Die Bundestagswahl 1953 stand ganz im Zeichen der Frage: Westintegration oder Wiedervereinigung. Anhand des berühmten Wahlplakats der FDP - wo Ollenhauer pflügt, sät Moskau - dass den SPD-Kandidaten Ollenhauer karikiert, setze ich mich mit den unterschiedlichen Positionen der Parteien zu Westintegration, Wiedervereinigung und den "Stalin-Noten" auseinander.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung & Quellenvorstellung
- Wo lagen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Positionen von SPD und den Regierungsparteien CDU und FDP bezüglich der Wiederaufrüstung und der Wiedervereinigung Deutschlands zur und vor der Bundestagswahl 1953?
- Vor Ausbruch des Koreakrieges
- Die EVG - Verhandlungen
- Die SPD und pazifistische Strömungen
- Die Stalin - Noten
- Die FDP und die Bindungsklausel
- Die SPD und der Kommunismus in Ost und West
- Der 17. Juni 1953
- Ergebnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit analysiert ein Wahlplakat der FDP aus der Bundestagswahl 1953, welches einen Zusammenhang zwischen der SPD-Politik und dem Kommunismus herstellt. Ziel ist es, die Richtigkeit dieser Behauptung zu untersuchen, indem die Positionen der SPD, der CDU und der FDP zur Wiederaufrüstung, Wiedervereinigung und dem Kommunismus im jungen Nachkriegsdeutschland beleuchtet werden.
- Die Rolle der SPD im Nachkriegsdeutschland
- Die Positionen der SPD, CDU und FDP zur Wiederaufrüstung und Wiedervereinigung
- Die Auswirkungen des Koreakrieges und der Stalin-Noten auf die deutsche Politik
- Die Beziehung der SPD zum Kommunismus
- Die Rolle von Propaganda und Angstmacherei in Wahlkämpfen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt das Wahlplakat der FDP als Quelle der Arbeit vor und beschreibt die Relevanz der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen SPD-Politik und Kommunismus.
Das erste Kapitel analysiert die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Positionen der SPD, CDU und FDP hinsichtlich Wiederaufrüstung und Wiedervereinigung Deutschlands, bevor und nach dem Ausbruch des Koreakrieges. Es werden die Verhandlungen um den EVG-Vertrag, die Stalin-Noten und die Haltung der Parteien zum Kommunismus beleuchtet.
Schlüsselwörter
Bundestagswahl 1953, SPD, CDU, FDP, Wiederaufrüstung, Wiedervereinigung, Kommunismus, Koreakrieg, EVG-Vertrag, Stalin-Noten, Propaganda, Kalter Krieg
Häufig gestellte Fragen
Was war das Hauptthema der Bundestagswahl 1953?
Die Wahl stand im Zeichen der Entscheidung zwischen der Westintegration (Bindung an den Westen) und dem Streben nach einer schnellen Wiedervereinigung Deutschlands.
Was sind die "Stalin-Noten"?
Ein Angebot Stalins aus dem Jahr 1952, Deutschland unter der Bedingung der Neutralität wiederzuvereinigen, was von der Regierung Adenauer als Ablenkungsmanöver abgelehnt wurde.
Warum nutzte die FDP das Motiv der "roten Gefahr"?
Um die SPD als Wegbereiter für den Kommunismus darzustellen und Ängste vor einem sowjetischen Einfluss in Westdeutschland für den Wahlkampf zu nutzen.
Welche Rolle spielte der Koreakrieg für die deutsche Politik?
Der Koreakrieg verstärkte die Angst vor einer kommunistischen Expansion und beschleunigte die Debatte über eine deutsche Wiederbewaffnung (EVG-Vertrag).
Was passierte am 17. Juni 1953?
Es kam zu einem Volksaufstand in der DDR, der gewaltsam niedergeschlagen wurde und die Fronten zwischen Ost und West sowie die Positionen der Parteien in der BRD weiter verhärtete.
- Quote paper
- Hajo Kiel (Author), 2008, Die Bundestagswahl 1953 – Westintegration, Wiedervereinigung und die "rote Gefahr", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157477