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Das Ozonloch über der Antarktis

Raum-zeitliche Variabilität, Ursache und Auswirkungen auf die Biosphäre

Title: Das Ozonloch über der Antarktis

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 34 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Magistra Artium Bettina Müller (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies
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Ist das Ozonloch immer noch eine Bedrohung für uns? Die breite Öffentlichkeit hat sich, der Berichterstattung der Medien folgend, mit dem Gedanken beruhigt, dass FCKW und Ozonzerstörung eher ein Problem der 1980er und 1990er Jahre gewesen waren, inzwischen aber weitgehend gelöst sind. Jedoch hat das Rekord-Ozonloch über der Antarktis im Jahr 2006 deutlich das Gegenteil bewiesen. Ozonloch und Ozonabbau in der Stratosphäre nehmen immer noch zu. Inzwischen ist auch klar, dass sich die Ozonschicht noch nicht bis zum erwarteten Zeitpunkt in 20 oder 30 Jahren erholen wird.
Die größten Ausmaße des Ozonabbaus werden jedes Jahr im Frühling über dem antarktischen Kontinent sichtbar. Die Ursache dieses Ozonlochs, dessen raum-zeitliche Variabilität und die Auswirkungen auf die Biosphäre stellen das Thema meiner Arbeit dar.
Das Ozon, von dem hier die Rede ist, befindet sich in der Stratosphäre, in einer Höhe von 12 bis 50 Kilometern über der Erde. Auch in der Troposphäre gibt es ein Ozonproblem, das jedoch auf die unerwünschte Zunahme des Ozons zurückzuführen ist. Dieses Ozonproblem hat mit dem der Stratosphäre zunächst nichts zu tun. Es kann die Ozonabnahme in der Stratosphäre auch nicht ausgleichen. In dieser Arbeit wird nur das Ozon der Stratosphäre behandelt. Dazu möchte ich als Erstes eine kleine Einführung geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Das Ozon in der Stratosphäre

1.1. Ozonverteilung in der Atmosphäre

1.2. Was ist Ozon?

1.3. Entdeckung des Ozonlochs

2. Das Ozonloch über der Antarktis

2.1. Allgemeines zur Antarktis

2.2. Entdeckung des antarktischen Ozonlochs

2.3. Der „Ozonkiller“ FCKW

2.4. Entstehung des antarktischen Ozonlochs

2.5. Aktuelle Situation

3. Auswirkungen des antarktischen Ozonlochs auf die Biosphäre

3.1. auf den Menschen

3.2. auf Flora und Fauna

4. Maßnahmen gegen den Ozonrückgang in der Stratosphäre - Das Montreal Protokoll

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Ozonlochs über der Antarktis, insbesondere dessen raum-zeitliche Variabilität, die wissenschaftlich belegten Ursachen sowie die gravierenden Auswirkungen auf die Biosphäre. Zentrales Anliegen ist es, das Verständnis für die chemischen und dynamischen Prozesse in der Atmosphäre zu schärfen und die Bedeutung internationaler Schutzmaßnahmen kritisch zu hinterfragen.

  • Vertikale und horizontale Ozonverteilung in der Stratosphäre
  • Chemische Abbauprozesse durch FCKW und natürliche Katalysatoren
  • Meteorologische Bedingungen der antarktischen Frühjahrssituation
  • Gesundheitliche Folgen für den Menschen und ökologische Schäden in der Nahrungskette
  • Effektivität und Relevanz des Montrealer Protokolls als politisches Instrument

Auszug aus dem Buch

2.4. Entstehung des antarktischen Ozonlochs

Es ist auf den ersten Blick verwunderlich, dass sich das Ozonloch ausgerechnet über der Antarktis bildet, tausende von Kilometern entfernt von den Hauptemissionsquellen in Europa oder Nordamerika. Weshalb entsteht es gerade dort und wieso im Frühjahr? Heute kennt man die Bedingungen, die für seine Genese wichtig sind. Der Grund dafür sind die physikalischen und dynamischen Prozesse um die Zersetzung der Reservoirgase. Diese befinden sich in der Antarktis im Winter in einer besonderen Situation. Aufgrund der Polarnacht und des daraus resultierenden fehlenden Sonnenlichts können die Zersetzungsreaktionen nicht ablaufen. Die Reservoirgase unterliegen erst im Frühling durch die Energie der aufgehenden Sonne heterogenen Reaktionen. Dieser Prozess läuft jedoch massiver ab, als der homogene Abbau der Halogen-Reservoirgase, was entsprechend große Folgen für den Abbau des stratosphärischen Ozons hat. Reaktionen sind heterogen, im Unterschied zu homogen, weil sich hier Gasteilchen nicht mit anderen Gasen, sondern mit festen oder flüssigen Teilchen umsetzen.

Warum das Ozonloch in diesem Maße nur über der Antarktis auftritt, hängt von den dort herrschenden Umweltbedingungen ab.

Vorgänge im antarktischen Winter

In der Stratosphäre über der Antarktis treten im Winter und Frühjahr Polare Stratosphärische Wolken (polar stratospheric clouds = PSC) auf. Diese bilden sich in der unteren Stratosphäre bei Temperaturen unter -78°C, die nur in der Nähe der Pole und im Winter erreicht werden können. Grund für diese extrem tiefen Temperaturen ist die Bildung eines stabilen Tiefdruckgebietes, des Vortex. Dieser Luftwirbel entsteht aufgrund der geringen Einstrahlung der Sonne während des Winters und die dadurch bedingte Tiefdruckwetterlage. Die Luft innerhalb des Vortex kühlt deshalb aus. Als Folge davon bilden sich Eispartikel an den PSC. In der Antarktis hat dieser Vortex eine höhere Intensität und Stabilität als in der Arktis. Die Luftströmungen im Vortex fließen in Kreis- oder Ellipsenform um die Antarktis herum.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die aktuelle Relevanz des Ozonlochs und stellt das Ziel der Arbeit vor, die Ursachen und Auswirkungen der stratosphärischen Ozonabnahme zu untersuchen.

1. Das Ozon in der Stratosphäre: Das Kapitel erläutert die vertikale Ozonverteilung sowie die chemischen Grundlagen des Chapman-Zyklus und die Entdeckung des Ozonlochs.

2. Das Ozonloch über der Antarktis: Dieses zentrale Kapitel analysiert die spezifischen antarktischen Bedingungen, die Rolle von FCKW als Ozonkiller sowie die komplexen physikalisch-chemischen Prozesse, die zum Ozonabbau im Frühling führen.

3. Auswirkungen des antarktischen Ozonlochs auf die Biosphäre: Das Kapitel beleuchtet die gesundheitlichen Risiken für den Menschen sowie die ökologischen Folgen für Phytoplankton, Flora und Fauna.

4. Maßnahmen gegen den Ozonrückgang in der Stratosphäre - Das Montreal Protokoll: Hier wird die internationale politische Reaktion durch das Montrealer Protokoll und dessen Zielsetzung zur Einschränkung ozonschädigender Substanzen dargestellt.

5. Schluss: Die Schlussbetrachtung fasst den aktuellen Stand der Erholung der Ozonschicht zusammen und warnt vor den negativen Einflüssen der zukünftigen Klimaerwärmung.

Schlüsselwörter

Ozonloch, Antarktis, Stratosphäre, FCKW, UV-Strahlung, Chapman-Zyklus, Polare Stratosphärische Wolken, Vortex, Ozonzerstörung, Montrealer Protokoll, Biosphäre, Hautkrebs, Phytoplankton, anthropogene Emissionen, Klimawandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der raum-zeitlichen Variabilität, den Ursachen und den ökologischen Auswirkungen des antarktischen Ozonlochs auf die Biosphäre.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die chemische Ozonbildung und -zerstörung, die meteorologischen Besonderheiten der Antarktis sowie die gesundheitlichen und ökologischen Folgen erhöhter UV-Strahlung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, das Entstehen des Ozonlochs durch anthropogene Stoffe in Kombination mit natürlichen dynamischen Prozessen zu erklären und die Auswirkungen auf Lebewesen sowie politische Gegenmaßnahmen zu bewerten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, den Auswertungsprozess physikalischer Messreihen und die Darstellung komplexer chemischer Reaktionsgleichungen innerhalb der Stratosphäre.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entdeckung des Ozonlochs, die Rolle von FCKW, die Entstehung durch heterogene Reaktionen an PSC-Wolken sowie die Folgen für Mensch, Flora und Fauna.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ozonloch, Antarktis, Stratosphäre, FCKW, Montrealer Protokoll und UV-Belastung definiert.

Warum ist das Ozonloch gerade über der Antarktis so ausgeprägt?

Dies liegt an der extremen Kälte im antarktischen Winter, die zur Bildung des stabilen Vortex und von polaren stratosphärischen Wolken führt, welche chemische Prozesse massiv verstärken.

Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf die Ozonschicht?

Die Erwärmung der Troposphäre geht mit einer Abkühlung der Stratosphäre einher, was die PSC-Bildung begünstigt und somit den Ozonabbau potenziell verschlimmern kann.

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Details

Title
Das Ozonloch über der Antarktis
Subtitle
Raum-zeitliche Variabilität, Ursache und Auswirkungen auf die Biosphäre
College
University of Regensburg  (Institut für Geographie)
Course
Hauptseminar Umweltforschung
Grade
1,0
Author
Magistra Artium Bettina Müller (Author)
Publication Year
2007
Pages
34
Catalog Number
V155881
ISBN (eBook)
9783640688128
Language
German
Tags
Ozonloch Antarktis Ozon FCKW Brom Halone Biosphäre Montreal Protokoll Polar Stratospheric Clouds Stratosphäre Vortex
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magistra Artium Bettina Müller (Author), 2007, Das Ozonloch über der Antarktis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155881
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