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Einflussfaktoren bei der Bewertung des gemeinsamen Sorgerechts

Título: Einflussfaktoren bei der Bewertung des gemeinsamen Sorgerechts

Tesis , 2005 , 226 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Mag. Thomas Simmerer (Autor)

Psicología - Psicología del desarrollo
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Diese Diplomarbeit wurde durch die Implementierung des Kindschaftsrechts-Änderungsgesetz 2001 angeregt. Es soll beschrieben werden, welche Aufgaben den beiden Elternteilen zukommen, zu welchen Problemen es durch das Fehlen eines Elternteils kommt und wie sich unterschiedliche Sorgerechtsformen auf die Anpassung und das Wohlbefinden der Kinder auswirken.

In der Praxis zeigten sich einige Vor- sowie Nachteile des Sorgerechts beider Elternteile. Es zeigte sich, dass einige Elternteile durchaus zufrieden mit dieser Regelung sind, andere hingegen sind es weniger wieder andere sind nicht zufrieden. Die sich hier aufdrängende Fragestellung lautet nun, auf welche Faktoren es zurückzuführen ist, ob die Beibehaltung des Sorgerechts beider Elterneile von diesen „hoch“ bzw. „niedrig“ oder „positiv“ bzw. „negativ“ bewertet wird.

In diesem Zusammenhang wurde angestrebt, Einflussfaktoren zu ermitteln, die auf die Bewertung der gemeinsamen Obsorge eine Wirkung ausüben. Als mögliche Einflussfaktoren wurden demografische Faktoren sowie die co-elterliche Interaktion, die Einstellungen, die psychosoziale Situation, die Beziehung zwischen Kind und Elternteil, der Konfliktlösungsstil und die Persönlichkeit des Kindes als unabhängige Variablen definiert.

Um diese Faktoren zu erheben, wurden drei Fragebögen vorgegeben. Diese waren FAGS – Fragebogen zur Analyse des gemeinsamen Sorgerechts nach Scheidung oder Trennung (Stupka, 2002), KLSE – Fragebogen zu Konfliktlösungsstilen im Elternhaus (Böhm, 1993) und FFFK - Fünf-Faktoren-Fragebogen für Kinder (Asendorpf, 1998). Um die Stichprobe zu rekrutieren, wurden diese Fragebögen als Internetseiten erstellt. Dadurch wurde es möglich, die entsprechenden Antworten auf die Fragen der Fragebögen online zu geben. Ein Link zu diesem Fragebogen wurde in zahlreichen inhaltlich entsprechenden Online-Foren gepostet. Um die Stichprobe zu vergrößern, wurde der Fragebogen auch in einer Papier und Bleistift Form verteilt. Der Großteil der 62 Teilenehmer dieser Studie konnte allerdings über das Internet rekrutiert werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kindeswohl und Sorgerecht

2.1. Wohl des Kindes – Versuch einer Definition

2.2. Der Begriff des „Kindeswohls“ im juristischen Sinn

2.3. Sorgerechtsformen

2.4. Erwartungen an die gemeinsame Obsorge in Österreich

2.5. Pro und kontra für das Sorgerecht beider Elternteile

3. Erkenntnisse der Bindungstheorie

3.1. Der Begriff Bindung

3.2. Bindung und Sorgerecht

4. Erkenntnisse der Scheidungs- und Sorgerechtsforschung

4.1. Trennungsprozess

4.2. Beziehung zum Vater

5. Folgen der Scheidung

5.1. Langzeitfolgen

5.2. Folgen der Scheidung auf drei Ebenen (individuelle, familiale, soziale)

5.2.1. Individuelle Ebene

5.2.1.1. Bedeutung der Scheidung für das Kind

5.2.1.2. Schulleistungen

5.2.1.3. Sozialverhalten

5.2.1.4. Selbstwert

5.2.2. Familiale Ebene

5.2.2.1. Auswirkung elterlicher Konflikte

5.2.2.2. Qualität der Beziehung zwischen Kind und nicht betreuendem Elternteil

5.2.3. Soziale Ebene

5.3. Stresserleben und Coping bei Kritischen Familienereignissen (Dettenborn &Walter,2002)

6. Methodik

6.1. UntersuchungsTeilnehmerInnen

7. Untersuchungsplan

7.1. Hypothesen

7.2. Untersuchungsmaterialien

7.2.1. FAGS

7.2.2. KLSE

7.2.3. FFFK

8. Untersuchungsdurchführung

9. Auswertung der Fragebögen

10. Ergebnisse

10.1. Explorative Datenanalyse

10.2. Logistische Regressionsanalyse

10.3. Vergleich der Skalenwerte dieser Erhebung mit derjenigen von Stupka (2002)

10.4. Testung der Hypothsen

10.4.1. Mittelwertsvergleiche

10.4.2. Erstellung des AMOS-Modells

11. Interpretation

12. Diskussion und Kritik

13. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen verschiedener Konfliktlösungsstile und Persönlichkeitsvariablen von Kindern auf die Bewertung des gemeinsamen Sorgerechts nach einer Trennung oder Scheidung in Österreich. Das Ziel ist es, Einflussfaktoren zu identifizieren, die eine positive Nachscheidungssituation im Rahmen der gemeinsamen Obsorge fördern und das Kindeswohl sowie die Anpassung der Kinder zu sichern.

  • Wirkung von Konfliktlösungsstilen auf die Sorgerechtsbewertung
  • Einfluss der Persönlichkeitsvariablen des Kindes
  • Strukturelle Rahmenbedingungen der gemeinsamen Obsorge in Österreich
  • Vergleich der elterlichen Bewertung zwischen betreuenden und nicht betreuenden Elternteilen
  • Rolle von Beratung im Scheidungsprozess

Auszug aus dem Buch

Die Möglichkeit der gemeinsamen Obsorge stellt einen Versuch des Gesetzgebers dar, die Wahrscheinlichkeit dieser Probleme zu minimieren.

Gemeinsames Sorgerecht, ein Arrangement welches geteiltes juristisches und/oder „physical“ (Anm. d. Verf.: physical custody bedeutet, dass das Kind zwei gleichwertige Wohnsitze hat) Sorgerecht für Kinder nach einer Scheidung der Eltern einbezieht, hat steigende Popularität seit den 1970ern, mit vielen Staaten die nun eine Präferenz oder Voreingenommenheit für das gemeinsame juristische Sorgerecht haben (Bender, 1994).

„Eine permanente Debatte zwischen Gegnern und Befürwortern des gemeinsamen Sorgerechts setzt sich seit den 1970ern fort, so wie zwischen Untersuchern und Autoren die sich stark gegen (z.B., Goldstein, Freud, & Solnit, 1973; Kuehl, 1989) bzw. für (z.B. Bender, 1994; Roman & Haddad, 1978) das gemeinsame Sorgerecht aussprechen“ (Bauserman, 2002 ins Deutsche vom Verf. übersetzt).

Entscheidend für die Entlastung oder Belastung von Kindern bei Trennung und Scheidung ihrer Eltern ist vor allem die Art der Beziehung der Eltern zu- und miteinander, ihre Fähigkeit und ihr Wille zur Kommunikation, Kooperation und zur wechselseitigen Akzeptanz ihrer nachehelichen Elternverantwortung. Ihre Kinder müssen von beiden Eltern erleben (dürfen), dass ihr Kontakt zu ihnen von beiden Eltern gewünscht und entsprechend gefördert wird. Eltern müssen sensibel bleiben/werden für die Bedürfnisse, Interessen, Nöte, Ängste, Freuden ihrer Kinder. (Proksch, 2002).

Für Kinder besteht durch eine Scheidung der Eltern ein erhöhtes Risiko für Entwicklungsbelastungen (vgl. Amato, 2000). Es liegt in der Intention dieser Diplomarbeit, zu untersuchen, welche Eigenschaften und Einstellungen Personen aufweisen, die die Nachscheidungssituation im Rahmen der gemeinsamen Obsorge positiv bewerten. Mit positiv bewerten ist hier gemeint, dass die von Proksch (2002) genannten Bedingungen möglichst zufrieden stellend erfüllt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Arbeit analysiert die Auswirkungen des Kindschaftsrechts-Änderungsgesetzes 2001 und untersucht, wie Konfliktstile und Elternmerkmale die Bewertung der gemeinsamen Obsorge beeinflussen.

2. Kindeswohl und Sorgerecht: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Kindeswohls im juristischen und philosophischen Kontext und stellt verschiedene Sorgerechtsmodelle sowie die rechtliche Lage in Österreich vor.

3. Erkenntnisse der Bindungstheorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen der kindlichen Bindung erläutert und deren Relevanz für Sorgerechtsentscheidungen aufgezeigt.

4. Erkenntnisse der Scheidungs- und Sorgerechtsforschung: Der Fokus liegt auf dem Trennungsprozess und der Bedeutung der Vater-Kind-Beziehung nach einer Scheidung.

5. Folgen der Scheidung: Es werden die Langzeitfolgen der elterlichen Scheidung auf individueller, familialer und sozialer Ebene sowie Stressbewältigungsmechanismen detailliert betrachtet.

6. Methodik: Beschreibung des Forschungsdesigns, der Stichprobe und der allgemeinen Vorgehensweise bei der Datenerhebung.

7. Untersuchungsplan: Darlegung der aufgestellten Hypothesen sowie eine detaillierte Beschreibung der verwendeten Untersuchungsmaterialien, inklusive der psychologischen Skalen.

8. Untersuchungsdurchführung: Erläuterung der Rekrutierung der Probanden und der technischen Umsetzung der Online-Studie.

9. Auswertung der Fragebögen: Zusammenfassung der statistischen Aufbereitung der Daten aus den verwendeten Fragebögen.

10. Ergebnisse: Darstellung der explorativen Analysen, der logistischen Regression und der Ergebnisse der Hypothesentests.

11. Interpretation: Zusammenführung und inhaltliche Einordnung der gewonnenen Ergebnisse unter Einbeziehung des theoretischen Rahmens.

12. Diskussion und Kritik: Kritische Reflexion des Studiendesigns, insbesondere bezüglich der Stichprobengröße und -zusammensetzung.

13. Zusammenfassung: Ein abschließender Überblick über die Zielsetzung, die Methodik und die zentralen Erkenntnisse der Arbeit.

Schlüsselwörter

Gemeinsame Obsorge, Sorgerecht, Kindeswohl, Scheidung, Trennung, Elternverantwortung, Bindungstheorie, Konfliktlösung, Nachscheidungssituation, empirische Studie, Erziehung, familiale Anpassung, Co-elterliche Interaktion, psychische Belastung, Beratungsbedarf

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der gemeinsamen Obsorge nach einer Scheidung in Österreich und untersucht, welche Faktoren dazu beitragen, dass Eltern dieses Modell positiv bewerten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Kindeswohl, die Bindungstheorie, Scheidungsfolgen für Kinder sowie die Qualität der Kooperation zwischen geschiedenen Eltern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Variablen zu identifizieren, die eine Vorhersage darüber erlauben, warum Eltern die gemeinsame Obsorge unterschiedlich (hoch oder niedrig) bewerten.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es wurde eine empirische Untersuchung durchgeführt, bei der Fragebögen genutzt wurden, um Daten zu co-elterlicher Interaktion, Einstellungen und psychischen Faktoren zu erheben. Diese wurden mittels statistischer Verfahren (Korrelation, Regression, T-Test, AMOS-Modellierung) ausgewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Kindeswohl und Bindung sowie in eine umfassende empirische Studie, die den Zusammenhang zwischen elterlichem Verhalten, Konflikten und der Bewertung der gemeinsamen Obsorge analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Gemeinsame Obsorge, Kindeswohl, Scheidungsforschung, co-elterliche Interaktion und elterliche Konfliktlösung.

Inwiefern beeinflusst der Bildungsgrad der Eltern die Bewertung der gemeinsamen Sorge?

Die Studie zeigt einen positiven Zusammenhang zwischen der Berufsausbildung bzw. Bildung der Eltern und der positiven Bewertung der gemeinsamen Sorge, was möglicherweise mit der höheren Kooperationsfähigkeit in höheren sozialen Schichten zusammenhängt.

Welche Rolle spielt eine psychologische Beratung?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Eltern, die eine Beratung im Zusammenhang mit der Scheidung in Anspruch nahmen, die gemeinsame Sorge tendenziell positiver bewerten.

Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Bewertung?

Ja, die Ergebnisse zeigen, dass Männer die gemeinsame Sorge insgesamt höher bewerten als Frauen.

Final del extracto de 226 páginas  - subir

Detalles

Título
Einflussfaktoren bei der Bewertung des gemeinsamen Sorgerechts
Universidad
University of Vienna  (Entwicklungspsychologie)
Calificación
2
Autor
Mag. Thomas Simmerer (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
226
No. de catálogo
V160455
ISBN (Ebook)
9783668741508
ISBN (Libro)
9783668741515
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sorgerecht Kontaktrecht Obsorge Kindeswohl Scheidung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mag. Thomas Simmerer (Autor), 2005, Einflussfaktoren bei der Bewertung des gemeinsamen Sorgerechts, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160455
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