Obgleich der neue Nationalismus (kultur-)konservative Elemente in einem gewissen Rahmen übernahm, unterschied er sich doch wesentlich vom tradierten Konservatismus und Patriotismus des Kaiserreichs. Das Frontkämpfererlebnis als verbindendes Element aller Schichten, die sozialen und ökonomischen Verwerfungen der Nachkriegszeit, die Revolutionierung der Wirtschaft, die politische Demütigung des Versailler Diktates und der Verlust tradierter Wertvorstellungen bildeten den historischen Hintergrund und Ursprung des sich nun herausbildenden neuen Nationalismus’.
Inhaltsverzeichnis
- Der neue Nationalismus in der Weimarer Republik
- Neuer Nationalismus: was bedeutet das?
- Der historische Hintergrund
- Die „nationale Jugend“ und ihre Ziele
- Der Mythus vom „Dritten Reich“
- Moeller van den Brucks Denken
- Der „heroische Realismus“
- Der soziale Aspekt des neuen Nationalismus
- Ernst Jüngers Sichtweise
- Der Geist der „nationalen Jugend“
- Die Ideen des neuen Nationalismus
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Entstehung und Entwicklung des neuen Nationalismus in der Weimarer Republik. Sie beleuchtet die historischen Wurzeln, die zentralen Ideen und die wichtigsten Akteure dieser Bewegung. Dabei wird insbesondere auf die Unterschiede zwischen dem neuen Nationalismus und dem traditionellen Konservatismus und Patriotismus des Kaiserreichs eingegangen.
- Die historischen Wurzeln des neuen Nationalismus
- Die Ideologie des neuen Nationalismus
- Die Rolle der „nationalen Jugend“
- Die Bedeutung des „Dritten Reiches“
- Der Einfluss des „heroischen Realismus“
Zusammenfassung der Kapitel
- Das erste Kapitel beleuchtet die Entstehung des neuen Nationalismus und die Abgrenzung vom traditionellen Nationalismus.
- Das zweite Kapitel beschreibt die historischen Hintergründe, die zur Entstehung des neuen Nationalismus führten.
- Das dritte Kapitel analysiert die Rolle der „nationalen Jugend“ und ihre Ziele.
- Das vierte Kapitel erörtert den Mythus vom „Dritten Reich“ und dessen Bedeutung für den neuen Nationalismus.
- Das fünfte Kapitel analysiert das Denken von Moeller van den Bruck und seine Rolle im neuen Nationalismus.
- Das sechste Kapitel untersucht den „heroischen Realismus“ als ein zentrales Element des neuen Nationalismus.
- Das siebte Kapitel beleuchtet den sozialen Aspekt des neuen Nationalismus und die Kritik am Besitzbürgertum.
- Das achte Kapitel analysiert die Sichtweise von Ernst Jünger auf den neuen Nationalismus.
- Das neunte Kapitel beschreibt den Geist der „nationalen Jugend“ und ihre Rolle in der Weimarer Republik.
Schlüsselwörter
Neuer Nationalismus, Weimarer Republik, Konservative Revolution, „nationale Jugend“, „Drittes Reich“, Moeller van den Bruck, heroischer Realismus, Ernst Jünger, Tradition, Volkstum, Bürgertum, Antisemitismus.
Häufig gestellte Fragen
Was kennzeichnet den „neuen Nationalismus“ der Weimarer Republik?
Er unterschied sich vom Kaiserreich-Patriotismus durch das verbindende „Frontkämpfererlebnis“, die Ablehnung des Versailler Vertrages und eine radikalere, oft antiautoritäre Ausrichtung.
Welche Rolle spielte der Mythus vom „Dritten Reich“?
Das „Dritte Reich“ fungierte als utopisches Zielbild für eine nationale Erneuerung jenseits der parlamentarischen Demokratie der Weimarer Republik.
Wer war Moeller van den Bruck?
Er war ein einflussreicher Vordenker der „Konservativen Revolution“, dessen Denken den neuen Nationalismus und die Idee eines deutschen Sozialismus prägte.
Was bedeutet „heroischer Realismus“ bei Ernst Jünger?
Es beschreibt eine Haltung, die die moderne Technik und den Krieg als totale Mobilmachung akzeptiert und den Menschen als kühlen, funktionalen Kämpfer sieht.
Was war der historische Hintergrund für diese Bewegung?
Die militärische Niederlage im Ersten Weltkrieg, die Inflation, die Revolution von 1918/19 und das als Demütigung empfundene „Diktat von Versailles“.
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- M.A. Sebastian Pella (Author), 2009, Der neue Nationalismus in der Weimarer Republik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151397