Qualität ist für Schulen nichts Neues! Qualität und Qualitätsmanagement waren im Schulwesen schon immer zentrale Themen, auch wenn sie oft nicht so benannt wurden. Die Messung geforderter Leistungen erfolgt durch Prüfungen um zu belegen, dass die vom Lehrplan geforderten Lerninhalte beherrscht werden. Auch die Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte und der Unterrichtsbesuch durch die Schulaufsicht sind bisher zentrale Qualitätsmodelle der Schule.
Heute wird von der Schule erwartet, dass sie sich mit Qualität verbunden mit einer systematischen Qualitätsverbesserung – kunden- und mitarbeiterorientiert – auseinandersetzt. Begriffe wie Qualitätssicherung, Qualitätsmanagement, Schulentwicklung und Qualitätsevaluation bedeuten, dass Jugendliche eine Ausbildung bekommen, mit der sie den künftigen Aufgaben als Staatsbürger gewachsen und als Persönlichkeit entsprechend gerüstet sind. Wissensvorsprung, Kundenorientierung und Qualitätsmanagement sind entscheidende Erfolgskriterien im immer härter werdenden internationalen Wettbewerb.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich daher zu Beginn mit einer klaren Abgrenzung des Begriffs Qualität an Schulen. Dazu wird auf Motive und Gründe der Notwendigkeit schulischer Selbstentwicklung und auf Interessenspartner der Schule eingegangen. Die theoretische Darstellung eines Qualitätskreises dient als Grundlage des zweiten Teils der Arbeit. Hier wird am Beispiel einer kaufmännischen Berufsschule das Thema „Internet und Schule?“ auf die Tauglichkeit in Hinblick auf Qualitätsentwicklung an Schulen untersucht.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und Problemstellung
2 Überblick zur Qualität an Schulen
2.1 Motive und Gründe zur Notwendigkeit schulischer Selbstentwicklung
2.2 Qualitätsbegriff
2.3 Qualitätskreis (Produktlebenszyklus)
3 Praktische Umsetzung: Internet und Schule?
3.1 Argumente für die Internet-Präsenz für Unternehmen
3.2 Lehrplan und neue Medien
3.2.1 Allgemeine Bildungsziele
3.2.2 Didaktische Grundsätze
3.2.3 Medienkompetenz
3.3 Unterrichtsziele
3.3.1 Versenden und Empfangen von elektronsicher Post
3.3.2 Gezieltes Suchen von Informationen mittels Netz-Diensten
3.3.3 Telekooperatives Arbeiten
3.3.4 Publizieren im Netz
3.3.5 Sich-Aneignen von Hintergrundwissen
3.3.6 Verantwortungsbewusstes Arbeiten
3.4 Pädagogische Anwendungen des Internet
3.4.1 Computer Based Training
3.4.2 Internet in Übungsfirmen
3.4.3 Sonstige Einsatzmöglichkeiten
4 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Qualität schulischer Arbeit und der Integration des Internets als Chance für moderne Ausbildungsprozesse, insbesondere an kaufmännischen Berufsschulen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie digitale Medien im Sinne einer systematischen Qualitätsentwicklung in den Unterricht eingebunden werden können.
- Grundlagen des Qualitätsmanagements im Schulwesen
- Die Rolle der Schule im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen
- Internet-Einsatz als Innovationsfaktor im Unterricht
- Lehrplankonforme Umsetzung digitaler Lernmethoden
- Praktische Anwendungsmöglichkeiten: Computer Based Training und Übungsfirmen
Auszug aus dem Buch
3.4.1 Computer Based Training
Unter CBT versteht man den Einsatz des Computers als Lernmedium in Form von Trainings- und Lernprogrammen. Diese Programme werden sowohl auf CD-ROM als auch im Internet angeboten. Die Palette reicht dabei von vollständigen CBT-Kursen, die Schritt für Schritt Wissen vermitteln und vertiefen (zB „Self HTML“), bis zu reinen Drill & Practise-Programmen, die zuvor anderweitig erworbenes Wissen durch Frage-Antwort-Dialoge überprüfen (zB Vokabeltrainer).
Die wohl wichtigste Frage eines Lehrers betrifft die Aufbereitung des Lehrstoffes hinsichtlich seiner inhaltlichen Struktur und Darbietung. Lernunterlagen sollten unterschiedliche Lernstile unterstützen. Schriftliche Unterlagen können natürlich in diesem Zusammenhang nie die Flexibilität und Offenheit an den Tag legen, die im Sinne einer guten Erlernbarkeit der neuen Inhalte wünschenswert wäre. Ganz besonders auch bei komplexen Inhalten, die durch die Notwendigkeit zahlreicher Querverweise gekennzeichnet sind, stoßen einfache Texte schnell an ihre Grenzen.
Der klassische Vorteil vom CBT liegt darin, dass durch die geschickte Platzierung von Links sowohl Wege durch das Informationsangebot für unterschiedliche Lerntypen als auch das Aufzeigen komplexer Beziehungen einfach realisiert werden kann. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, auch auf externe (nicht im eigenen Informationsangebot enthaltene) Quellen im WWW zu verweisen und so dem Lernenden den komfortablen Zugang zu vertiefenden Informationen zu ermöglichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Qualitätssicherung an Schulen ein und erläutert den Bedarf für systematisches Qualitätsmanagement im Schulalltag.
2 Überblick zur Qualität an Schulen: Es werden Motive für schulische Selbstentwicklung diskutiert und der Qualitätsbegriff im Bildungskontext definiert.
3 Praktische Umsetzung: Internet und Schule?: Der Fokus liegt auf der Anwendbarkeit des Internets als Werkzeug für Qualitätsentwicklung, basierend auf dem Lehrplan für Speditionskaufleute.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit unterstreicht, dass technologische Innovationen durch das Internet eine notwendige Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit der Ausbildung darstellen.
Schlüsselwörter
Qualitätsmanagement, Schulentwicklung, Berufsschule, Internet, Medienkompetenz, Telekooperatives Arbeiten, Computer Based Training, Unterrichtsziele, Bildungsauftrag, E-Learning, Qualitätskreis, Informationsgesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Notwendigkeit und Umsetzung von Qualitätsentwicklung an kaufmännischen Berufsschulen unter besonderer Berücksichtigung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Qualitätsbegriff im Bildungssektor, den Anforderungen des Lehrplans an neue Medien sowie konkreten pädagogischen Anwendungsszenarien des Internets.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, darzulegen, dass die Integration des Internets nicht nur eine technische Aufrüstung, sondern einen maßgeblichen Beitrag zur Qualitätsverbesserung und Innovationsfähigkeit schulischer Ausbildung leistet.
Welche methodische Herangehensweise wird verfolgt?
Die Arbeit verknüpft theoretische Qualitätsmodelle (wie den Qualitätskreis) mit einer praktischen Analyse des Lehrplans für Speditionskaufleute und evaluiert daraus den pädagogischen Nutzen digitaler Werkzeuge.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Qualitätsbegriffs und die praktische Untersuchung, wie das Internet für Unterrichtsziele, Trainingsmethoden und Übungsfirmen genutzt werden kann.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Qualitätsmanagement, Schulentwicklung, Medienkompetenz, Computer Based Training (CBT) und die Rolle der Schule im globalen Wettbewerb.
Wie unterscheidet sich die internetbasierte Kommunikation in Übungsfirmen vom traditionellen Postweg?
Die Arbeit hebt hervor, dass E-Mail-Kommunikation signifikante Zeit- und Kostenvorteile bietet, da der Postweg entfällt und der Informationsaustausch nahezu in Echtzeit erfolgt, was den betrieblichen Anforderungen besser entspricht.
Welche Rolle spielt die "Medienkompetenz" laut Lehrplan?
Sie wird als Schlüsselqualifikation definiert, die nicht nur das Wissen über Medien (Medienkunde), sondern auch deren aktive Nutzung, Bewertung und Gestaltung zur erfolgreichen Bewältigung der Berufs- und Arbeitswelt umfasst.
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- Doris Nechutny (Author), 2003, Qualität an kaufmännischen Berufsschulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15214