Die Kartellparteienthese nach Katz/Mair wird zunächst skizziert. Dem schhließt sich die Darstellung der wesentlichen Kritikpunkte an. Abschließend wird die Aussagekraft der Kartellparteienthese anhand empirischer Daten hinsichtlich der deutschen Parteien geprüft.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Inhalte der Kartellparteienthese nach Katz/Mair
- Der Begriff des „Kartells“
- Beziehungen zwischen Kartellparteien und Staat
- Organisatorische Merkmale von Kartellparteien
- Konsequenzen für das demokratische politische System
- Allgemeine theoretische Kritik an der Kartellparteienthese
- Die Übertragbarkeit der Kartellparteienthese auf die deutschen Parteien
- Entwicklung der Mitgliederzahlen
- Parteienfinanzierung
- Besetzung öffentlicher Ämter
- Bewertung
- Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Text analysiert die Kartellparteienthese von Katz und Mair, die die Transformation etablierter Parteien in westlichen Demokratien zu quasi-halbstaatlichen Organen beschreibt. Der Fokus liegt auf der Untersuchung des Verhältnisses zwischen Kartellparteien und dem Staat, wobei die These vom Niedergang der Parteien aufgrund ihres schwindenden gesellschaftlichen Rückhalts hinterfragt wird.
- Die Entwicklung des Konzepts der Kartellparteien
- Die Kritik an der Kartellparteienthese
- Die Übertragbarkeit der Kartellparteienthese auf das deutsche Parteiensystem
- Die Auswirkungen der Kartellparteien auf das demokratische politische System
- Die Rolle von Staat und Gesellschaft im Wandel des Parteientyps
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt das Konzept der Kartellparteien vor und erläutert die historische Entwicklung von Parteitypen. Kapitel 2 befasst sich mit den Inhalten der Kartellparteienthese nach Katz und Mair, darunter die Definition des Begriffs "Kartell", die Beziehung zwischen Kartellparteien und dem Staat sowie organisatorische Merkmale. Kapitel 3 untersucht die theoretische Kritik an der Kartellparteienthese, während Kapitel 4 die Übertragbarkeit der These auf das deutsche Parteiensystem analysiert.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter in diesem Text sind Kartellpartei, Parteiensystem, Staat, Gesellschaft, Parteienfinanzierung, Mitgliederzahlen, demokratisches System, politische Partizipation, Catch-All-Partei, Massenpartei, Elitenpartei.
Häufig gestellte Fragen zur Kartellparteienthese
Was besagt die Kartellparteienthese nach Katz/Mair?
Die These besagt, dass sich etablierte Parteien in westlichen Demokratien zu quasi-halbstaatlichen Organen transformieren und ein Kartell bilden, um Ressourcen zu sichern und den Wettbewerb zu begrenzen.
Wie verhält sich eine Kartellpartei zum Staat?
Kartellparteien rücken näher an den Staat heran und finanzieren sich zunehmend durch staatliche Mittel statt durch Mitgliedsbeiträge, wodurch sie weniger abhängig von ihrer gesellschaftlichen Basis werden.
Welche organisatorischen Merkmale haben Kartellparteien?
Zu den Merkmalen gehören sinkende Mitgliederzahlen, eine Professionalisierung des Personals und eine starke Fokussierung auf die Besetzung öffentlicher Ämter.
Ist die Kartellparteienthese auf deutsche Parteien übertragbar?
Die Arbeit prüft dies anhand empirischer Daten wie der Parteienfinanzierung und Mitgliederentwicklung in Deutschland und bewertet die Anwendbarkeit kritisch.
Welche Konsequenzen hat das Kartellmodell für die Demokratie?
Kritiker befürchten eine Entfremdung zwischen Bürgern und Politik sowie einen Rückgang der politischen Partizipation und des gesellschaftlichen Rückhalts der Parteien.
Was sind die Vorgänger-Parteitypen der Kartellpartei?
In der historischen Entwicklung werden meist die Elitenpartei, die Massenpartei und die Catch-All-Partei (Allerweltspartei) als Vorstufen genannt.
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- Markus Heindl (Author), 2003, Inhalt und Aussagekraft der Kartellparteienthese, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161540