Die Deutsche Einheit kam blitzschnell. Jetzt standen die Politiker vor einer nahezu unlösbaren Aufgabe: Einer Währungsunion und der Umstruktierung der Planwirtschaft der ehemaligen DDR und ihre Eingliederung in den kapitalistischen Westen. Welche Fehler hierbei gemacht worden sind und welche Alternativen es gegeben hätte, stelle ich in dieser Arbeit dar.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die DDR-Wirtschaft vor der Wende
- Wirtschaftskrise in der DDR
- Nach der Wende
- Der Umstellungskurs der D-Mark
- Einbruch des DDR-Außenhandels
- Die Treuhandanstalt
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Deutschen Währungs- und Wirtschaftsunion im Kontext der Wiedervereinigung 1989/1990. Sie analysiert die Herausforderungen und Probleme der Umstrukturierung der DDR-Planwirtschaft und deren Eingliederung in die soziale Marktwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland. Die Arbeit beleuchtet insbesondere den Umstellungskurs der D-Mark und der Ostmark sowie die Rolle der Treuhandanstalt.
- Die Herausforderungen der Währungs- und Wirtschaftsunion
- Der Umstellungskurs der D-Mark und der Ostmark
- Die Umstrukturierung der DDR-Planwirtschaft
- Die Rolle der Treuhandanstalt
- Fehler und Kritikpunkte bei der Umstrukturierung
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Diese Einleitung skizziert den historischen Kontext der deutschen Wiedervereinigung und die unmittelbaren Folgen der Wende, einschließlich der Herausforderungen, die sich aus der Vereinigung der beiden deutschen Wirtschaftsordnungen ergaben.
- Die DDR-Wirtschaft vor der Wende: Dieses Kapitel analysiert die strukturellen Schwächen der DDR-Wirtschaft und die Gründe für ihre mangelnde Wettbewerbsfähigkeit. Es beleuchtet die planwirtschaftliche Struktur, die mangelnde Effizienz und die Abhängigkeit vom RGW-Handel.
- Wirtschaftskrise in der DDR: Dieses Kapitel beschreibt die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, mit denen die DDR vor der Wende konfrontiert war. Es beleuchtet die mangelnde Produktivität, die technologische Rückständigkeit und die geringe internationale Wettbewerbsfähigkeit.
- Nach der Wende: Dieses Kapitel beschreibt die ersten Schritte nach der Wende und die Planung der Währungs- und Wirtschaftsunion. Es geht auf die verschiedenen kritischen Stimmen ein, die gegenüber den Vorhaben der Bundesregierung geäußert wurden.
- Der Umstellungskurs der D-Mark: Dieses Kapitel beleuchtet die Debatte um den geeigneten Umstellungskurs für die Währungsunion. Es präsentiert Argumente für und gegen den gewählten Kurs und analysiert die Auswirkungen dieser Entscheidung.
- Einbruch des DDR-Außenhandels: Dieses Kapitel untersucht den Zusammenbruch des Handels mit den RGW-Staaten und die Folgen für die DDR-Wirtschaft.
- Die Treuhandanstalt: Dieses Kapitel behandelt die Arbeit der Treuhandanstalt und ihre Aufgabe bei der Privatisierung der DDR-Betriebe. Es analysiert die Vorgehensweise der Treuhand und die Kritik an ihrer Arbeit.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen der Deutschen Währungs- und Wirtschaftsunion, der Umstrukturierung der DDR-Planwirtschaft, dem Umstellungskurs der D-Mark, der Treuhandanstalt, der Privatisierung, dem RGW-Handel und der sozialen Marktwirtschaft.
Häufig gestellte Fragen
Was war die größte Herausforderung der deutschen Währungsunion?
Die größte Herausforderung war die blitzschnelle Umstellung der maroden DDR-Planwirtschaft auf das marktwirtschaftliche System der Bundesrepublik und die Wahl des richtigen Umstellungskurses.
Welche Rolle spielte die Treuhandanstalt?
Die Treuhandanstalt war für die Privatisierung und Umstrukturierung der ehemaligen DDR-Staatsbetriebe zuständig, was oft zu massiver Kritik und Arbeitsplatzverlusten führte.
Wie war der Umstellungskurs von D-Mark zu Ostmark?
Es gab eine heftige Debatte über den Kurs. Letztlich wurden Löhne und Mieten 1:1 umgestellt, während für Ersparnisse je nach Alter und Betrag unterschiedliche Sätze (1:1 oder 2:1) galten.
Warum brach der DDR-Außenhandel nach der Wende ein?
Durch die Einführung der D-Mark wurden DDR-Produkte für die bisherigen Handelspartner im RGW-Raum schlagartig zu teuer, zudem fehlte die internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Welche Alternativen zur schnellen Währungsunion gab es?
Kritiker und Ökonomen schlugen oft eine schrittweise Anpassung vor, um der Ost-Wirtschaft mehr Zeit zur Modernisierung zu geben, was jedoch politisch nicht gewollt war.
- Arbeit zitieren
- Hajo Kiel (Autor:in), 2009, Die Deutsche Währungs- und Wirtschaftsunion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157860