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Der Umgang mit dem Tod. Michel de Montaignes Argumentation im Spiegel der aktuellen gesellschaftlichen und medialen Realität

"Philosophieren heißt sterben lernen" im Vergleich zu Ernst Tugendhats "Über den Tod"

Title: Der Umgang mit dem Tod. Michel de Montaignes Argumentation im Spiegel der aktuellen gesellschaftlichen und medialen Realität

Term Paper , 2010 , 11 Pages , Grade: 14 Punkte

Autor:in: Mischa Gillessen (Author)

Philosophy - General Essays, Eras
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Überprüfung von Michel de Montaignes Argumentation aus seinem Essay „Philosophieren heißt sterben lernen“ an der gegenwärtigen gesellschaftlichen Realität beziehungsweise Medienrealität in Gegenüberstellung zu Ernst Tugendhats Aufsatz „Über den Tod“

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Inhaltsverzeichnis

1. Michel de Montaigne: „Philosophieren heißt sterben lernen“

1.1. Einleitung

1.2. Seine Thesen

2. Tugendhat: Über den Tod

2.1. Einleitung

2.2. Seine Darstellungen der Todesangst

2.3. Heideggers und Nagels Darstellungen der Todesangst

3. Kurzes Fazit

4. Das Todesthema in der heutigen gesellschaftlichen- beziehungsweise Medienrealität

4.1. Einleitung

4.2. Darstellungen gegenwärtiger Umgangsformen mit dem Tod beziehungsweise der Todesangst

5. Abschließendes Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht philosophische Perspektiven auf den Tod von Michel de Montaigne und Ernst Tugendhat, um diese mit dem gegenwärtigen gesellschaftlichen und medialen Umgang mit dem Sterben zu kontrastieren und die Frage nach einem authentischen Lebensentwurf im Angesicht der Endlichkeit zu klären.

  • Philosophische Argumentation zur Akzeptanz des Todes bei Montaigne
  • Differenzierung der Todesangst bei Tugendhat unter Einbezug von Heidegger und Nagel
  • Kritische Analyse der medialen Aufbereitung von Sterben und Tod
  • Untersuchung von Verdrängungsmechanismen in der modernen Gesellschaft
  • Vergleich von natürlichem Todesverständnis und künstlicher Lebensverlängerung

Auszug aus dem Buch

Seine Darstellungen der Todesangst

Er selbst stelle sich das Leben als eine „Wurst in zeitlicher Dimension“ vor. Damit sei gemeint, dass diese den Zeitstrang des Lebens darstellen solle, wobei man nie wissen könne, wo man sich in der Wurst befinde. Man wisse somit nie, genauso wie Montaigne es in seinem Essay beschreibt, wie weit man noch vom Ende - dem Tod - entfernt sei. Tugendhat vertritt die Meinung, dass man sich somit vielmehr vor einem unendlichen Leben fürchten müsse, da die Tatsache des endlichen Lebens für jeden klar sein sollte. Jedoch habe es ein Ereignis im Leben des Autors gegeben, wodurch das vorher vorgestellte vortheoretische Konzept in Frage gestellt werden sollte.

Dabei habe es sich um ein Gespräch gehandelt, welches er mit einem alten, chilenischen Mann geführt habe. Dessen Leben sei einst von einer schlimmen Krankheit bedroht wurden und er habe gebetet, dass sein Leben noch etwas andauern solle und er sei wieder gesund geworden. Tugendhats Wandel seiner Gesinnung führt er auf die Natürlichkeit des Verhaltens des alten Mannes zurück. Für diesen sei der quantitative Unterschied - im Gegensatz zu Tugendhats vorheriger Aussage - durchaus ein Bestreben gewesen, was dazu geführt habe, dass der Autor seine Ansicht habe überdenken müssen. Die Einstellung zum Tod beziehungsweise die Sicht auf das Leben hänge immer davon ab, wo man sich gerade in der „Wurst“ befinde. Je höher die angenommene Wahrscheinlichkeit des nahenden Todes sei, desto größer sei der Wunsch, noch etwas mehr vom Leben zu haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Michel de Montaigne: „Philosophieren heißt sterben lernen“: Einführung in Montaignes Forderung, sich aktiv mit der eigenen Sterblichkeit auseinanderzusetzen, um Ängste abzubauen und ein bewusstes, gelassenes Leben zu führen.

2. Tugendhat: Über den Tod: Darstellung der philosophischen Auseinandersetzung Tugendhats mit Todesangst, wobei er vortheoretische Konzepte analysiert und Ansätze von Heidegger sowie Nagel kritisch reflektiert.

3. Kurzes Fazit: Zwischenfazit, das die unterschiedlichen methodischen Herangehensweisen von Montaigne und Tugendhat resümiert.

4. Das Todesthema in der heutigen gesellschaftlichen- beziehungsweise Medienrealität: Analyse darüber, ob die mediale Omnipräsenz des Todes zu einer echten Gewöhnung führt oder ob die Gesellschaft den Tod aus dem Alltag verdrängt.

5. Abschließendes Fazit: Zusammenfassende Bewertung, die den heutigen Umgang mit dem Altern und Sterben als unnatürlich kritisiert und für eine Akzeptanz der Endlichkeit plädiert.

Schlüsselwörter

Tod, Todesangst, Michel de Montaigne, Ernst Tugendhat, Philosophie, Medienrealität, Sterblichkeit, Lebensglück, Heidegger, Thomas Nagel, Verdrängung, Endlichkeit, Gesellschaft, Altersangst, Sinn des Lebens

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert und vergleicht zwei unterschiedliche philosophische Ansätze zum Umgang mit dem Tod und überträgt diese Erkenntnisse auf die heutige Medien- und Gesellschaftskultur.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die philosophische Haltung zur Endlichkeit, die psychologische Differenzierung von Todesangst sowie die mediale Inszenierung des Sterbens.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu hinterfragen, ob die ständige mediale Konfrontation mit dem Tod zu einer gesunden Akzeptanz führt oder ob eine gesellschaftliche Verdrängung der Endlichkeit stattfindet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse und komparative Untersuchung, die durch soziologische Beobachtungen der heutigen Medienrealität ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Interpretation von Montaignes Essay, die differenzierte Darstellung der Todesangst nach Tugendhat sowie eine kritische Untersuchung des gesellschaftlichen Umgangs mit Alter und Tod.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Tod, Todesangst, Endlichkeit, Medienrealität, Philosophie und gesellschaftliche Verdrängung.

Wie definiert Tugendhat das Bild des Lebens in seiner Analyse?

Tugendhat nutzt die Metapher einer „Wurst in zeitlicher Dimension“, um die Unwissenheit darüber zu beschreiben, an welchem Punkt des Zeitstrangs man sich im Verhältnis zum eigenen Lebensende befindet.

Welche Bedeutung hat das „Skelett bei den Ägyptern“ für Montaignes Argumentation?

Das Skelett dient als Kontrastbild, das während Festlichkeiten an die Existenz des Todes erinnern soll, um den Wert des gegenwärtigen Glücks und Lebens erst bewusst erfahrbar zu machen.

Wie beurteilt der Autor die Rolle der Medien bei der Todesbewältigung?

Der Autor steht der These kritisch gegenüber, dass Medien bei der Gewöhnung an den Tod helfen; er sieht in der Nachrichtenflut eher eine Abstumpfung und eine Förderung der Verdrängung anstatt einer echten Auseinandersetzung.

Was ist laut der Arbeit ein Indiz für einen unnatürlichen Umgang mit dem Tod?

Als Indizien werden unter anderem die künstliche Verlängerung des Lebens durch moderne Medizin, das Streben nach ewiger Jugend durch Schönheitsoperationen und die räumliche Auslagerung von Sterbenden in spezialisierte Einrichtungen genannt.

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Details

Title
Der Umgang mit dem Tod. Michel de Montaignes Argumentation im Spiegel der aktuellen gesellschaftlichen und medialen Realität
Subtitle
"Philosophieren heißt sterben lernen" im Vergleich zu Ernst Tugendhats "Über den Tod"
College
University of Kassel
Course
Michel de Montaigne - Essais
Grade
14 Punkte
Author
Mischa Gillessen (Author)
Publication Year
2010
Pages
11
Catalog Number
V161750
ISBN (eBook)
9783640769483
ISBN (Book)
9783640769773
Language
German
Tags
Michel de Montaigne Philosophieren heißt sterben lernen Tugendhat über den Tod
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mischa Gillessen (Author), 2010, Der Umgang mit dem Tod. Michel de Montaignes Argumentation im Spiegel der aktuellen gesellschaftlichen und medialen Realität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161750
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