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Historische Entwicklung der operativen Führung

Bedeutung und Perspektiven

Title: Historische Entwicklung der operativen Führung

Scientific Essay , 2010 , 27 Pages

Autor:in: Stefan Erminger (Author)

Sociology - War and Peace, Military
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Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, das heutige Verständnis und die Bedeutung der "Operativen Führung" als Bindeglied zwischen Politik (u. Militärstrategie) und dem Einsatz von militärischen Mitteln (sowie Taktik) für die deutschen Streitkräfte aufzuzeigen, diese zu analysieren und anhand einer perspektivischen Betrachtung sich weiterentwickelnder Rahmenbedingungen zu bewerten.
Nach einer geschichtlichen Herleitung der Begriffe Strategie, Taktik und Operation wird die Entwicklung des operativen Denkens sowie der Operationsführung in den deutschen Streitkräften dargestellt und dies vor allem deshalb, um die uneinheitliche Benutzung und das Verständnis der Ausdrücke Operation, operativ, operatives Denken bis hin zur Operationsführung in den verschiedenen Epochen aufzuzeigen. Hierbei kommt es darauf an, herauszustellen, wie sich das Verhältnis der Ebenen der militärischen Führung zu den militärischen Führungsebenen geändert hat.

Es folgt die Ableitung der Inhalte und Merkmale operativer Führung aus heutiger Sicht unter Berücksichtigung der komplexen Anforderungen an den Einsatz von Streitkräften, der seit der Wiedervereinigung Deutschlands, dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes und der aus einem anders gearteten Sicherheitsumfeld resultierenden neuen NATO-Strategie völlig veränderte Dimensionen angenommen hat.

Aufgezeigt wird hierbei, welch umfassender Ansatz bei der Erfassung der Thematik zu wählen ist und welche Folgerungen für Politik und Streitkräfte gezogen werden müssen.

Krieg war zu allen Zeiten Mittel der Politik und ist so alt, wie die Menschheit selbst. Schon in frühester Zeit haben sich deshalb Denker und Strategen mit diesem Thema beschäftigt und speziell die Möglichkeiten und Grenzen des Gebrauchs von Streitkräften als ein Mittel der Politik bedacht.
Und schreibt die Geschichte auch nicht das Lehrbuch für die Gegenwart, so bietet sie dennoch die Möglichkeit, Lehren aus ihr zu ziehen, indem durch Analyse der historischen Denkweisen sowie der praktischen Beispiele die entscheidenden Voraussetzungen für die Weiterentwicklung des eigenen Denkens gelegt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Zielsetzung

2. Anfänge und Entwicklung operativen Denken

2.1 Historische Grundlagen

2.1.1 Von Sun Tsu bis Moltke

2.1.2 Der Begriff der Operation

2.2 Entstehung der operativen Führung in der Bundeswehr

2.2.1 Renaissance des operativen Denkens

2.2.2 Unterschiedliche Wahrnehmung in den Teilstreitkräften?

3. Operative Führung

3.1 Inhalte und Merkmale

3.1.1 Definition

3.1.2 Politische und militärische Führung

3.1.3 Führungs- und Organisationsstrukturen

3.1.4 Operative Faktoren und Elemente

3.1.5 Joint, Combined

3.1.6 Das operative Konzept

3.2 Herausforderung durch neue Rahmenbedingungen

3.2.1 Das erweiterte Aufgabenspektrum

3.3 Auswirkungen auf die operative Führung

4. Zukünftige Aufgaben operativer Führung

4.1 Wandel operativer Dimension

4.1.1 Politische Vorgaben, Auflagen und Beschränkungen

4.1.2 Internationale Organisationen – Ad hoc-Koalitionen

4.1.3 Erscheinungsformen moderner Konflikte

4.1.4 Medien

4.1.5 Technologie – Krieg der Zukunft

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das heutige Verständnis sowie die Bedeutung der "Operativen Führung" als essentielles Bindeglied zwischen politischer Strategie und taktischem militärischem Einsatz für die Bundeswehr zu analysieren und unter sich wandelnden Rahmenbedingungen zu bewerten.

  • Historische Entwicklung des operativen Denkens
  • Strukturelle Verankerung der operativen Führung in der Bundeswehr
  • Herausforderungen durch ein erweitertes Aufgabenspektrum der NATO
  • Einfluss politischer Vorgaben und internationaler Koalitionen
  • Die Rolle moderner Technologien und Medien in zukünftigen Konfliktszenarien

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Von Sun Tsu bis Moltke

Die historische Einführung in das Thema soll sich hier im wesentlichen auf drei der bekanntesten Autoren und Akteure aus der Menge derer stützen, die über den Krieg und/oder die Strategie geschrieben oder gedacht haben. Es sind dies der chinesische General und Philosoph Sun Tsu, der Generalmajor Carl von Clausewitz und der Generalfeldmarschall Helmuth Graf von Moltke.

Einerseits ausgewählt, um zu dokumentieren, wie weit in der Chronologie des Denkens über den Krieg zurückgeschaut werden muss, andererseits, weil es sich im Falle von Clausewitz und Moltke wohl um die bedeutendsten deutschsprachigen Vordenker dieser Materie handelt. Nur die wichtigsten Inhalte ihrer Werke seien kurz erläutert, weil damit im weiteren Verlauf dieser Arbeit grundlegende Übereinstimmungen oder Differenzen zum späteren Denken über Strategie und Führung deutlich werden.

Bei den Betrachtungen steht nicht die eigentliche Durchführung eines militärischen Einsatzes (Kräfte, Mittel) im Vordergrund. Es kommt vielmehr darauf an, zu klären, welche übergeordneten Gesichtspunkte und substantiellen Gedanken der Kriegführung zu Grunde liegen. Deutlich werden soll, auf welcher Entscheidungsebene das Denken um einen Einsatz militärischer Mittel entstand, welchem Zweck dieser dienen sollte und welche Führungsgrundsätze zum Tragen kamen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Zielsetzung: Darstellung des geschichtlichen Hintergrunds operativen Denkens und der Notwendigkeit einer klaren Definition operativer Führung in den deutschen Streitkräften.

2. Anfänge und Entwicklung operativen Denken: Analyse der historischen Grundlagen von Sun Tsu bis Moltke sowie die Entwicklung des Begriffs der Operation in der Bundeswehr.

3. Operative Führung: Definition und Merkmale operativer Führung als Scharnier zwischen militärstrategischer und taktischer Ebene sowie die Auswirkungen veränderter Rahmenbedingungen.

4. Zukünftige Aufgaben operativer Führung: Untersuchung externer Einflussfaktoren wie politischer Auflagen, internationaler Koalitionen, Medien und moderner Technologie auf die operative Führung.

5. Zusammenfassung/Schlussfolgerungen: Synthese der Ergebnisse und Betonung der notwendigen ganzheitlichen Ausbildung militärischer Führer für komplexe künftige Aufgabenfelder.

Schlüsselwörter

Operative Führung, Bundeswehr, Strategie, Taktik, Militär, Krisenmanagement, NATO, Sicherheitsumfeld, Führungsprozess, Politische Zielsetzung, Interoperabilität, Jointness, Combinedness, Moderne Konflikte, Krisenreaktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung und die gegenwärtige Bedeutung der operativen Führung als entscheidendes Bindeglied zwischen der politischen Strategie und dem militärischen Handeln.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Entwicklung des operativen Denkens, die Verankerung operativer Konzepte in der Bundeswehr sowie die Anpassung an moderne, diffuse Bedrohungsszenarien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich das Verständnis operativer Führung durch veränderte Rahmenbedingungen gewandelt hat und welche Anforderungen dies an Politik und Streitkräfte stellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Herleitung und eine systematische Analyse von Leitlinien, militärtheoretischen Schriften und sicherheitspolitischen Dokumenten.

Was bildet den Schwerpunkt im Hauptteil?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Inhalten der operativen Leitlinie der Bundeswehr und der Anpassung der Streitkräfte an ein erweitertes Aufgabenspektrum.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Operative Führung", "Politik-Militär-Schnittstelle", "Krisenmanagement" und "Zukunftstechnologien" charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Politik bei der operativen Führung?

Politik und operative Führung stehen in einer ständigen Wechselbeziehung; die operative Führung setzt politische Vorgaben in militärische Handlungen um und fungiert zudem als Berater für die politische Leitung.

Warum ist das "Scharnier"-Konzept für die Bundeswehr relevant?

Das Konzept verdeutlicht, dass operative Führung nicht nur ein technisches Planungsinstrument ist, sondern die direkte Verbindung zwischen politischen Absichten und dem tatsächlichen militärischen Einsatz darstellt.

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Details

Title
Historische Entwicklung der operativen Führung
Subtitle
Bedeutung und Perspektiven
Author
Stefan Erminger (Author)
Publication Year
2010
Pages
27
Catalog Number
V153149
ISBN (eBook)
9783640660124
ISBN (Book)
9783640660186
Language
German
Tags
Operative Führung Strategie Operation Taktik Sun Tzu Clausewitz Moltke Streitkräfte Bundeswehr
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Erminger (Author), 2010, Historische Entwicklung der operativen Führung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153149
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