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Corporate Social Responsibility: Ein Ländervergleich zwischen den USA und Deutschland

Institutionelle Rahmenbedingungen für CSR-Aktivitäten im Vergleich

Titel: Corporate Social Responsibility: Ein Ländervergleich zwischen den USA und Deutschland

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 28 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Daniel Stitz (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Corporate Social Responsibility, oder kurz CSR, ist heutzutage ein weitverbreiteter und in den Medien sowie in den Berichten von Unternehmen häufig verwendeter Begriff. Man könnte meinen, dass dieser Begriff fest etabliert ist und von allen Beteiligten
einheitlich verstanden und verwendet wird. Das Gegenteil ist jedoch der Fall.

Weder gibt es eine allumfassende Definition, noch verstehen unterschiedliche Anspruchsgruppen, wie Mitarbeiter, Shareholder oder Umweltschutzorganisationen dasselbe unter sozial verantwortlichem Verhalten von Firmen, insbesondere wenn sie unterschiedlichen Nationalitäten angehören. Betrachtet man das ganze auf einer internationalen Ebene fällt schnell auf, dass CSR als eine amerikanische Erfindung angesehen werden kann (Bassen et al. 2005).
In Europa halten kommunizierte CSR-Aktivitäten bei den Unternehmen erst seit den 1990er Jahren in größerem Umfang Einzug. Oft wird in der Literatur darauf hingewiesen, dass der Staat hier viele Verantwortlichkeiten der Unternehmen regelt (z. B. Kindermann 2008; Matten & Moon 2008). Aufgrund der evidenten und theoriebegründeten Unterschiede möchte sich diese Arbeit mit einem Vergleich der CSR-Ausgestaltung von Firmen aus den USA und Deutschland beschäftigen. Die Kernfrage dieser Arbeit lautet:
Lassen sich die theoriebegründeten Unterschiede der CSR- Ausgestaltung deutscher und amerikanischer Firmen tatsächlich in der Praxis wiederfinden?

Zur Beantwortung dieser Frage werden einerseits Studienergebnisse aus der CSR Forschung herangezogen, und andererseits eine Analyse der CSR- Aktivitäten der oben genannten Dimensionen von General Motors und Volkswagen, als jeweilige Repräsentanten eines landestypischen Industrieunternehmens, anhand ihrer Internetauftritt
und von CSR-Berichte vollzogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Corporate Social Responsibility - Definitionen und Diskurse

3 Institutionelle Rahmenbedingungen für CSR

3.1 Der Neo-Institutionalismus als Begründung

3.2 Institutionelle Rahmenbedingungen im Ländervergleich: USA - Deutschland

3.3 Implizites und explizites CSR – Deutsches vs. Amerikanisches CSR?

3.4 Exkurs: Lidl -Eine explizite Forderung nach implizitem CSR

4 Besonderheiten beim Corporate Social Responsibility in Deutschland

4.1 CSR im Branchenvergleich

4.2 Typische CSR-Maßnahmen in Deutschland

5 CSR-Aspekte im Ländervergleich: Arbeitnehmerrechte, umweltpolitische Maßnahmen und Diversity Management in Deutschland und den USA

5.1 Umweltbezogene CSR-Maßnahmen

5.2 CSR- Maßnahmen Arbeitnehmerrechte

5.3 CSR-Maßnahmen Diversity Management

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die theoretisch begründeten Unterschiede in der Ausgestaltung von Corporate Social Responsibility (CSR) bei Unternehmen in den USA und Deutschland. Ziel ist es, anhand eines Vergleichs der Firmen General Motors und Volkswagen zu analysieren, ob sich diese Unterschiede in der Praxis tatsächlich nachweisen lassen.

  • Vergleich der institutionellen Rahmenbedingungen zwischen USA (Liberal Market Economies) und Deutschland (Coordinated Market Economies).
  • Differenzierung zwischen explizitem und implizitem CSR.
  • Analyse der CSR-Kommunikation und -Maßnahmen in den Bereichen Umwelt, Arbeitnehmerrechte und Diversity Management.
  • Untersuchung branchenspezifischer CSR-Ausprägungen.
  • Gegenüberstellung der CSR-Strategien von General Motors und Volkswagen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Neo-Institutionalismus als Begründung

Die Unterschiede in den institutionellen Rahmenbedingungen zwischen den USA und Europa (Deutschland) lassen sich durch die Neo-Institutionalismustheorie begründen. Der Neo-Institutionalismus besagt unter anderem, dass Firmen sich in einen sozialen Kontext einfügen und ihre Verhaltensweisen nach einem Konglomerat an formalen und informellen Regeln anpassen, um ihre Legitimität zu bewahren. Der formelle und informelle Druck kann dabei durch Gesetze oder durch normative Einflüsse der Gesellschaft (z.B. durch Stakeholder/ Anspruchgruppen) entstehen, oder einfach von der Bestrebung erfolgreiches Verhalten der Konkurrenz zu imitieren (DiMaggio & Powell 1991, Bresser & Millonig 2003). Auch Entscheidungen die CSR-Aktivitäten betreffen sind in einem sozialen Kontext eingebettet. Dieser Kontext unterscheidet sich zwischen verschiedenen Ländern und ist durch nationale Institutionen geprägt bzw. begründet. Die Institutionalismustheorie erlaubt es nun diese Unterschiede aufzudecken (vgl. Matten & Moon 2008). So sind CSR-Aktivitäten amerikanischer Firmen deutlich umfangreicher als die ihrer europäischen Konkurrenten. Wenn man sich an den oben genannten Definitionen hält, würde dies heißen, dass europäische Firmen verantwortungsloser und unsozialer agieren. Jedoch lässt sich dieses Phänomen auf Basis der genannten Unterschiede in den institutionellen Rahmenbedingungen der betreffenden Länder begründen was im Folgenden anhand der Theorie „Varieties of Capitalism“ näher beleuchtet werden soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik unterschiedlicher CSR-Verständnisse ein und leitet zur Kernforschungsfrage über, ob theoriebegründete Unterschiede in der Praxis zwischen den USA und Deutschland erkennbar sind.

2 Corporate Social Responsibility - Definitionen und Diskurse: Dieses Kapitel erläutert die schwierige Definition von CSR und differenziert zwischen dem freiwilligen, expliziten Ansatz in den USA und dem eher implizit gesetzlich geregelten Verständnis in Europa.

3 Institutionelle Rahmenbedingungen für CSR: Es wird theoretisch begründet, wie nationale Wirtschaftssysteme und institutionelle Regeln das CSR-Verhalten von Unternehmen prägen, und das Konzept von implizitem versus explizitem CSR eingeführt.

4 Besonderheiten beim Corporate Social Responsibility in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert branchenspezifische Unterschiede bei CSR-Nennungen und identifiziert Umweltaspekte als den dominierenden Bereich für CSR-Maßnahmen deutscher Unternehmen.

5 CSR-Aspekte im Ländervergleich: Arbeitnehmerrechte, umweltpolitische Maßnahmen und Diversity Management in Deutschland und den USA: Die Analyse vergleicht spezifische CSR-Dimensionen bei General Motors und Volkswagen, wobei deutliche Unterschiede in der Kommunikation und Ausgestaltung deutlich werden.

6 Fazit: Das Fazit resümiert, dass die theoriebegründeten Unterschiede nicht auf allen Dimensionen gleichermaßen in der Praxis bestätigt werden können und betont die Bedeutung branchenspezifischer Faktoren.

Schlüsselwörter

Corporate Social Responsibility, CSR, Deutschland, USA, Institutionelle Rahmenbedingungen, Neo-Institutionalismus, Varieties of Capitalism, Explizites CSR, Implizites CSR, General Motors, Volkswagen, Diversity Management, Arbeitnehmerrechte, Umweltmanagement, Stakeholder

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einem Ländervergleich der Corporate Social Responsibility (CSR) zwischen den USA und Deutschland, basierend auf institutionellen Theorien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den institutionellen Rahmenbedingungen, der Differenzierung von implizitem und explizitem CSR sowie der Analyse konkreter CSR-Maßnahmen in den Bereichen Umwelt, Arbeitsrecht und Diversity Management.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Kernfrage lautet: Lassen sich die theoriebegründeten Unterschiede der CSR-Ausgestaltung deutscher und amerikanischer Firmen tatsächlich in der Praxis wiederfinden?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoriegeleitete Diskussion und eine Analyse der CSR-Aktivitäten anhand der Internetauftritte und Berichte der Unternehmen General Motors und Volkswagen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die institutionellen Grundlagen, beleuchtet Besonderheiten in Deutschland und führt den konkreten Vergleich der CSR-Ebenen Umwelt, Arbeitnehmerrechte und Diversity Management bei den beiden untersuchten Unternehmen durch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Corporate Social Responsibility (CSR), Neo-Institutionalismus, Varieties of Capitalism, implizites sowie explizites CSR und Stakeholder-Management.

Warum spielt das Unternehmen Lidl eine Rolle in der Arbeit?

Lidl dient als Fallbeispiel für eine "explizite Forderung nach implizitem CSR", um aufzuzeigen, wie kompliziert und widersprüchlich die CSR-Landschaft in Deutschland sein kann.

Wie unterscheidet sich die CSR-Kommunikation von General Motors und Volkswagen?

General Motors kommuniziert CSR strukturierter und zentraler, während bei Volkswagen Informationen oft auf verschiedene Berichte und Bereiche verteilt sind, obwohl Volkswagen einen sehr umfangreichen Nachhaltigkeitsbericht vorlegt.

Was ist das Ergebnis bezüglich der theoriebegründeten Vermutungen?

Das Ergebnis zeigt, dass sich die theoretischen Vermutungen nicht auf allen Ebenen in der Praxis bestätigen lassen, da das explizite CSR in Deutschland je nach Dimension unterschiedlich stark ausgeprägt ist.

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Details

Titel
Corporate Social Responsibility: Ein Ländervergleich zwischen den USA und Deutschland
Untertitel
Institutionelle Rahmenbedingungen für CSR-Aktivitäten im Vergleich
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Management)
Veranstaltung
Corporate Governance and Corporate Social Responsibilty in International Comparison
Note
1,7
Autor
Daniel Stitz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
28
Katalognummer
V161817
ISBN (eBook)
9783640756780
ISBN (Buch)
9783640757107
Sprache
Deutsch
Schlagworte
CSR Corporate Social Responsibility Social Responsibility Vergleich Comparison CSR USA
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Stitz (Autor:in), 2010, Corporate Social Responsibility: Ein Ländervergleich zwischen den USA und Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161817
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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