Vereine als Interessenorganisationen unterhalten zur Wahrnehmung ihrer satzungsgemäßen Aufgaben häufig Arbeitsorganisationen. Nicht selten finden sich hier Situationen, in denen sich die Mitglieder der Interessenorganisation den Mitarbeitern der vereinseigenen Arbeitsorganisation in spannungsträchtigen Situationen gegenüber stehen.
Die vorliegende Arbeit unternimmt den Versuch, mögliche Spannunsfelder einerseits aus einer akteurtheoretischen Perspektive zu betrachten und andererseits soziale Strukturdynamiken als Instrument für eine Erklärung möglicher Konflikte zu nutzen.
Die Arbeit vermittelt nicht nur theoretisches Wissen, sondern bietet auch Lesern ohne ein ausdrückliches soziologisches Interesse einen aufklärenden Einblick in die strukturellen Dynamiken innerhalb des "Mischtypes" Verein mit vereinseigener Abeitsorganisation. Lesenswert für Mitglieder, Vorstände und Beschäftigte in Vereinen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Akteurmodelle & Modelle sozialer Strukturdynamiken
- Soziologische Akteurmodelle
- Der normorientierte Homo Sociologicus
- Der nutzenorientierte Homo Oeconomicus
- „Emotional Man\" und Identitätsbehaupter
- Modelle sozialer Strukturdynamiken
- Akteure in Konstellationen wechselseitiger Beobachtung
- Akteure in Konstellationen wechselseitiger Beeinflussung
- Akteure in Konstellationen wechselseitiger Verhandlung
- Die Zusammenfügung der Konstellationsarten
- Soziologische Akteurmodelle
- Verein: Interessenorganisation mit Arbeitsorganisation
- Strukturdynamiken innerhalb der Interessenorganisation
- Strukturdynamiken innerhalb der Arbeitsorganisation
- Strukturdynamiken in Interessenorganisationen mit Arbeitsorganisation
- Zusammenfassende Betrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Rolle von Vereinen als Interessenorganisationen und Arbeitgebern. Sie analysiert die Akteure, sozialen Strukturen, Dynamiken und Spannungsfelder, die innerhalb dieser Organisationen entstehen. Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein tieferes Verständnis für die Komplexität von Vereinen als soziale und ökonomische Einheiten zu entwickeln.
- Soziologische Akteurmodelle und ihre Anwendung auf den Verein
- Modelle sozialer Strukturdynamiken und deren Einfluss auf die Vereinsstruktur
- Die Interaktion zwischen Interessenorganisation und Arbeitsorganisation im Verein
- Spannungsfelder zwischen Vereinsmitgliedern und Mitarbeitern der Arbeitsorganisation
- Empirische Analyse der sozialen Strukturen und Dynamiken in Vereinen
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema der Arbeit vor und erläutert die Relevanz von Vereinen im sozialen und wirtschaftlichen Kontext. Sie führt in die Problemstellung ein, die die Arbeit beleuchtet, und skizziert den methodischen Ansatz.
- Akteurmodelle & Modelle sozialer Strukturdynamiken: Dieses Kapitel stellt verschiedene soziologische Akteurmodelle vor, die als Theorien der Handlungswahl dienen. Darüber hinaus werden Modelle sozialer Strukturdynamiken erläutert, die die Handlungswirkungen von Akteuren erklären. Diese beiden Perspektiven bilden die Grundlage für die Analyse der Vereinsstrukturen.
- Verein: Interessenorganisation mit Arbeitsorganisation: Dieses Kapitel analysiert die Strukturdynamiken innerhalb der Interessenorganisation und der Arbeitsorganisation eines Vereins. Es untersucht die Interaktion zwischen diesen beiden Bereichen und die daraus entstehenden Spannungsfelder.
Schlüsselwörter
Die zentralen Begriffe und Konzepte, die in dieser Arbeit behandelt werden, umfassen: Interessenorganisation, Arbeitsorganisation, Verein, Akteurmodell, Homo Sociologicus, Homo Oeconomicus, Emotional Man, soziale Strukturdynamiken, Spannungsfelder, Mitglieder, Mitarbeiter, empirische Analyse.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Interessenorganisation und Arbeitsorganisation im Verein?
Die Interessenorganisation vertritt die Ziele der Mitglieder, während die Arbeitsorganisation die professionelle Durchführung dieser Aufgaben durch Angestellte übernimmt.
Welche Akteurmodelle werden in der Arbeit vorgestellt?
Vorgestellt werden der normorientierte Homo Sociologicus, der nutzenorientierte Homo Oeconomicus sowie der „Emotional Man“.
Warum entstehen oft Konflikte zwischen Vorständen und Mitarbeitern in Vereinen?
Konflikte resultieren oft aus der Vermischung von ehrenamtlicher Interessenvertretung und professionellen Arbeitsstrukturen sowie unterschiedlichen Erwartungshaltungen.
Was sind soziale Strukturdynamiken?
Dies sind Prozesse der wechselseitigen Beobachtung, Beeinflussung und Verhandlung zwischen den Akteuren innerhalb einer Organisation.
An wen richtet sich diese Untersuchung?
Die Arbeit ist lesenswert für Vereinsmitglieder, Vorstände und Beschäftigte, die Einblicke in die internen Dynamiken ihres Vereins gewinnen möchten.
Was ist ein „Mischtyp“ Verein?
Ein Verein, der nicht nur eine lose Gemeinschaft von Mitgliedern ist, sondern gleichzeitig als Arbeitgeber mit eigener Betriebsstruktur fungiert.
- Quote paper
- Marcel Gräf (Author), 2009, Der Verein als Interessenorganisation und Arbeitgeber, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153288