Die vorliegende Arbeit stellt kurz und bündig die Herrschaftstheorie Max Webers vor und konzentriert sich im Anschluss daran auf die Möglichkeiten der Nachfolgerbeschaffung im Falle des Idealtypus der charistmatischen Herrschaft.
Inhaltsverzeichnis
- Fehlende Gnadengaben
- Über die Schwierigkeit der Nachfolgerbeschaffung im Falle charismatischer Herrschaft nach Max Weber
- Die Schwierigkeit der Nachfolgerbeschaffung
- Popitz' Stufenmodell und charismatische Herrschaft
- Webers Analyse der charismatischen Herrschaft
- Die sechs Möglichkeiten der Nachfolgerfindung
- Neu-Aufsuchen eines als Charisma-Träger zum Herrn Qualifizierten nach Merkmalen
- Offenbarungen
- Designation durch den bisherigen Charisma-Träger
- Wahl durch den Verwaltungsstabs
- Erbcharisma
- Amtscharisma
- Vergleich mit traditioneller Herrschaft
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text befasst sich mit der Schwierigkeit der Nachfolgerbeschaffung im Falle charismatischer Herrschaft. Er analysiert die Problematik anhand von Max Webers Theorie und zeigt auf, warum die Verfestigung der Herrschaft durch Entpersonalisierung und Formalisierung, wie von Heinrich Popitz beschrieben, nicht auf den Typus der charismatischen Herrschaft anwendbar ist. Die Arbeit untersucht die von Weber erkannten sechs Möglichkeiten der Nachfolgerfindung und ihre Auswirkungen auf die Stabilität der charismatischen Herrschaft.
- Die Schwierigkeit der Nachfolgerbeschaffung bei charismatischer Herrschaft
- Vergleich zwischen Popitz' Stufenmodell und Webers Herrschaftstypologie
- Analyse der sechs Möglichkeiten der Nachfolgerfindung nach Weber
- Vergleich zwischen charismatischer und traditioneller Herrschaft
- Die Rolle der Legalisierung und Traditionalisierung in der Nachfolge
Zusammenfassung der Kapitel
Der Text beginnt mit einer kritischen Betrachtung von Heinrich Popitz' Stufenmodell der Macht und zeigt, warum dieses Modell nicht auf die charismatische Herrschaft nach Max Weber anwendbar ist. Anschließend wird Webers Analyse der charismatischen Herrschaft vorgestellt, die die Problematik der Nachfolgerfindung hervorhebt.
Im zweiten Teil des Textes werden die sechs Möglichkeiten der Nachfolgerfindung nach Weber ausführlich beschrieben. Es wird erläutert, wie diese Lösungsansätze die Verallltäglichung des Auẞeralltäglichen ermöglichen und die Herrschaft stabilisieren sollen. Es werden Beispiele für die einzelnen Formen der Nachfolgerfindung genannt.
Der Text endet mit einem Vergleich zwischen charismatischer und traditioneller Herrschaft. Es wird deutlich, dass die Nachfolgeregelung bei traditioneller Herrschaft deutlich einfacher und stabiler ist als bei charismatischer Herrschaft.
Schlüsselwörter
Charismatische Herrschaft, Nachfolgerbeschaffung, Max Weber, Heinrich Popitz, Herrschaftstypologie, Traditionalisierung, Legalisierung, Entpersonalisierung, Formalisierung, Amtscharisma, Erbcharisma, Offenbarung, Designation, Wahl.
Häufig gestellte Fragen
Was ist charismatische Herrschaft nach Max Weber?
Es ist eine Herrschaftsform, die auf der Hingabe an die außeralltägliche Heiligkeit oder Heldenhaftigkeit einer Person (dem Führer) und der durch ihn offenbarten Ordnung basiert.
Warum ist die Nachfolgerbeschaffung bei Charisma so schwierig?
Da Charisma an die spezifische Person gebunden ist, erlischt die Legitimität der Herrschaft oft mit dem Tod des Führers, sofern keine Veralltäglichung stattfindet.
Welche Möglichkeiten der Nachfolge nennt Weber?
Weber nennt sechs Wege: Suche nach Merkmalen, Offenbarung, Designation durch den Vorgänger, Wahl durch den Stab, Erbcharisma oder Amtscharisma.
Was ist der Unterschied zwischen Erbcharisma und Amtscharisma?
Erbcharisma wird durch die Blutsverwandtschaft übertragen. Amtscharisma ist an die Institution oder das Amt gebunden (z. B. die Weihe in der Kirche), unabhängig von der Person.
Was bedeutet „Veralltäglichung des Charismas“?
Es ist der Prozess, bei dem die instabile charismatische Herrschaft in dauerhafte Strukturen (traditionell oder bürokratisch) überführt wird, um den Fortbestand zu sichern.
Warum lehnt der Text Popitz' Stufenmodell für Charisma ab?
Popitz beschreibt Machtverfestigung durch Entpersonalisierung. Charismatische Herrschaft ist jedoch zutiefst personalisiert, weshalb Standardmodelle der Macht hier oft versagen.
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- Florian Philipp Ott (Author), 2010, Fehlende Gnadengaben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162099