Schülern zu erfassen und statistisch mittels SPSS auszuwerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Technikbewertung, die Darstellung der methodischen Konzeption der Studie (Stichprobe, Fragebogen) sowie eine detaillierte Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Technikunterricht, Bewertungskompetenz, Bildungsstandards, Technikfolgen und Sachkompetenz.

Wie unterscheidet sich die Bewertungskompetenz bei männlichen und weiblichen Schülern laut der Studie?

Die Studie zeigt geschlechterspezifische Unterschiede bei der Relevanz bestimmter Kriterien, wobei jedoch insgesamt keine durchgängige Überlegenheit von Schülern mit Technikunterricht gegenüber Schülern ohne Technikunterricht bei allen Bewertungsparametern nachweisbar ist.

Welche Bedeutung kommt der VDI-Richtlinie 3780 in dieser Arbeit zu?

Die VDI-Richtlinie 3780 dient als zentraler theoretischer Bezugsrahmen für die Definition und Strukturierung der Technikbewertung in Wissenschaft und Praxis.

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Details

Title
Der Einfluss des Technikunterrichts auf die Bewertungskompetenz von Schülerinnen und Schülern am Beispiel von Alltagstechnik
Subtitle
Eine empirische Untersuchung in den Jahrgangsstufen 10 und 11
College
Martin Luther University
Grade
1,0
Author
Anja le Claire (Author)
Publication Year
2009
Pages
207
Catalog Number
V162904
ISBN (eBook)
9783668677821
ISBN (Book)
9783668677838
Language
German
Tags
Technikunterricht Bildungsstandards Technikbewertung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja le Claire (Author), 2009, Der Einfluss des Technikunterrichts auf die Bewertungskompetenz von Schülerinnen und Schülern am Beispiel von Alltagstechnik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162904
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