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Le Paysan du Danube et le Renard et la Cigogne

Title: Le Paysan du Danube et le Renard et la Cigogne

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Silke-Katrin Kunze (Author)

French Studies - Literature
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Summary Excerpt Details

Jean de La Fontaine wird um den 8. Juli 1621 in Château-Thierry, in der Champagne,
geboren. Er besucht das dortige Collège und später wahrscheinlich die weiterführende
Schule in Paris. Mit 24 gehört er dem Pariser literarischen Zirkel der Palatins,
auch Table ronde genannt, an. Da der Schriftsteller 1649 zum avocat en la cour du
Parlement ernannt wird, ist davon auszugehen, dass er vorher Jura studiert hat. 1652
erwirbt der 31-jährige Jean das auf drei Jahre befristete Amt des Maître particulier
triennal des Eaux et Forêts in Château-Thierry.
Nachdem er mit 26 geheiratet hat, erblickt knapp sechs Jahre später sein einziges
Kind, sein Sohn Charles, das Licht der Welt.
Von 1659 bis 1661 erhält der Dichter regelmäßig finanzielle Unterstützung durch
Foucquet, den Finanzminister Ludwigs XIV., der sich als Gegenleistung Gelegenheitsgedichte
erbittet. Doch mit dessen Verhaftung 1661 fällt auch die finanzielle Stütze
weg. Zwei Jahre später begleitet er deshalb seinen Onkel nach Limoges ins Exil, wo er
die posthum erschienenen Relation d'un voyage de Paris en Limousin verfaßt.
Nachdem sich mit Foucquets Verhaftung sein zweiter Lebensabschnitt dem Ende
geneigt hatte, tritt La Fontaine 1664 mit der Annahme der Stelle als gentilhomme servant
im Palais du Luxembourg in eine neue Phase seines Lebens ein. In diesem dekorativen
Amt wenig arbeiten müssend, hat er ein gesichertes Auskommen und verfügt frei
über seine Zeit zum Schreiben. So werden 1665 die Contes et nouvelles en vers veröffentlicht,
denen ein Jahr später ein zweiter Teil, sowie 1671 der dritte folgen. Ähnliches
gilt für die Fables choisies mises en vers von 1668, 1678/79 und 1693. Hiervon verfaßt
er zunächst die Bücher I bis VI, dann jene VII bis XI und zu guter letzt das Buch XII,
um eine Auswahl seiner Werke zu nennen.
Ab dem Jahr 1671 gerät Jean de La Fontaine zunehmend in Geldnot. Abgesehen
davon, dass ihm die Mittel für die Verlängerung seines Amtes als Maître des Eaux et
Forêts fehlen, verliert er durch den Tod der Hausdame nach acht Jahren seine Anstellung im Palais du Luxembourg. Doch er hat Glück, denn Mme. de La Sablière, Unterhalterin
eines der führenden Salons in Paris, nimmt ihn auf. Außerdem wird er 1684,
nachdem er bereits ein Jahr zuvor gewählt worden war, in die Académie Française
aufgenommen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

JEAN DE LA FONTAINE 4

FABELN 5

LE PAYSAN DU DANUBE

URSPRUNG 7

INTERPRETATION 9

AUSKLANG 13

LE RENARD ET LA CIGOGNE 15

NACHWORT 19

ANHANG

LE PAYSAN DU DANUBE / DER DONAUBAUER 21

LE RENARD ET LA CIGOGNE 23

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den Fabeln "Le Paysan du Danube" und "Le Renard et la Cigogne" von Jean de La Fontaine auseinander. Ziel ist es, die tiefergehenden gesellschaftspolitischen Implikationen sowie die narrativen und formalen Besonderheiten dieser Texte im Kontext ihrer Entstehungszeit zu analysieren.

  • Biografischer und literaturhistorischer Kontext von Jean de La Fontaine
  • Definition und Gattungsmerkmale der klassischen Tierfabel
  • Analyse der Machtstrukturen und des Widerstands in "Le Paysan du Danube"
  • Untersuchung der moralischen Ambivalenz und der sozialen Spiegelung in "Le Renard et la Cigogne"
  • Vergleichende Betrachtung von Zeithistorik und zeitloser Allegorie

Auszug aus dem Buch

Le Renard et la Cigogne

Compère le Renard se mit un jour en frais

Et retint à dîner commère la Cigogne.

Le régal fut petit et sans beaucoup d'apprêts:

Le galand, pour toute besogne,

Avait un brouet clair; il vivait chichement.

Ce brouet fut par lui servi sur une assiette:

La Cigogne au long bec n'en put attraper miette;

Et le drôle eut lapé le tout en un moment.

Pour se venger de cette tromperie,

A quelque temps de là la Cigogne le prie.

« Volontiers, lui dit-il; car avec mes amis

Je ne fais point cérémonie. »

A l'heure dite, il courut au logis

De la Cigogne son hôtesse;

Loua très fort sa politesse;

Trouva le dîner cuit à point;

Bon appétit surtout; renards n'en manquent point.

Il se réjouissait à l'odeur de la viande

Mise en menus morceaux, et qu'il croyait friande.

On servit, pour l'embarrasser,

En un vase à long col et d'étroite embouchure.

Le bec de la Cigogne y pouvait bien passer;

Mais le museau du sire était d'autre mesure.

Il lui fallut à jeun retourner au logis,

Honteux comme un renard qu'une poule aurait pris,

Serrant la queue et portant bas l'oreille.

Trompeurs, c'est pour vous que j'écris:

Attendez-vous à la pareille.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Bietet einen Überblick über das Leben von Jean de La Fontaine und definiert die Fabel als literarische Gattung.

LE PAYSAN DU DANUBE: Analysiert den historischen und inhaltlichen Hintergrund dieser Fabel, insbesondere die Kritik an der römischen Eroberungspolitik.

LE RENARD ET LA CIGOGNE: Untersucht die moralische Struktur und die narrativen Techniken der bekannten Fabel von Fuchs und Storch.

NACHWORT: Reflektiert über die Versstrukturen und Reimschemata in La Fontaines Werk sowie die Rezeptionsgeschichte der Fabeln.

ANHANG: Enthält die Originaltexte der analysierten Fabeln inklusive einer deutschen Übersetzung.

Schlüsselwörter

Jean de La Fontaine, Fabeln, Le Paysan du Danube, Le Renard et la Cigogne, Literaturanalyse, Tierdichtung, Sozialkritik, Moral, Zeithistorik, Barock, Klassik, Allegorie, Rhetorik, Verslehre, Äsop.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht zwei spezifische Fabeln von Jean de La Fontaine, um deren literarische Qualität, inhaltliche Tiefe und historische Einbettung im 17. Jahrhundert zu beleuchten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Themen Krieg und Frieden, soziale Gerechtigkeit, die Kritik an Machtmissbrauch sowie die Frage nach dem Umgang mit Moral in der Literatur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Lesern zu verdeutlichen, dass La Fontaines Fabeln weit über einfache Tiergeschichten hinausgehen und komplexe gesellschaftliche Kommentare enthalten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine textimmanente literaturwissenschaftliche Analyse, die durch historische Quellenarbeit und den Vergleich mit zeitgenössischen Diskursen ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Interpretation der Fabeln, wobei bei "Le Paysan du Danube" die politische Dimension und bei "Le Renard et la Cigogne" die moralische Interaktion im Vordergrund stehen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Wichtige Begriffe sind "guter Wilder", "Habgier", "fabelmoralischer Lehrsatz", "Rhetorik" und "zeitlose Gültigkeit".

Wie deutet die Autorin den Schluss von "Le Paysan du Danube"?

Die Autorin hinterfragt, ob die Ernennung des Bauern zum Patrizier eine Korruption seiner Person darstellt oder ein politisches Manöver des Systems zur Vereinnahmung von Kritikern ist.

Warum wird in "Le Renard et la Cigogne" die Schreibweise "Cicogne" so betont?

Die Autorin weist darauf hin, dass diese Schreibweise bewusst gewählt wurde, um sich an die Normen der Académie Française anzulehnen und eine Verbindung zum lateinischen Ursprung zu unterstreichen.

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Details

Title
Le Paysan du Danube et le Renard et la Cigogne
College
Dresden Technical University  (Institut für Romanistik)
Course
La Fontaines Fabeln
Grade
1,3
Author
Silke-Katrin Kunze (Author)
Publication Year
2001
Pages
25
Catalog Number
V15326
ISBN (eBook)
9783638204675
Language
German
Tags
Paysan Danube Renard Cigogne Fontaines Fabeln
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Silke-Katrin Kunze (Author), 2001, Le Paysan du Danube et le Renard et la Cigogne, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15326
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