In dieser Hausarbeit geht es um das Thema des Rechtsextremismus im Internet und mit welchen Mitteln man ihm entgegentreten kann. Diese Hausarbeit ist im Zusammenhang mit dem Seminar „Rechtsextremismus und Medien“ zu sehen. Im Verlauf haben wir uns mit der Frage beschäftigt, wie bestimmte Medien von Rechtsextremen genutzt und benutzt werden und haben uns auch damit beschäftigt, wie Medien über das Phänomen des Rechtsextremismus berichten und wie die beteiligten Personen dargestellt werden.
Das Internet ist ein vergleichsweise junges Medium, das erst seit etwas mehr als zehn Jahren ein wirkliches Massenmedium darstellt. Von daher sah sich die Gesellschaft mit einem neuartigen Medium konfrontiert, welches auch extremistischen Gruppierungen aller Art die Möglichkeit bot, sich darzustellen. Explizit setzt sich nun diese Hausarbeit mit den Möglichkeiten auseinander, um den neuen Freiraum, den die Rechtsextremen im Internet sehen, einzugrenzen und somit einer Weiterverbreitung von strafrechtlich relevanten, also so genannten volksverhetzenden Inhalten entgegenzuwirken.
Zunächst einmal werden die Begriffe Rechtsextremismus und Internet definiert. Darüber hinaus geht es auch um die Ergründung der Faktoren, die das Internet so attraktiv für die Rechtsextremen machen. Nach einer exemplarischen Betrachtung einiger beispielhafter Seiten werden die Gegenmaßnahmen betrachtet und auf ihre Wirksamkeit hin überprüft.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsdefinitionen
2.1. Definition des Begriffs „Rechtsextremismus“
2.2. Definition des Begriffs „Internet“
3. Die Nutzung des Mediums Internet durch Rechtsextreme
3.1. Warum ist das Internet so attraktiv für Rechtsextreme?
3.2. Welche Angebote werden von Rechtsextremen bereitgehalten?
3.2.1. NPD
3.2.2. RockNord
3.2.3. WPMP
3.2.4. NSDAP/AO.
4. Gegenmaßnahmen
4.1. Welche Maßnahmen lassen sich gegen Rechtsextreme im Internet ergreifen?
4.1.1. Strafrechtliche Maßnahmen
4.1.2. Spezielle Bestimmungen für den Bereich des Internets
4.2. Jugendschutz im Internet
4.2.1. Technische Maßnahmen
4.2.2. Vermittlung von Medienkompetenz
4.2.3. Selbstverpflichtung der Provider
4.2.4. Aufklärung und Prävention im Netz
5. Fazit
6. Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Warum nutzen Rechtsextreme das Internet so intensiv?
Das Internet bietet Anonymität, eine enorme Reichweite, geringe Kosten und einen schwer kontrollierbaren Raum für die Verbreitung extremistischer Propaganda.
Was sind volksverhetzende Inhalte im Netz?
Dies sind strafrechtlich relevante Inhalte, die zu Hass gegen Bevölkerungsgruppen aufstacheln oder die Menschenwürde anderer durch Beschimpfung oder Verleumdung angreifen.
Welche Gegenmaßnahmen gibt es gegen Rechtsextremismus online?
Dazu gehören strafrechtliche Verfolgung, technische Jugendschutzmaßnahmen, die Vermittlung von Medienkompetenz und die Selbstverpflichtung von Providern.
Wie können Jugendliche vor extremistischen Inhalten geschützt werden?
Neben technischen Filtern ist die pädagogische Aufklärung und die Förderung einer kritischen Medienkompetenz der wichtigste Schutzfaktor.
Welche Organisationen verbreiten rechtsextremes Gedankengut im Netz?
Die Arbeit nennt Beispiele wie die NPD, RockNord oder die NSDAP/AO, die verschiedene Online-Angebote zur Rekrutierung und Information nutzen.
- Quote paper
- Stephen Reygate (Author), 2007, Rechtsextremismus im Internet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151545