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Frauen in Führungspositionen der deutschen Wirtschaft

Title: Frauen in Führungspositionen der deutschen Wirtschaft

Term Paper , 2001 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kristin Behrends (Author)

Politics - Miscellaneous
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Obwohl sich seit den 1960er Jahren die Stellung der Frau, insbesondere im Berufsleben, stark zum Positiven entwickelt hat, ist die Arbeitswelt der 1990er Jahre immer noch stark vom traditionellen geschlechterstereotypischen Denken geprägt. Auch heute noch bedient man sich des weiblichen Geschlechtersterotyps, um das Arbeitvermögen von Frauen zu definieren bzw. degradieren und sie so auf die unteren Ränge der Berufhierarchie zu verweisen. In vielen Fällen fügt Frau sich sogar widerstandslos diesem Schicksal. Aufgrund ihrer weiblichen Sozialisation (Erziehung zu Fürsorglichkeit, Mütterlichkeit, Abhängigkeit und Passivität) fühlen sich Frauen oft in typisch weiblichen Berufen (z. B. Dienstleistungsberufe, soziale Berufe, erzieherische Berufe), die in den unteren Berufshierarchien angesiedelt sind, wohl. Gleichzeitig gibt es jedoch auch mehr und mehr Frauen, die sich nicht auf die unteren Ränge der Berufshierarchie verweisen lassen, sondern gezielt Führungspositionen anstreben. Die Situtation dieser Frauen, die sich für eine leitende Position im Berufsleben entschieden haben, soll im Folgenden am Beispiel von weiblichen Führungskräften in Unternehmen der deutschen Wirtschaft näher beleuchtet werden. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei vor allem den folgenden Fragestellungen: Wie gestaltet sich die Arbeitsmarktsituation von Frauen im Allgemeinen und von Frauen in Spitzenpositionen der deutschen Wirschaft? Welche Anforderungen müssen Frauen in Führungspositionen erfüllen und sind sie diesen gewachsen? Mit welchen Problemen haben "Karrierefrauen" in ihrer Position bzw. auf dem Weg dahin zu kämpfen?

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Arbeitsmarktsituation deutscher Frauen

3. Frauen in Führungspositionen der deutschen Wirtschaft

3.1. Arbeitsmarktsituation weiblicher Führungskräfte

3.2. Gründe für die Unterrepräsentanz von Frauen in FP

3.3. Anforderungen an weibliche Führungskräfte

3.4. Der Balanceakt von Frauen in Führungspositionen

3.5. Barrieren auf dem Weg nach oben

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Situation von Frauen in Führungspositionen innerhalb der deutschen Wirtschaft, beleuchtet die strukturellen und gesellschaftlichen Barrieren auf dem Karriereweg und analysiert, wie sich berufliche Anforderungen mit privaten Lebensentwürfen vereinbaren lassen.

  • Historische Entwicklung der weiblichen Emanzipation im Berufsleben
  • Analyse der allgemeinen Arbeitsmarktsituation von Frauen
  • Strukturelle Gründe für die Unterrepräsentanz in Führungsebenen
  • Anforderungsprofile und notwendige Schlüsselqualifikationen für Managerinnen
  • Herausforderungen der Vereinbarkeit von Familie und Karriere

Auszug aus dem Buch

Der Balanceakt von Frauen in Führungspositionen

Können Frauen also nur erfolgreich sein, wenn sie maskuline Wertvorstellungen übernehmen und sich an ein mit männlichen Attributen belegtes Führungsmodell anpassen? Laut Sordon laufen die meisten Ratschläge für Frauen, die im Berufsleben erfolgreich sein wollen, darauf hinaus, dass sie „[...] wie Männer handeln müssen und sich gleichzeitig wie Frauen verhalten sollen.“25. Für Frauen in Führungspositionen bedeutet dies, sich den Machtritualen ihrer männlichen Kollegen zu unterwerfen und sich Fähigkeiten (z. B. Coolness, Sachlichkeit, Rationalität, Erfolgsorientierung) anzueignen, die den maskulinen Wertvorstellungen entsprechen. Denn nur so haben sie im Kampf gegen die männliche Konkurrenz eine reale Chance. Gleichzeitig wird von ihnen aber auch erwartet, dass sie zur richtigen Zeit und am richtigen Ort ihre „weiblichen Kompetenzen“26 (die man aufgrund ihres Geschlechts voraussetzt) zum Einsatz bringen. Denn obwohl Frauen im Management stark unterrepräsentiert sind, ist man sich in Unternehmen der Wirkung sogenannter „weicher Führungsfaktoren“27 bewusst. Da: „Eine Frau mit gleicher Ausbildung und ruhiger Art kann jeden Mann führen, wenn sie mit Charme ihre Umwelt leitet und doch mit vornehmer Zurückhaltung Distanz hält, ohne direkt unnahbar zu wirken.“28. Für die betroffenen Frauen bedeutet dies allerdings das Vollführen eines kraftkostenden Balanceakts zwischen „[...] der Anpassung an das weibliche Rollenstereotyp (zu der die Frau aufgrund ihres Geschlechts verpflichtet wird) und der Anpassung an das männliche Rollenstereotyp (zu der die Frau als Berufstätige gefordert wird) [...].“29.

Das Fazit ist also, dass man von Frauen in Führungspositionen erwartet, dass sie sich an das männliche Führungsmodell anpassen, ohne dabei ihre weiblichen Verhaltensweisen aufzugeben. Jedoch stellt sich hier die Frage, ob nicht auch männliche Führungskräfte diesen Balanceakt vollführen müssen. Denn verlangt man nicht heute im Management zunehmend auch von Männern, zielorientiert, aber sozial kompetent zu sein, dominant, aber einfühlsam zu sein und hart, aber kollegial zu sein?30 Die in Kapitel 3.3 erläuterte Befragung hat gezeigt, dass auch von Managern Kommunikationsfähigkeit, Mitarbeitermotivierung, Organisationsfähigkeit und Sozialkompetenz (siehe Kategorie „Führungs- und Managementqualitäten“) verlangt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung bietet einen historischen Rückblick auf die weibliche Emanzipation und die Veränderung des gesellschaftlichen Rollenverständnisses im Zuge der Industrialisierung bis in die Moderne.

2. Allgemeine Arbeitsmarktsituation deutscher Frauen: Dieses Kapitel analysiert statistische Daten zur weiblichen Erwerbsbeteiligung und zeigt auf, dass Frauen trotz verbesserter Bildungsabschlüsse weiterhin in spezifischen, oft niedriger vergüteten Branchen unterrepräsentiert sind.

3. Frauen in Führungspositionen der deutschen Wirtschaft: Dieses Hauptkapitel untersucht die strukturelle Unterrepräsentanz von Frauen in Managementebenen und diskutiert die dafür verantwortlichen theoretischen Erklärungsmodelle.

3.1. Arbeitsmarktsituation weiblicher Führungskräfte: Hier wird anhand von Daten zur Führungsebene dargelegt, dass Frauen in oberen Managementpositionen selbst heute eine deutliche Minderheit darstellen.

3.2. Gründe für die Unterrepräsentanz von Frauen in FP: Das Kapitel kontrastiert personen- und unternehmenszentrierte Erklärungsansätze für die gläserne Decke in der freien Wirtschaft.

3.3. Anforderungen an weibliche Führungskräfte: Es werden formale Anforderungen an das Management sowie spezifische Schlüsselqualifikationen definiert, die für den beruflichen Aufstieg als entscheidend gelten.

3.4. Der Balanceakt von Frauen in Führungspositionen: Die Untersuchung thematisiert den psychischen und sozialen Spagat, den Frauen leisten müssen, um zwischen maskulinen Führungsattributen und weiblicher Identität zu navigieren.

3.5. Barrieren auf dem Weg nach oben: Abschließend werden gesellschaftliche Vorurteile und die Unvereinbarkeit traditioneller Rollenmodelle mit modernen beruflichen Karriereanforderungen als zentrale Hindernisse identifiziert.

Schlüsselwörter

Führungspositionen, Frauen, Arbeitsmarkt, Karriere, Geschlechterstereotypen, Vereinbarkeit, Management, Rollenverständnis, Chancengleichheit, Unterrepräsentanz, berufliche Aufstiegschancen, Schlüsselqualifikationen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Situation von Frauen in Führungspositionen in der deutschen Wirtschaft und untersucht die Faktoren, die einen beruflichen Aufstieg behindern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Arbeitsmarktsituation, geschlechtsspezifische Sozialisation, das Anforderungsprofil an Manager und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gründe für die Unterrepräsentanz von Frauen in Spitzenpositionen wissenschaftlich zu beleuchten und aufzuzeigen, wie gesellschaftliche Strukturen den Karriereweg beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender statistischer Daten und Umfrageergebnisse zur Führungskräfteentwicklung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der aktuellen Situation, die Darstellung von Erklärungsansätzen für den geringen Frauenanteil sowie eine Diskussion über benötigte Kompetenzen und Barrieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Führungspositionen, Geschlechterstereotypen, Karriere, Vereinbarkeit und Chancengleichheit fassen die Kerninhalte prägnant zusammen.

Welche Rolle spielt die Familie beim Karriereaufstieg von Frauen laut der Arbeit?

Die Arbeit zeigt auf, dass familiäre Verpflichtungen oft als Hindernis für den Aufstieg wahrgenommen und von Unternehmen bei der Bewertung der Leistungsfähigkeit häufig negativ gewichtet werden.

Ist der Balanceakt für Frauen in Führungspositionen messbar schwieriger als für Männer?

Ja, laut der Analyse müssen Frauen einen zusätzlichen Kraftaufwand leisten, um sich an männlich dominierte Wertvorstellungen anzupassen, ohne dabei ihre weibliche Identität vollständig aufzugeben.

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Details

Title
Frauen in Führungspositionen der deutschen Wirtschaft
College
University of Duisburg-Essen  (Institut für Politikwissenschaften)
Grade
1,0
Author
Kristin Behrends (Author)
Publication Year
2001
Pages
21
Catalog Number
V1545
ISBN (eBook)
9783638109574
ISBN (Book)
9783638805872
Language
German
Tags
Frauen Führungspositionen Wirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristin Behrends (Author), 2001, Frauen in Führungspositionen der deutschen Wirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1545
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