Im nachfolgenden Kapitel werden die Möglichkeiten der Nachwuchskräftesicherung erörtert, die bereits in der Primar- bzw. Sekundarstufe ansetzen. Dabei wird in legitimierter Form der Blick auf den gesamten MINT-Sektor gerichtet. In den Kapiteln 2.2 und 2.3 wird dann die Technikmündigkeit, in Gestalt von Kompetenzen und Interessenslagen der Schüler, genauer betrachtet. Bevor mit dem abschließenden Passus des zweiten Abschnittes die verschiedenen Förder- und Bildungsmaßnahmen anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse illustriert werden, wird die Existenz förderbedürftiger Gruppen nachweislich verdeutlicht.
Der zweite große Themenblock wird gemäß der Themenstellung am Beispiel des Ingenieurberufs beleuchtet. Abschnitt 3 setzt sich folglich mit den theoretischen Grundlagen dieses Berufszweiges auseinander, wobei die verschiedenen Hochschulgrade, das Berufsbild und die erforderlichen Schlüsselqualifikationen erörtert werden. Darin enthalten ist notwendigerweise auch der Wandel des Tätigkeitsfeldes dieser Berufssparte. Ausgehend von diesem Fundament werden optimierte bzw. alternative Ausbildungsformen, den Ingenieur betreffend, diskutiert. Hier erstreckt sich die Bandbreite der Bildungsmaßnahmen von der erst seit kurzem möglichen formalen Anerkennung informell erworbener Kompetenzen bis hin zu dualen Berufsbildungsabschlüssen, die dem Ingenieurberuf durchaus ebenbürtig sein können. Vom „Ausbildungskapitel“ (Abschnitt 4) geht der Verlauf der Arbeit in die Weiterbildungsthematik bereits ausgebildeter Ingenieure über. In diesem Segment werden potentielle Weiterbildungsteilnehmer identifiziert und es wird ausführlich erörtert, wie man anhand von Weiterqualifizierungen den Mangel an Fachkräften im Ingenieurwesen beseitigen kann. Am Ende eines jeden Überpunktes erfolgt zur überblicksartigen Illustration eine kurze Konklusion der gesammelten Ergebnisse. Eine Zusammenfassung und ein kurzer Ausblick vervollständigen die Arbeit und runden diese entsprechend ab.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Problemstellung
- 2. Schulische Bildungsmaßnahmen zur Nachwuchskräftesicherung
- 2.1 Die Bedeutung der Primar- und Sekundarstufe für den MINT-Nachwuchs
- 2.2 Die mathematisch-naturwissenschaftlichen Kompetenzen der Schüler
- 2.3 Das Schülerinteresse an mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern
- 2.4 Die Existenz von benachteiligten Kindern und Jugendlichen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich
- 2.4.1 Geschlechterspezifische Unterschiede
- 2.4.2 Sozial benachteiligte Jugendliche
- 2.5 Förder- und Bildungsmaßnahmen im Schulwesen
- 2.5.1 Die Förderung benachteiligter Gruppen
- 2.5.1.1 Geschlechterspezifische Förderung
- 2.5.1.2 Förderung von sozial benachteiligten Jugendlichen
- 2.5.2 Allgemeine Bildungs- und Fördermaßnahmen
- 2.5.2.1 Investitionen in die Lehrer(aus-)bildung
- 2.5.2.2 Unterrichtsbezogene Rahmenbedingungen
- 2.5.2.3 Vernetzung des Unterrichtsfaches Naturwissenschaften
- 2.5.2.4 Anhebung der gesellschaftlichen Wertschätzung
- 3. Das Berufsfeld eines Ingenieurs
- 3.1 Vom Diplom Ingenieur zum Bachelor bzw. Master of Engineering
- 3.2 Die Facetten und Strukturen des Ingenieurberufs
- 3.3 Die erforderlichen Schlüsselqualifikationen eines Ingenieurs
- 4. Die (Aus-)Bildungssystematik für Ingenieure
- 4.1 Die Anerkennung informell erworbener Kompetenzen
- 4.2 Die duale Ausbildung als Alternative zum Ingenieurstudium
- 4.3 Die Duale Hochschule als willkommene Option
- 5. Die berufliche Weiterbildung von Ingenieuren
- 5.1 Weiterbildung im Allgemeinen
- 5.1.1 Gründe der Weiterbildungserfordernis auf Seiten der Unternehmen
- 5.1.2 Gründe der Weiterbildungserfordernis auf Seiten der Individuen
- 5.2 Strukturelle Daten und Fakten zum Thema Weiterbildung von Ingenieuren
- 5.3 Ingenieure als potentielle Weiterbildungsteilnehmer
- 5.3.1 Weiterbildung von beschäftigten Ingenieuren
- 5.3.2 Weiterbildung aus der Arbeitslosigkeit
- 5.3.3 Weiterbildung von älteren Ingenieuren
- 5.3.4 Weiterbildung in der Einarbeitungsphase
- 6. Synthese und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit dem Thema der (Weiter-)Bildungsmaßnahmen zur Reduzierung des Fachkräftemangels im MINT-Bereich, insbesondere im Ingenieurberuf. Ziel ist es, die Herausforderungen und Chancen der Nachwuchskräftesicherung in diesem Bereich zu beleuchten und mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen. Die Arbeit konzentriert sich dabei auf die Analyse der Bildungslandschaft im MINT-Bereich, die Entwicklung des Ingenieurberufs und die Notwendigkeit von Weiterbildungsmaßnahmen für Ingenieure.
- Bildungslandschaft im MINT-Bereich: Bedeutung der Primar- und Sekundarstufe, mathematisch-naturwissenschaftliche Kompetenzen der Schüler, Schülerinteresse an MINT-Fächern, Förderung benachteiligter Gruppen, allgemeine Bildungs- und Fördermaßnahmen.
- Entwicklung des Ingenieurberufs: Von Diplom Ingenieur zum Bachelor bzw. Master of Engineering, Facetten und Strukturen des Ingenieurberufs, Schlüsselqualifikationen eines Ingenieurs.
- Bildungssystematik für Ingenieure: Anerkennung informell erworbener Kompetenzen, duale Ausbildung als Alternative zum Ingenieurstudium, duale Hochschule als Option.
- Berufliche Weiterbildung von Ingenieuren: Gründe der Weiterbildungserfordernis, strukturelle Daten und Fakten, Ingenieure als potentielle Weiterbildungsteilnehmer.
- Herausforderungen und Chancen der Nachwuchskräftesicherung im MINT-Bereich.
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Problemstellung: Dieses Kapitel beschreibt die Problematik des Fachkräftemangels im MINT-Bereich, insbesondere im Ingenieurberuf. Es analysiert die Ursachen des Defizits, wie den demografiebedingten Ersatzbedarf und die Globalisierung. Die Bedeutung des Humankapitals für die Wirtschaft wird hervorgehoben. Es wird zudem auf die Studienabbrecherquoten und das geringere Interesse von Frauen an MINT-Berufen eingegangen.
- Kapitel 2: Schulische Bildungsmaßnahmen zur Nachwuchskräftesicherung: Dieses Kapitel untersucht die Rolle der Primar- und Sekundarstufe in der Nachwuchskräftesicherung im MINT-Bereich. Es analysiert die mathematisch-naturwissenschaftlichen Kompetenzen der Schüler, ihr Interesse an MINT-Fächern und die Existenz benachteiligter Gruppen. Es werden Förder- und Bildungsmaßnahmen im Schulwesen, wie die Förderung benachteiligter Gruppen und allgemeine Bildungs- und Fördermaßnahmen, diskutiert.
- Kapitel 3: Das Berufsfeld eines Ingenieurs: Dieses Kapitel beleuchtet das Berufsfeld des Ingenieurs, die Entwicklung vom Diplom Ingenieur zum Bachelor bzw. Master of Engineering, die Facetten und Strukturen des Ingenieurberufs sowie die erforderlichen Schlüsselqualifikationen.
- Kapitel 4: Die (Aus-)Bildungssystematik für Ingenieure: Dieses Kapitel beschreibt die verschiedenen Bildungswege für Ingenieure, wie die Anerkennung informell erworbener Kompetenzen, die duale Ausbildung und die duale Hochschule.
- Kapitel 5: Die berufliche Weiterbildung von Ingenieuren: Dieses Kapitel fokussiert auf die berufliche Weiterbildung von Ingenieuren. Es analysiert die Gründe für die Notwendigkeit von Weiterbildung, strukturelle Daten und Fakten sowie die verschiedenen Kategorien von Weiterbildungsteilnehmern.
Schlüsselwörter
Fachkräftemangel, MINT-Bereich, Ingenieurberuf, Bildung, Ausbildung, Weiterbildung, Nachwuchskräftesicherung, Humankapital, demografischer Wandel, Globalisierung, Studienabbrecherquoten, Schülerinteresse, Förderung, benachteiligte Gruppen, Schlüsselqualifikationen, duale Ausbildung, duale Hochschule, Weiterbildungsbedarf, Unternehmen, Individuen.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Hauptgründe für den Fachkräftemangel im Ingenieurwesen?
Wesentliche Ursachen sind der demografische Wandel (Ersatzbedarf), die Globalisierung sowie zu hohe Studienabbrecherquoten und ein geringes Interesse von Frauen an MINT-Berufen.
Welche Rolle spielt die schulische Bildung bei der Nachwuchssicherung?
Die Primar- und Sekundarstufe sind entscheidend, um frühzeitig Interesse an MINT-Fächern zu wecken und mathematisch-naturwissenschaftliche Kompetenzen aufzubauen.
Gibt es Alternativen zum klassischen Ingenieurstudium?
Ja, duale Ausbildungen und das Studium an Dualen Hochschulen bieten praxisorientierte Alternativen, die dem Ingenieurberuf ebenbürtig sein können.
Warum ist die Weiterbildung für bereits tätige Ingenieure so wichtig?
Durch den schnellen technologischen Wandel müssen Ingenieure ihre Qualifikationen ständig aktualisieren, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern.
Wie können benachteiligte Gruppen im MINT-Bereich gefördert werden?
Durch gezielte geschlechterspezifische Förderung und Unterstützung sozial benachteiligter Jugendlicher können verborgene Fachkräftepotenziale erschlossen werden.
Was versteht man unter der Anerkennung informell erworbener Kompetenzen?
Es handelt sich um die formale Bestätigung von Fähigkeiten, die außerhalb des klassischen Bildungssystems (z. B. durch Berufserfahrung) erworben wurden, um den Zugang zu höheren Qualifikationen zu erleichtern.
- Quote paper
- Dipl. Betriebswirt (FH) Daniel Friedrich (Author), 2010, Perspektiven von (Weiter-)Bildungsmaßnahmen zur Reduzierung des Fachkräftemangels im MINT-Bereich , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157710