In der hier vorliegenden Arbeit soll es um eine theorienbezogene Darstellung der Metapher gehen. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf zwei ausgewählten Metapherntheorien. Zum einen soll die älteste Metapherntheorie, die Substitutionstheorie, besprochen werden. Zum anderen wird die, heute am weitesten verbreitete Metapherntheorie, die Interaktionstheorie, näher erläutert.
Zu Beginn wird auf den Begriff der Metapher eingegangen. Anschließend wird eine Klassifikation der Metapher vorgenommen und Metaphernarten vorgestellt. Hierbei wird separat kurz die Vorstellung der Metapher als Bild besprochen. Dies ist im Hinblick auf die Substitutionstheorie von Aristoteles hilfreich. Es muss darauf hingewiesen werden, dass sich diese Klassifikation an Gerhard Kurz und dessen Werk Metapher – Allegorie–Symbol orientiert1. Im Anschluss daran wird mit dem Kapitel `Metapherntheorien´ ein kurzer Überblick über die theoretische Annäherung an Theorien der Metapher gegeben, um dann auf die zwei ausgewählten Theorien, die Substitutions- und Interaktionstheorie einzugehen. Bei der Abhandlung der Substitutionstheorie wird ein kurzer Exkurs hinsichtlich der Metapher als Vergleich vorgenommen. Dies liegt nahe, da im Anschluss an Aristoteles´ Theorie der Substitution eine Vergleichstheorie entstand. Auch das Etikett-Modell, welches im Zuge der Substitutionstheorie von Aristoteles geprägt wurde, wird kurz vorgestellt und im Anschluss daran kritisch analysiert. Die im 20. Jahrhundert aufgestellte Interaktionstheorie wird den Abschluss der Arbeit bilden, da sie die, momentan am weitesten verbreitete Metapherntheorie ist. Hierbei wird separat kurz auf die Idee des Indirekten Sprechaktes eingegangen.
Die Beschränkung auf diese zwei Theorien erfolgt, um den Komplexitätsgrad zu reduzieren, der sonst den Umfang der Arbeit sprengen würde. In einer kurzen Zusammenfassung wird abschließend ein Resümee gezogen.
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1 Kurz, Gerhard: Metapher, Allegorie, Symbol. 4., durchges. Aufl. Göttingen : Vandenhoeck und Ruprecht, 1997.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriffserläuterung
- Metaphernarten und Klassifikation
- Metapher als Bild
- Metapherntheorien
- Substitutionstheorie
- Etikett-Modell
- Kritik am Modell
- Metapher als Vergleich
- Interaktionstheorie
- Theorie des indirekten Sprechaktes
- Substitutionstheorie
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der theoretischen Darstellung der Metapher und konzentriert sich dabei auf zwei zentrale Metapherntheorien: die Substitutionstheorie und die Interaktionstheorie. Der Text beleuchtet die historische Entwicklung des Metapherbegriffs, präsentiert verschiedene Klassifikationen und erörtert wichtige Aspekte der beiden ausgewählten Theorien.
- Definition und Entwicklung des Metapherbegriffs
- Klassifikation und Arten von Metaphern
- Die Substitutionstheorie als klassische Metapherntheorie
- Die Interaktionstheorie als moderne und weit verbreitete Theorie
- Bedeutung und Funktion der Metapher in Sprache und Denken
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Hausarbeit ein und skizziert die Zielsetzung sowie den Aufbau. Das zweite Kapitel beleuchtet den Begriff der Metapher, seine historische Entwicklung und seine Abgrenzung zu verwandten Begriffen wie Allegorie, Symbol oder Vergleich.
Kapitel drei widmet sich einer Klassifikation von Metaphernarten, wobei besonders die Metapher als Bild im Hinblick auf die Substitutionstheorie von Aristoteles hervorgehoben wird. Die Darstellung orientiert sich dabei an der Klassifikation von Gerhard Kurz.
Im vierten Kapitel erfolgt eine theoretische Annäherung an verschiedene Metapherntheorien, wobei die Substitutions- und die Interaktionstheorie im Fokus stehen. Die Substitutionstheorie wird in diesem Zusammenhang ausführlich erläutert, inklusive einer Diskussion des Etikett-Modells und der Kritik daran. Die Interaktionstheorie, die im 20. Jahrhundert entstand, wird als moderne und weit verbreitete Theorie vorgestellt.
Schlüsselwörter
Metapher, Substitutionstheorie, Interaktionstheorie, Metaphernarten, Klassifikation, Bildlichkeit, sprachliche Bildlichkeit, Tropen, Rhetorik, indirekter Sprechakt, Etikett-Modell, Vergleichstheorie, konventionalisierte Metaphern, innovative Metaphern, lexikalisierte Metaphern.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Substitutionstheorie der Metapher?
Dies ist die älteste Theorie (geprägt von Aristoteles), die besagt, dass eine Metapher lediglich ein eigentliches Wort durch ein uneigentliches ersetzt, oft als bloßer Schmuck oder Rätsel.
Was besagt die Interaktionstheorie?
Sie ist die heute weiteste verbreitete Theorie und besagt, dass eine Metapher durch das Zusammenwirken zweier Gedankenbereiche eine neue Bedeutung schafft, die über die bloße Ersetzung hinausgeht.
Was versteht man unter dem "Etikett-Modell"?
Im Rahmen der Substitutionstheorie wird die Metapher als ein "Etikett" gesehen, das man Dingen anheftet; dieses Modell wird in der Arbeit kritisch analysiert.
Welche Rolle spielt der "indirekte Sprechakt" bei Metaphern?
Die Arbeit beleuchtet im Kontext der Interaktionstheorie, wie Metaphern als indirekte Sprechakte fungieren können, bei denen das Gesagte und das Gemeinte voneinander abweichen.
Ist jede Metapher ein verkürzter Vergleich?
Die Arbeit diskutiert die Vergleichstheorie, die im Anschluss an Aristoteles entstand und die Metapher als einen impliziten Vergleich definiert.
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- Julia Haase (Author), 2010, Theoretische Betrachtung der Metapher, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159968