In dieser Arbeit werde ich versuchen herauszuarbeiten, wie Justiz und Psychoanalyse sich zueinander verhalten. Um die Schwierigkeiten einer Zusammenarbeit dieser beiden Disziplinen darzustellen, wird es nötig sein, kurz in die grundlegenden Konzepte der Psychoanalyse nach Freud einzuführen. Am Beispiel der antisozialen Tendenz nach Winnicott werde ich dann Grundlagen für die Entstehung antisozialen bzw. kriminellen Verhaltens anführen. Kern dieser Arbeit wird es sein, den Zusammenhang zwischen unbewusster Motivation und der daraus resultierenden bewussten strafbaren Handlung aufzuzeigen. Welche Möglichkeiten oder Verpflichtungen ergeben sich daraus für eine gerechtere Jurisdiktion?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 1. Psychoanalyse
- Die psychoanalytische Methode
- Ziele der psychoanalytischen Behandlung
- Aufdeckung der Selbsttäuschung
- 2. Antisoziale Tendenz und kriminelles Verhalten
- Die Entstehung der antisozialen Tendenz
- Die Auswirkungen der antisozialen Tendenz
- 3. Justiz und Psychoanalyse – ein Widerspruch?
- 4. Braucht die Gesellschaft Kriminelle?
- 5. Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert die Beziehung zwischen Justiz und Psychoanalyse und beleuchtet die Herausforderungen, die eine Zusammenarbeit dieser Disziplinen mit sich bringt. Die Arbeit führt in die grundlegenden Konzepte der Psychoanalyse nach Freud ein und nutzt das Beispiel der antisozialen Tendenz nach Winnicott, um die Entstehung antisozialen und kriminellen Verhaltens zu untersuchen. Der Kern der Arbeit liegt darin, den Zusammenhang zwischen unbewusster Motivation und daraus resultierender bewusster strafbarer Handlung aufzuzeigen. Die Arbeit erörtert die Möglichkeiten und Verpflichtungen, die sich daraus für eine gerechtere Jurisdiktion ergeben.
- Die Beziehung zwischen Justiz und Psychoanalyse
- Die grundlegenden Konzepte der Psychoanalyse nach Freud
- Die Entstehung antisozialen und kriminellen Verhaltens
- Der Zusammenhang zwischen unbewusster Motivation und strafbarer Handlung
- Die Möglichkeiten und Verpflichtungen für eine gerechtere Jurisdiktion
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt das Thema der Hausarbeit vor und erläutert die Zielsetzung. Kapitel 1 führt in die Grundlagen der Psychoanalyse nach Freud ein, inklusive der psychoanalytischen Methode, den Zielen der psychoanalytischen Behandlung und der Aufdeckung der Selbsttäuschung. Kapitel 2 beschäftigt sich mit der antisozialen Tendenz nach Winnicott und erörtert die Entstehung und Auswirkungen dieser Tendenz auf kriminelles Verhalten. Die folgenden Kapitel analysieren die Beziehung zwischen Justiz und Psychoanalyse und beleuchten die Herausforderungen und Möglichkeiten, die sich aus einer Zusammenarbeit dieser Disziplinen ergeben.
Schlüsselwörter
Psychoanalyse, Justiz, kriminelles Verhalten, antisoziale Tendenz, unbewusste Motivation, strafbare Handlung, gerechtere Jurisdiktion, Sigmund Freud, Winnicott.
Häufig gestellte Fragen
Wie verhalten sich Justiz und Psychoanalyse zueinander?
Die Arbeit untersucht die Spannungen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen der rechtlichen Beurteilung von Taten und dem psychoanalytischen Verständnis des Unbewussten.
Was ist die „antisoziale Tendenz“ nach Winnicott?
Winnicott beschreibt die antisoziale Tendenz als eine Reaktion auf emotionale Deprivation, die die Grundlage für die spätere Entstehung kriminellen Verhaltens bilden kann.
Welchen Zusammenhang gibt es zwischen unbewusster Motivation und Straftaten?
Die Psychoanalyse zeigt auf, dass bewusste strafbare Handlungen oft durch unbewusste psychische Konflikte motiviert sind, was die Frage nach der Schuldfähigkeit beeinflusst.
Kann die Psychoanalyse zu einer gerechteren Jurisdiktion beitragen?
Die Arbeit erörtert, ob die Einbeziehung psychoanalytischer Erkenntnisse dazu führen kann, dass Strafen nicht nur sühnen, sondern auch die tieferen Ursachen der Kriminalität berücksichtigen.
Braucht die Gesellschaft laut der Arbeit Kriminelle?
In einem speziellen Kapitel wird die provokante Frage analysiert, welche psychologische Funktion Kriminelle für die Stabilisierung der gesellschaftlichen Moralvorstellungen haben könnten.
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- Dipl.-Psych. Lars Tischler (Author), 2010, Justiz und Psychoanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/156449