Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Boot Camps
2.1 Definition, Beschreibung und Abgrenzung
2.2 Hintergründe
2.2.1 Historischer Hintergrund
2.2.2 Kriminalpolitischer Hintergrund
2.3 Theoretische Ansätze
2.4 Auswahl der Insassen
2.4.1 Alter und Belastbarkeit
2.4.2 Vorverurteilungen und aktuelle Straftat
2.4.3 Freiwilligkeit
2.5 Programmkonzeption und Methoden
2.6 Zielvorstellungen
2.7 Empirische Studien
2.8 Pro und Kontra einer militärischen Erziehung
3 Schlussbetrachtung
4 Literaturverzeichnis
1 Einleitung
„Auf der Arizona Boys Ranch wurde Nicholaus Contrarez, 16 Jahre alt, gezwungen, in
verschmutzter Unterwäsche zu schlafen, seine Mahlzeiten auf der Toilette einzunehmen
und einen gelben Müllkorb, gefüllt mit seinem eigenen Erbrochenen, mit sich herumzutragen.
Er brach zusammen und starb am 2. März 1998.“ (Walsh 2001)
Die Boot Camps in den USA werden als letzte Chance für einen straf- beziehungsweise verhaltensauffälligen Menschen gesehen. Allein diese Camps können vermeintlich den Menschen im Kern seiner Persönlichkeit bessern. Ob diese verbreitete Ansicht wirklich den Tatsachen entspricht, soll in der folgenden Arbeit untersucht werden.
Ein Vater äußerte sich übrigens nach dem Tod seines Sohnes, auch in einem Boot Camp, wie folgt: „Ich dachte, es sei dort besser als im Gefängnis. Aber das Gefängnis wäre doch für meinen Kleinen der bessere Platz gewesen. Wenigstens wäre er dort noch am Leben“ (ebd.). Zielsetzung der vorliegenden Arbeit ist es primär, „Boot Camps“ vorzustellen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Zunächst erfolgen eine Begriffsbestimmung und die Darstellung des historischen und kriminalpolitischen Hintergrunds. Im Anschluss werden einige theoretische Ansätze aufgezeigt. Der Blick richtet sich dann auf die Auswahlkriterien der Insassen. Anschließend wird auf die Programmkonzeption und Methoden näher eingegangen. Schließlich werden die Zielvorstellungen genannt und empirische Studien, die die Rückfallquote und Einstellungsänderungen umfassen, vorgestellt. Im Weiteren wird nach Argumenten für und gegen die Boot Camps gesucht. In der Schlussbetrachtung wird dann dargelegt, ob die Boot Camps eine Alternative für andere rehabilitative Programme darstellen.
2 Boot Camps
2.1 Definition, Beschreibung und Abgrenzung
Der Begriff „Boot Camp“ umschreibt ein Lager, indem überwiegend straffällig gewordene Jugendliche erzogen und rehabilitiert werden sollen (vgl. Gescher 1998, S. 44). [...]
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Boot Camps
- Definition, Beschreibung und Abgrenzung
- Hintergründe
- Historischer Hintergrund
- Kriminalpolitischer Hintergrund
- Theoretische Ansätze
- Auswahl der Insassen
- Alter und Belastbarkeit
- Vorverurteilungen und aktuelle Straftat
- Freiwilligkeit
- Programmkonzeption und Methoden
- Zielvorstellungen
- Empirische Studien
- Pro und Kontra einer militärischen Erziehung
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Boot Camps in den USA als Alternative zur traditionellen Strafvollstreckung. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Vorstellung der Programme, ihrer Geschichte, ihren Hintergründen und den angewendeten Methoden. Darüber hinaus werden theoretische Ansätze beleuchtet und empirische Studien zur Effektivität der Boot Camps vorgestellt.
- Definition und Abgrenzung von Boot Camps
- Historische und kriminalpolitische Hintergründe
- Theoretische Ansätze zur Erklärung der Effektivität von Boot Camps
- Auswahlkriterien der Insassen und die Programmkonzeption
- Empirische Studien zur Rückfallquote und Einstellungsänderungen
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung präsentiert die Thematik der Boot Camps anhand von Beispielen aus den USA und stellt die Zielsetzung der Arbeit dar.
Boot Camps
Dieses Kapitel definiert den Begriff „Boot Camp“ und beschreibt die Programme, die in den USA verbreitet sind. Es geht auf die verschiedenen Formen von Boot Camps, ihre Geschichte und ihre kriminalpolitischen Hintergründe ein. Außerdem werden theoretische Ansätze vorgestellt und die Auswahlkriterien der Insassen sowie die Programmkonzeption und Methoden erläutert.
Schlüsselwörter
Boot Camps, Jugendstrafrecht, Kriminalpolitik, Rehabilitation, militärische Erziehung, empirische Studien, Rückfallquote, USA, Strafvollzug, Alternative.
Häufig gestellte Fragen
Was sind Boot Camps im Sinne des Jugendstrafvollzugs?
Boot Camps sind Lager in den USA, in denen straffällig gewordene Jugendliche durch eine militärisch geprägte Erziehung rehabilitiert werden sollen.
Welche Auswahlkriterien gelten für die Insassen von Boot Camps?
Wichtige Kriterien sind das Alter, die körperliche Belastbarkeit, die Art der aktuellen Straftat sowie die Frage der Freiwilligkeit der Teilnahme.
Wie effektiv sind Boot Camps im Vergleich zum Gefängnis?
Die Arbeit analysiert empirische Studien zur Rückfallquote und zeigt auf, ob diese Programme wirklich zu einer dauerhaften Einstellungsänderung führen.
Was sind die Hauptargumente gegen eine militärische Erziehung?
Kritiker weisen auf die Gefahr von Misshandlungen, die psychische Belastung und die oft mangelnde langfristige Wirkung des harten Drills hin.
Welchen historischen Hintergrund haben diese Camps?
Die Arbeit beleuchtet die Entstehung dieser Programme im kriminalpolitischen Kontext der USA als „letzte Chance“ vor dem regulären Strafvollzug.
- Quote paper
- Sarah Diekow (Author), 2010, Boot Camps als Alternative zu anderen rehabilitativen Programmen , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161745