Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Literature - Comparative Literature

Interpretation von Goethes überarbeiteter Version "Willkommen und Abschied" von 1785 im Vergleich zu der früheren Version von 1771

Title: Interpretation von Goethes überarbeiteter Version "Willkommen und Abschied" von 1785 im Vergleich zu der früheren Version von 1771

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Susanne Hahn (Author)

Literature - Comparative Literature
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

„Alle meine Gedichte sind Gelegenheitsgedichte, sie sind durch die Wirklichkeit angeregt und haben darin Grund und Boden“ , sprach Goethe einst und mit einem dieser Gelegenheitsgedichten werde ich mich in dieser Hausarbeit auseinandersetzen. Der am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geborene und am 22. März 1832 in Weimar gestorbene Johann Wolfgang von GoetheAbb.01 ist als Dichter, Theaterleiter, Naturwissenschaftler, Dramatiker und Kunsttheoretiker einer der bekanntesten Vertreter der Weimarer Klassik. Er schrieb Gedichte, Dramen, Prosa- Literatur und naturwissenschaftliche Abhandlungen und gilt als bedeutendster deutscher Dichter und herausragende Persönlichkeit der Weltliteratur . Im Jahre 1771 verfasste Goethe das Liebesgedicht „Willkommen und Abschied“, das der Literaturepoche Sturm und Drang zuzuordnen ist, was sich an den für diese Epoche typischen Merkmalen der betonten Darstellungen von Emotionen, Gedanken und der Naturverbundenheit erkennen lässt.
Ich habe mir dieses Gedicht für diese Hausarbeit, aufgrund seiner Emotionalität und den Parallelen meiner eigenen Erfahrung, ausgesucht. Ich werde die spätere Version des Gedichts aus dem Jahre 1785 interpretieren, da ich die überarbeitete Version interessanter finde, und dabei ebenfalls auf die formalen Auffälligkeiten und den historischen Kontext eingehen. Als zweiten Schritt werde ich diese Version mit der ersten aus dem Jahr 1771 vergleichen und herausfinden, worin die Unterschiede zwischen den beiden Gedichten liegen und aus welchen Gründen Goethe sein Werk überarbeitete. Um die Übersichtlichkeit meiner Arbeit zu gewährleisten, habe ich diese in Abschnitte gegliedert, die jeweils durch Überschriften gekennzeichnet sind. Die Sekundär- und Primärliteratur, die ich konsultiert habe, sowie das Abbildungsverzeichnis und die Fußnoten, befinden sich am Schluss der Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Interpretation der späteren Version „Willkommen und Abschied“ aus dem Jahr 1785

2.1 Inhaltszusammenfassung

2.2 Die Bedeutung des Titels

2.3 Struktur und Form

2.4 Die Sprechsituation im Gedicht

2.5 Interpretation

2.6 Goethe- der heroische Reiter ?

3. Vergleich der beiden Fassungen

3.1 Datierung der Fassungen

3.2 Die Unterschiede und deren Interpretation

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit Goethes Liebesgedicht „Willkommen und Abschied“ auseinander. Ziel ist es, die spätere Fassung von 1785 hinsichtlich formaler Auffälligkeiten, des historischen Kontexts und der zugrundeliegenden Emotionalität zu interpretieren, um anschließend durch einen Vergleich mit der frühen Fassung von 1771 die Entwicklung des Werkes sowie die Beweggründe für Goethes Überarbeitungen zu analysieren.

  • Analyse und Interpretation der Fassung von 1785
  • Struktur-, Form- und Sprechsituationsanalyse des Gedichts
  • Vergleichende Untersuchung zwischen der Fassung von 1771 und 1785
  • Biografische Einbettung der Beziehung zu Friederike Brion
  • Untersuchung der Motive für Goethes nachträgliche Textänderungen

Auszug aus dem Buch

2.3 Struktur und Form

Johann Wolfgang von Goethe verfasste sein Gedicht in einer durchdachten und strengen Struktur. Trotz seiner überaus leidenschaftlichen Formulierungen wirkt das Gedicht dennoch unbeschwert und zugänglich für den Leser.

Die Dichtung besteht aus vier Strophen, von denen jede jeweils aus acht Versen besteht, in denen durchgehend Kreuzreime (abab/ cdcd/ efef / ghgh) vorkommen und infolgedessen das Werk einen symmetrischen Aufbau aufweist. Allerdings lockern unreine Reime, die sich jedoch nicht in allen Strophen befinden, die strenge Form ein wenig auf. Bei unreinen Reimen stimmen die hörbaren Lautfolgen der Reimsilben beinahe überein, während nur Abweichungen in Betonung und Klangfärbung auftreten.

In den Versen vier und sechs, der ersten Strophe, steht der erste unreine Reim: „Schon stand im Nebelkleid die Eiche / Wo Finsternis aus dem Gesträuche“. Die dritte Strophe besitzt neben dem emotionalen Höhepunkt des Gedichtes auch die meisten unreinen Reime: In den Versen siebzehn und neunzehn („Dich sah ich, und die milde Freude / Ganz war mein Herz auf deiner Seite“) und in den Versen einundzwanzig und dreiundzwanzig („Ein rosenfarbnes Frühlingswetter / Und Zärtlichkeit für mich – ihr Götter!) befinden sich diese. Der letzte unreine Reim befindet sich in der vierten Strophe in den Versen dreißig und zweiunddreißig: „Und sahst mir nach mit nassen Blick: / Und lieben, Götter, welch ein Glück!“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt Goethes Auffassung von Gelegenheitsgedichten dar und erläutert das Ziel der Arbeit, das Gedicht „Willkommen und Abschied“ zu interpretieren und seine Fassungen zu vergleichen.

2. Interpretation der späteren Version „Willkommen und Abschied“ aus dem Jahr 1785: In diesem Kapitel wird das Gedicht inhaltlich zusammengefasst, der Titel gedeutet, die formale Struktur untersucht, die Sprechsituation analysiert und eine tiefgehende Interpretation der drei Sinnabschnitte vorgenommen.

3. Vergleich der beiden Fassungen: Dieses Kapitel vergleicht die Versionen von 1771 und 1785 miteinander, um die inhaltlichen und stilistischen Veränderungen durch Goethe sowie deren interpretatorische Bedeutung für seine Beziehung zu Friederike Brion herauszuarbeiten.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Veränderungen des Gedichts über die Jahre hinweg eine neue Perspektive auf das Werk ermöglichen und tiefere Einblicke in Goethes Erleben und Durchleben gewähren.

Schlüsselwörter

Willkommen und Abschied, Johann Wolfgang von Goethe, Sturm und Drang, Friederike Brion, Sesenheimer Lieder, Liebesgedicht, Interpretation, Fassungsvergleich, Lyrik, Versstruktur, Metrik, Symbolik, Emotion, Naturverbundenheit, Rollentausch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse und dem Vergleich zweier Fassungen des berühmten Liebesgedichts „Willkommen und Abschied“ von Johann Wolfgang von Goethe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die formale Struktur des Gedichts, die Darstellung von Emotionen, die biographische Verbindung zu Friederike Brion sowie die inhaltliche Entwicklung des Textes über einen Zeitraum von 14 Jahren.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin oder der Autor mit dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, durch eine detaillierte Interpretation der späteren Fassung von 1785 und einen anschließenden Vergleich mit der frühen Version von 1771 zu verstehen, warum und wie Goethe sein Werk überarbeitet hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Methode der textanalytischen Interpretation, kombiniert mit einem diachronen Vergleich beider Gedichtfassungen sowie dem Einbezug biografischer und literaturgeschichtlicher Kontexte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturierte Interpretation der späteren Fassung sowie einen detaillierten Vergleich, bei dem insbesondere syntaktische und perspektivische Änderungen wie der Rollentausch zwischen lyrischem Ich und lyrischem Du beleuchtet werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Sturm und Drang, literarische Fassungsgeschichte, Emotionsdarstellung und biografische Einbettung gekennzeichnet.

Warum änderte Goethe den Titel des Gedichts erst Jahre nach der Entstehung?

Die Arbeit führt aus, dass die Titelgebung nach der Trennung von Friederike Brion erfolgte und das Gedicht somit eine neue Bedeutung im Kontext der erloschenen Liebe erhielt.

Welche Rolle spielt die „Natur“ im Gedicht?

Die Natur fungiert nicht nur als Kulisse, sondern als „Seelenlandschaft“, die die innere Verfassung des Reiters widerspiegelt und sich von einer bedrohlichen, nächtlichen Umgebung hin zu einem frühlingshaften Bild wandelt.

Warum nahm Goethe den „Rollentausch“ in der späten Fassung vor?

Die Autorin argumentiert, dass Goethe die Perspektive änderte, um die Rolle des Mannes als aktiver, stürmischer Geliebter zu betonen und das Bild der weinenden, verlassenen Frau in der Schlussphase der Beziehung zu festigen.

Excerpt out of 18 pages  - scroll top

Details

Title
Interpretation von Goethes überarbeiteter Version "Willkommen und Abschied" von 1785 im Vergleich zu der früheren Version von 1771
College
University of Erfurt
Course
Meta-Lyrik
Grade
1,7
Author
Susanne Hahn (Author)
Publication Year
2008
Pages
18
Catalog Number
V158602
ISBN (eBook)
9783640712762
ISBN (Book)
9783640713981
Language
German
Tags
Interpretation Goethe Willkommen und Abschied Willkommen Abschied Gedicht Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Hahn (Author), 2008, Interpretation von Goethes überarbeiteter Version "Willkommen und Abschied" von 1785 im Vergleich zu der früheren Version von 1771, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/158602
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  18  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint