In dieser Seminararbeit werden die jeweiligen Erfolgsdefinitionen von Familienunternehmen und Nicht-Familienunternehmen und die damit verbundenen divergierenden Zielsetzungen analysiert.
Die zentralen Fragen sind:
• Wie wird der Erfolg definiert?
• Welche Entwicklungen werden als Erfolgreich angesehen?
• Welche Unternehmen sind erfolgreicher?
Die Finanzkrise aus dem Jahr 2007 war der Startschuss zu einer Dis-kussion um fehlende Moralische Werte bei der Formulierung von Un-ternehmenszielen. Besonders das Shareholder und das Stakeholder-Modell wurden in diesem Rahmen verglichen und sollen die jeweilige Zielsetzung erörtern.
Insbesondere die vielen verschiedenen Definitionsansätze eines Fami-lienunternehmens werden in der Literatur eingehend behandelt, und werden im Rahmen der Seminararbeit näher gebracht, um die unter-schiedlichen Unternehmensphilosophien möglichst verständlich be-gründen zu können.
Die ausgewerteten wissenschaftlicher Untersuchungen kommen in Bezug auf die betriebswirtschaftliche Erfolgsmessung zu unterschied-lichen Ergebnissen. Zwar überwiegt die Anzahl der Ergebnisse bei denen die Familienunternehmen eine bessere Performance aufweisen, jedoch attestieren auch einige Studien den Nicht-Familienunternehmen Überlegenheit bei verschiedenen Performance-Kennzahlen. Nach der Betrachtung der unterschiedlichen Untersuchungsergebnisse schließt die Arbeit mit dem Fazit, dass nicht eindeutig geklärt werden kann, welche Konzepte erfolgreicher sind.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Einführung in die Thematik
- Zielsetzung der Arbeit
- Grundlagen
- Definitionen und Formen von Familienunternehmen
- Abgrenzung von Familienunternehmen und Nicht-Familienunternehmen
- Definitionen von Erfolg
- Erfolgsdefinitionen von Nicht-Familienunternehmen
- Erfolgsdefinitionen von Familienunternehmen
- Performance-Vergleiche auf Basis wissenschaftlicher Studien
- Erfolgsdeterminanten von Familienunternehmen
- Kontinuität als erfolgsversprechendes Führungsmotiv
- Der langfristige Erfolg von Familienunternehmen am Beispiel der Krisenresistenz
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit untersucht die unterschiedlichen Erfolgsdefinitionen von Familienunternehmen und Nicht-Familienunternehmen sowie die damit verbundenen divergierenden Zielsetzungen. Sie beleuchtet die Frage, wie Erfolg definiert wird, welche Entwicklungen als erfolgreich betrachtet werden und welche Unternehmen in Bezug auf die Erfolgsmessung überlegen sind. Die Arbeit analysiert die verschiedenen Definitionsansätze von Familienunternehmen in der Literatur, um die unterschiedlichen Unternehmensphilosophien zu verdeutlichen. Außerdem wird der Einfluss der Finanzkrise von 2007 auf die Diskussion um Moralische Werte bei der Formulierung von Unternehmensziele untersucht, wobei das Shareholder und das Stakeholder Modell im Detail betrachtet werden.
- Erfolgsdefinitionen von Familienunternehmen und Nicht-Familienunternehmen
- Divergierende Zielsetzungen in Familienunternehmen und Nicht-Familienunternehmen
- Einfluss der Finanzkrise auf die Unternehmensethik
- Shareholder und Stakeholder Modell im Vergleich
- Verschiedene Definitionsansätze von Familienunternehmen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit. Das zweite Kapitel beleuchtet die Definitionen und Formen von Familienunternehmen und grenzt diese von Nicht-Familienunternehmen ab. Im dritten Kapitel werden unterschiedliche Erfolgsdefinitionen für Nicht-Familienunternehmen und Familienunternehmen vorgestellt. Das vierte Kapitel befasst sich mit Performance-Vergleichen auf Basis wissenschaftlicher Studien, die die Erfolgsmessung von Familienunternehmen und Nicht-Familienunternehmen untersuchen. Schließlich analysiert das fünfte Kapitel Erfolgsdeterminanten von Familienunternehmen, insbesondere die Rolle der Kontinuität als Führungsmotiv und die Bedeutung der Krisenresistenz für den langfristigen Erfolg.
Schlüsselwörter
Familienunternehmen, Nicht-Familienunternehmen, Erfolgsdefinitionen, Zielsetzungen, Shareholder Value, Stakeholder Value, Finanzkrise, Kontinuität, Krisenresistenz, Unternehmensphilosophie.
Häufig gestellte Fragen
Wie definieren Familienunternehmen Erfolg?
Erfolg wird hier oft langfristig definiert, wobei Kontinuität, der Erhalt des Familienbesitzes und die soziale Verantwortung (Stakeholder-Orientierung) im Vordergrund stehen.
Was unterscheidet sie von Nicht-Familienunternehmen?
Nicht-Familienunternehmen sind häufig stärker am Shareholder-Value und kurzfristigen Performance-Kennzahlen orientiert, insbesondere wenn sie börsennotiert sind.
Welcher Unternehmenstyp ist wirtschaftlich erfolgreicher?
Wissenschaftliche Studien kommen zu keinem eindeutigen Ergebnis. Zwar zeigen Familienunternehmen oft eine bessere Krisenresistenz, bei bestimmten Performance-Kennzahlen liegen jedoch Nicht-Familienunternehmen vorn.
Welchen Einfluss hatte die Finanzkrise 2007 auf diese Debatte?
Die Krise löste eine Diskussion über moralische Werte aus. Familienunternehmen wurden dabei oft als positives Beispiel für nachhaltiges Wirtschaften ohne reine Profitmaximierung gesehen.
Warum ist Krisenresistenz ein Merkmal von Familienunternehmen?
Durch die enge Bindung der Familie an das Unternehmen und die langfristige Strategie werden in Krisenzeiten oft eher Reserven genutzt, statt sofort Personal abzubauen.
- Quote paper
- Peter Freesen (Author), 2010, Erfolg von Familienunternehmen versus Nicht-Familienunternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154549