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Fehlverhalten in der PR - Eine Rekonstruktion der Berichterstattung im Fall Flaskamp

Sind die Moral- und Ethikrichtlinien für die PR mehr Schein als Sein?

Titre: Fehlverhalten in der PR - Eine Rekonstruktion der Berichterstattung im Fall Flaskamp

Thèse de Bachelor , 2009 , 87 Pages

Autor:in: Elisa Minossi (Auteur)

Médias / Communication - Journalisme
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die PR-Branche versucht Moral und Ethik ihrer Arbeit durch Kodizes zu sichern. Allein in Deutschland existieren drei Kodizes und eine Richtlinie, die von der Deutschen Public Relations-Gesellschaft (DPRG) in deren Ethikkommission festgehalten werden. Aber wie sieht die Einhaltung der Moral und Ethik in der Praxis aus? An einem Fallbeispiel der PR-Agentur Flaskamp AG mit Sitz in Berlin soll ein Regelverstoß dargestellt werden. Das Exempel: Das Bundesministerium für Wirtschaft bot als Kunde der Agentur Flaskamp im Jahr 2007 deutschen Regionalzeitungen über die Agentur öffentliche politische Veranstaltungen und Redaktionsbesuche durch den Staatssekretär an und stellte dafür Gegenfinanzierungen durch Anzeigen in Aussicht. Im Klartext heißt das: Für positive Berichterstattung der angesprochenen Medien über die Arbeit der Agentur Flaskamp werden im Gegenzug die Schaltung von Werbeanzeigen des Bundeswirtschaftsministerium sowie der mitwirkenden Industrie- und Handelskammer (IHK) in Aussicht gestellt.
Die Kampagne hieß „Dialogtour - Impulse für Wachstum“. Flaskamp ist eine Kommunikationsagentur für strategische Beratung (Consulting) und setzt strategisch definierte Maßnahmen über alle Kommunikationskanäle hinweg um (Campaigning). Die Agentur soll den Regionalzeitungen genaue Vorgaben wie Vor- und Nachberichterstattung zu den jeweiligen Veranstaltungen, Berichterstattung über den Redaktionsbesuch des Bundeswirtschaftsministeriums etc. gemacht haben. Die „unmoralischen Angebote“ von Flaskamp kamen ans Licht, weil ein Mitarbeiter der Agentur zwei unterschiedliche Vorgänge - Pressearbeit und Anzeigenschaltung - im Gespräch und Schriftwechsel mit einem Vertreter der Zeitung zusammen besprochen habe, was angeblich nicht mit dem Auftraggeber Bundeswirtschaftministerium abgesprochen war.
Welche Kodizes und Richtlinien wurden bei diesem Fall missachtet? Was ist danach passiert? Wer hat reagiert? In der folgenden Arbeit soll diesen Fragen auf den Grund gegangen werden.
Untersucht werden sollen mit einer Inhaltsanalyse Reaktionen der DPRG, des DRPR, der de’ge’pol, des Deutschen Journalisten Verband (DJV) sowie Artikel von großen deutschen Regionalzeitungen, landesweiten Magazinen und PR-spezifischen Journalen im jeweiligen Online-Archiv im August 2007 zum Zeitpunkt der Aufdeckung des Falls.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Moral und Ethik

2.1 Allgemeine Begriffsbestimmungen

2.2 Einige Richtlinien und Kodizes der PR in Deutschland

2.3 Verstöße von Flaskamp gegen Richtlinien und Kodizes

2.4 Verstöße gegen Kodizes und Richtlinien = gang und gäbe?

3. Operationalisierung

3.1 Forschungsfrage

3.2 Festlegung der Forschungsannahmen

3.3 Erhebungsinstrument

3.4 Kategorienschema

4. Analyse des Untersuchungsmaterials

4.1 Umfang der Dokumente

4.2 Verfasser der Dokumente

4.3 Beschreibung/ Wertung des Falls

4.4 Überschrift

4.5 Schuldige

4.6 Art der Thematisierung

4.7 Ursachen für das Fehlverhalten

4.8 Vorkommen von PR- und Pressekodizes und Richtlinien

5. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie deutsche Regionalzeitungen, Zeitschriften und PR-Organisationen im August 2007 über den Fehlverhalten-Fall der PR-Agentur Flaskamp im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums berichteten, um das Ausmaß der kritischen Auseinandersetzung mit moralischen und ethischen Standards in der PR-Branche zu bewerten.

  • Analyse der Einhaltung von PR-Kodizes und Ethikrichtlinien in der Praxis.
  • Untersuchung der Berichterstattung durch verschiedene Medientypen mittels Inhaltsanalyse.
  • Bewertung der Reaktion von PR- und Presseorganisationen auf den Vorfall.
  • Diskussion der Grauzonen zwischen redaktioneller Berichterstattung und bezahlter Werbung.
  • Reflexion über die professionelle Verantwortung von PR-Agenturen und deren Auftraggebern.

Auszug aus dem Buch

2. Moral und Ethik

Moral wird gemeinhin verstanden als das der gesellschaftlichen Praxis zugrunde liegende und als verbindlich akzeptierte ethisch-sittliche Normensystem des Handelns. Synonyme des Begriffs Moral sind Gewohnheit, Sitte oder Brauch. „Moral richtet sich also nach den jeweils in der Gesellschaft ausgebildeten Werten und tritt in Form von Ge- und Verboten auf.“

Ethik bezeichnet die philosophische Auseinandersetzung mit dem Sittlichen mit der vordergründigen Frage: Was sollen wir Menschen tun? Somit befasst sich Ethik mit menschlichem Handeln und den von diesem Handeln erzeugten Wirkungen und Produkten. Bezogen auf Public Relations ist moralisches Handeln als allgemein gültiges Handlungsmuster der Gesellschaft zu verstehen. Allerdings könnte dieses an Normensystemen orientierte Handeln auch auf viele andere Berufsgruppen übertragen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die PR-Ethik anhand des konkreten Fallbeispiels der PR-Agentur Flaskamp und der Kampagne „Dialogtour - Impulse für Wachstum“.

2. Moral und Ethik: Theoretische Definitionen von Moral und Ethik sowie eine Darstellung der relevanten Kodizes und der Verstöße der Agentur Flaskamp.

3. Operationalisierung: Erläuterung der Forschungsfrage, der Hypothesen sowie der methodischen Vorgehensweise der Inhaltsanalyse zur Untersuchung des Medienmaterials.

4. Analyse des Untersuchungsmaterials: Detaillierte empirische Auswertung der 24 untersuchten Dokumente hinsichtlich Umfang, Verfasser, Wertung, Überschriften und inhaltlicher Schwerpunkte.

5. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse, Prüfung der Hypothesen und Diskussion der Rolle von Moral und Ethik im PR-Alltag.

Schlüsselwörter

Public Relations, PR-Ethik, Flaskamp, Bundeswirtschaftsministerium, Koppelungsgeschäft, Medienpartnerschaft, Schleichwerbung, Kodex, Inhaltsanalyse, Journalismus, Medienpraxis, Transparenzgebot, PR-Skandal, politische Kommunikation, Verantwortlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert das Fehlverhalten der PR-Agentur Flaskamp, die im Rahmen einer Kampagne des Bundeswirtschaftsministeriums versuchte, redaktionelle Berichterstattung durch Anzeigenbuchungen zu beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Ethik der Öffentlichkeitsarbeit, die Trennung von Redaktion und Werbung sowie die Reaktionen der Medien und PR-Verbände auf diese Grenzüberschreitungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, anhand einer Inhaltsanalyse zu ermitteln, ob und wie kritisch die Öffentlichkeit und PR-Organisationen auf den Verstoß gegen ethische Standards reagiert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine empirische Inhaltsanalyse in Form einer Valenzanalyse durchgeführt, um 24 ausgewählte Dokumente aus dem August 2007 systematisch auszuwerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (PR-Kodizes), eine methodische Operationalisierung und die konkrete Auswertung des Quellenmaterials anhand eines Kategorienschemas.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Public Relations, PR-Ethik, Koppelungsgeschäft, Medienpartnerschaft, Schleichwerbung und der Fall Flaskamp.

Welche Rolle spielen die PR-Verbände in diesem Kontext?

PR-Verbände wie der DRPR oder die DPRG fungieren als Instanzen, die ethische Standards definieren und den untersuchten Fall scharf kritisieren, um das Ansehen des Berufsstands zu schützen.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Branchennähe?

Die Autorin stellt fest, dass eine neutrale oder gar solidarische Berichterstattung in Fachzeitschriften existieren könnte, da diese in einem engen geschäftlichen Umfeld zur PR-Branche stehen.

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Résumé des informations

Titre
Fehlverhalten in der PR - Eine Rekonstruktion der Berichterstattung im Fall Flaskamp
Sous-titre
Sind die Moral- und Ethikrichtlinien für die PR mehr Schein als Sein?
Université
Free University of Berlin  (Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft)
Auteur
Elisa Minossi (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
87
N° de catalogue
V161933
ISBN (ebook)
9783640762507
ISBN (Livre)
9783640762569
Langue
allemand
mots-clé
Fehlverhalten Eine Rekonstruktion Berichterstattung Fall Flaskamp Sind Moral- Ethikrichtlinien Schein Sein
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Elisa Minossi (Auteur), 2009, Fehlverhalten in der PR - Eine Rekonstruktion der Berichterstattung im Fall Flaskamp, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161933
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Extrait de  87  pages
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