Die Thematik „Herzöge, Grafen und Ritter“ erfreut sich bei der Wahl einer Ausstellung seit vielen Jahrzehnten ungeheurer Beliebtheit bei Austellungsmachern, Besuchern oder Fach-publikum. Seien es die Faszination aus Kindertagen, aktuelle Forschungsergebnisse oder das allgemeine Interesse an solchen Ausstellungen - es gibt eine Vielzahl von Gründen, welche den Interessierten zum Gang in eine adelsgeschichtliche Ausstellung bewegen. So auch die Ausstellung „Ritter, Grafen, Industriebarone – Adel in Bayern“ aus dem Jahr 2008 , welche auf Schloss Hohenaschau und dem Lokschuppen in Rosenheim gezeigt wurde.
Inhaltsverzeichnis
- Die Thematik „Herzöge, Grafen und Ritter“
- Landesausstellungen als Institution
- Die Landesausstellung „Adel in Bayern“
- Das Lex Baivarorium
- Die Heerschildordnung
- Höherer und niederer Adel
- Das Verhältnis von Landesherren und Adel
- Die Funktion von adelsgeschichtlichen Ausstellungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Das Thesenpapier „Herzöge, Grafen und Ritter“ untersucht die Landesausstellung „Adel in Bayern“ als Beispiel für die Präsentation mittelalterlicher Adelsgeschichte in Museum und Ausstellungen. Der Fokus liegt auf der Analyse der Ausstellungsobjekte, den gewählten Ausstellungsorten und der Vermittlung von Wissen über den Adel in Bayern vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart.
- Das Konzept und die Zielsetzung von Landesausstellungen
- Die Präsentation von Adelsgeschichte in Museen und Ausstellungen
- Die Bedeutung von historischen Orten und Objekten für die Ausstellungsgestaltung
- Die Interaktion zwischen Besucher und Ausstellungsobjekten
- Die Korrektur des Geschichtsbewusstseins durch Ausstellungen
Zusammenfassung der Kapitel
- Das Thesenpapier beginnt mit einer Einleitung zur Thematik „Herzöge, Grafen und Ritter“ und erläutert die Popularität dieser Thematik in Ausstellungen. Im Anschluss wird die Landesausstellung „Adel in Bayern“ vorgestellt, die im Jahr 2008 auf Schloss Hohenaschau und im Lokschuppen in Rosenheim gezeigt wurde.
- Es werden die wichtigsten Entwicklungen in der Geschichte des bayerischen Adels dargestellt, wobei der Fokus auf dem frühen Mittelalter und dem Lex Baivarorium liegt. Dabei werden die Strukturen der Adelsherrschaft und die Bedeutung des Lex Baivarorium für die bayerische Geschichte erläutert.
- Das Thesenpapier beleuchtet die Rolle des höheren und niederen Adels in der bayerischen Geschichte, insbesondere die Bedeutung der Ministerialen und die Herausforderungen, die sich aus dem Verhältnis zwischen Landesherren und Adel ergaben.
- Im Anschluss wird die Funktion von adelsgeschichtlichen Ausstellungen erörtert, wobei die verschiedenen Aspekte der Ausstellungsarbeit, wie z.B. die Korrektur des Geschichtsbewusstseins und die Identitätsstiftung, beleuchtet werden.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter des Thesenpapiers umfassen die Themen Adelsgeschichte, Landesausstellung, Museum, Ausstellung, Mittelalter, Bayern, Lex Baivarorium, Heerschildordnung, höherer und niederer Adel, Landesherren, Geschichtsbewusstsein, Identitätsstiftung. Der Fokus liegt auf der Darstellung der bayerischen Adelsgeschichte im Kontext von Ausstellungen und den Möglichkeiten der Vermittlung von Wissen und Geschichte durch museumsdidaktische Ansätze.
Häufig gestellte Fragen
Worum ging es in der Landesausstellung „Adel in Bayern“?
Die Ausstellung im Jahr 2008 präsentierte die Geschichte des bayerischen Adels vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart an den Standorten Schloss Hohenaschau und Rosenheim.
Was ist das „Lex Baivarorium“?
Es ist das älteste Gesetzbuch des bayerischen Stammesherzogtums und eine zentrale Quelle für die Struktur der frühen Adelsherrschaft in Bayern.
Was versteht man unter der „Heerschildordnung“?
Die Heerschildordnung beschreibt die hierarchische Gliederung des Adels im Mittelalter und regelt die Lehnsfähigkeit der verschiedenen Stände.
Welche Rolle spielten die Ministerialen im bayerischen Adel?
Ministeriale waren ursprünglich Unfreie im Dienst des Adels, die im Laufe des Mittelalters in den niederen Adel aufstiegen und wichtige Verwaltungsaufgaben übernahmen.
Welche Funktion haben adelsgeschichtliche Ausstellungen heute?
Sie dienen der Identitätsstiftung, der Korrektur von Geschichtsbewusstsein und der Vermittlung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse an ein breites Publikum.
Warum ist die Thematik „Ritter und Grafen“ so populär?
Die Faszination beruht oft auf Kindheitserinnerungen, dem Interesse an regionaler Geschichte und der Aura historischer Orte wie Schlösser und Burgen.
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- Roman Behrens (Author), 2009, Das Mittelalter in der Ausstellung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156585